Die Hure die wir lieben

Gesellschaftskritische Lyrik · Geldkritisches Gedicht · Ironisch-philosophische Poesie

Ein Gedicht über Geld, Verlangen und die ambivalente Beziehung zwischen Mensch, Besitz und materieller Abhängigkeit.

© Gerd Groß 23.12.2002


"Die Hure die wir lieben" ist ein gesellschaftskritisches Gedicht von Gerd Groß über die Rolle des Geldes in menschlichen Beziehungen und Lebensstrukturen. Es nutzt eine provokante Metapher, um Abhängigkeit, Begehren und die Illusion von Sicherheit durch materielle Werte zu reflektieren. 



📖 Gedicht


Woher kommst du Hure unserer Träume,
bist du die Wollust die wir versäumen?
Deine Erscheinung so hell für uns erstrahlt,
nicht nur ich bin es, der damit prahlt.


Alle wollen dich gern besitzen
auch wenn wir dafür müssen schwitzen.
Jeder will dich gern berühren,
hast keine Angst uns zu verführen!


Nur du schenkst uns die vermeintliche Liebe,
doch manchmal sind es nur die harten Hiebe,
die uns das Leben so erschweren
und nicht das zweifelhafte Glück erklären.


Du bist bei uns und doch sind wir allein,
wenn du verweilst ein kurzes Stündelein.
Bist schnell von deiner Pflicht entbunden,
wenn du dich hast zur Arbeit überwunden.


Es ist so schwer dich festzuhalten,
manch einer braucht dazu das Fehlverhalten.
Trotzdem bist du nicht die Anekdote,
sondern du bleibst nur - unsere Banknote.


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