Der innere Kampf

Existenzlyrik · Konfliktgedicht · Psychologisch-philosophische Poesie

Ein Gedicht über innere Zerrissenheit, Rebellion gegen gesellschaftliche Normen und den Versuch, das eigene Ich zwischen Chaos und Selbstbestimmung zu behaupten.

© Gerd Groß 04.02.2003


"Der innere Kampf" ist ein intensives, psychologisch geprägtes Gedicht von Gerd Groß über innere Spannungen, Abgrenzung und den radikalen Bruch mit äußeren Erwartungen. Es beschreibt einen Zustand zwischen Selbstbehauptung, Auflehnung und existenzieller Unruhe.



📖 Gedicht 

Das die Nacht heute so finster ist,
kann doch wirklich kein Versehen sein
man ist bestimmt noch kein Pessimist,
wenn die Träume sich vom Dunst befrei'n.


Möcht' endlich raus aus meinem Leben,
bin zu diesem großen Gang bereit,
sich diesem einzig'n Wunsch ergeben,
weg von unendlich'r Genügsamkeit.

Viel zu lange herumgesessen,
jetzt müsste endlich was passieren,
will mich ergeben in Exzessen
und nicht mehr mit euch debattieren.

Dieses elektriesier'n auf der Haut,
selbst die schnöde Angst, sie wird zum Traum,
kurzerhand wird nochmals umgeschaut,
endlich nehme ich mir Zeit und Raum.

Dienstbeflissen und wie immer
preist man mir die Doppelmoral,
doch sie haben keinen Schimmer,
bewusst - denken sie digital.

Nur mein Ego ist mir wichtig
und ihr Denken völlig egal,
bin den Göttern unnachsichtig
und endlich nur noch mir loyal.


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