An einem Tag, an dem es regnet

Existenzlyrik · Dunkle Innenwelt · Reflexives Gedicht

Ein Gedicht über innere Leere, existenzielle Fragen und den Zustand emotionaler Erschöpfung, in dem Realität und Wahrnehmung sich auflösen.

© Gerd Groß 04.01.2003


"An einem Tag, an dem es regnet" ist ein poetisches Gedicht von Gerd Groß über einen Zustand innerer Dunkelheit und Selbstbefragung. Es beschreibt emotionale Leere, Sinnverlust und die bedrückende Wahrnehmung eines Lebens, das sich von Hoffnung und Licht entfernt hat. 



📖 Gedicht


Warum habe ich nur das Gefühl so leer gelebt zu haben?
Wohin sind meine Wünsche und Träume entschwunden?
Wieso wurde mein Begehren nach Liebe nie erwidert?
Weshalb bin ich noch hier und nicht schon lange tot?


Die Gedanken tauchen ab in die Finsternis der Verdammnis.
Die Sonne, der Mond und auch die Sterne sind entschwunden.
Ein großes leeres Nichts sucht sich ihren Raum.
Die Seele dem Trübsal verfallen, kehrt in sich.


Traurigkeit und Missmut kehren das Innere zum Äußeren.
Gedanken, kaum gedacht, werden zu Sprengköpfen,
Die Wärme der Kälte gewichen, Einsamkeit macht sich breit
und nichts mehr scheint so wie es einmal war,

an einem Tag, an dem es regnet.


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