Das Totenmahl von Neuwindeck

Ein Schauer-Thriller über Gier und Vergänglichkeit
Prolog: Der Ruf der Ruine
Man flüsterte sich in den Schankstuben von Bühl und Achern dunkle Dinge über die Burg Lauf zu. Man nannte sie ein Nest der Schatten, einen Ort, den man besser dem Verfall überließ. Doch Kurt von Stein lachte über dieses Bauerngefasel. Sein Herz kannte keine Furcht, doch sein Beutel kannte die Leere. Gejagt von Gläubigern und gequält von dem Hunger nach einem Stand, den er sich nicht mehr leisten konnte, sah er in den fernen Mauern von Neuwindeck kein Grab, sondern eine Chance. Wo andere Gespenster vermuteten, witterte er vergessenes Gold. Ein kaltes Licht schien aus den Ruinen zu blinken, als rufe es ihn, und Kurt fühlte ein seltsam Ziehen in der Brust – eine Mischung aus Furcht und Verlockung.