Menschen

Atmosphärische Lyrik · Existenzgedicht · Reflexive Poesie

Ein Gedicht über das Kommen und Gehen von Menschen, Vergänglichkeit von Begegnungen und die leise Frage nach Verbindung und Erinnerung.

© Gerd Groß 12.12.2000 



"Menschen" ist ein poetisches Gedicht von Gerd Groß über die Vergänglichkeit menschlicher Begegnungen. Es beschreibt das stetige Vorüberziehen von Menschen im Leben und die Frage, welche Spuren sie hinterlassen und ob echte Verbindung im Fluss der Zeit bestehen bleibt. 



📖 Gedicht


Ein Strom von Menschen zieht an meinem Ufer fort,
kaum gefasst, entschwindet jeder an einen anderen Ort.
Täglich spülen Wellen neue Wesen an mein Land,
doch ihre Reise währt nur einen Augenblick im Sand.

Wie Blätter im Herbstwind tanzen sie vorbei,
ein flücht'ger Wirbel, eh' sie wieder sind frei.
Die Zeit verrinnt, kein Anker hält den Augenblick,
und doch bleibt ihre Präsenz ein unvergesslich' Geschick.

So fragt mein Herz in dieser rastlosen Bewegung schwer,
ob in ihrem Weiterziehen ein Echo meiner Seele wär?
Ob sie die kurze Wärme unserer Nähe spürten,
und ob vielleicht Erinnerung ihre Schritte führten?


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