Expressionistischer Realismus
Philosophische Lyrik · Zeitgedicht · Existenzpoesie
Ein Gedicht über Zeit, Wahrnehmung und die paradoxe Beziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im menschlichen Bewusstsein.
© Gerd Groß 09.12.2003 (05.02.2025 neu bearbeitet)
"Expressionistischer Realismus" ist ein philosophisch geprägtes Gedicht von Gerd Groß über Sein, Zeit und Wahrnehmung. Es verbindet expressionistische Sprachbilder mit existenzieller Reflexion und beschreibt die Unmöglichkeit, Zeit wirklich festzuhalten oder vollständig zu begreifen.
📖 Gedicht
Ich bin vergangen in allem, in dem ich war.
das was ich bin, ist Sein, es ist geschehen
das was ich war, war Schein, es war gewesen
und was ich sein werde, wird nie geschehen.
Ich werde sein in allen, in dem ich bin.
Illusion im Werdegang ist Zukunft,
Kindesalter herbeigesehnt ist Gestern.
Realismus widerfahren ist Heute.
Was die Zukunft bringt, wird angedacht.
Was vergangen ist, wird immer sein
und Gegenwart das ist Erkennen.
Zukunft ist Vergangenheit, in dem sie ist.
Vergangenheit ist Wunsch und Zukunft ein Traum.
Gegenwart sie bleibt – aber sie ist vorbei.
Hoffen auf Morgen, kein Leben im Gestern,
kein Warten auf Heute - bereits vollzogen.
Zukunft wird nicht sein, Vergangenheit war stets
Gegenwart ist da – und wird immer gelten.
so unabänderlich ist es für alle Zeit.
✨ WEITERE LYRISCHE WELTEN
- Krieg der Welten (30.12.2002)
- Der Revolutionär (01.02.2003)
- Der innere Kampf (04.02.2003)
- Rosen im Winter (28.02.2002)
✨ Literaturwelten & Hörfassungen
Tauche ein in die poetischen Klang- und Gedankenwelten von Gerd Groß — zwischen Musik, Atmosphäre und emotionaler Literatur.
👉 Hörfassungen, Musikwelten und weitere lyrische Werke auf
© Gerd Groß – Die literarische Galerie
Poetische Klang- und Gedankenwelten zwischen Literatur, Musik und Atmosphäre.

