Die Maske die ich trage

Existenzlyrik · Gesellschaftsgedicht · Identitätsgedicht

Ein Gedicht über innere Zerrissenheit, soziale Masken und das Gefühl, im Außen nicht als das erkannt zu werden, was man innerlich ist.

© 26.11.2002 Gerd Groß 


"Die Maske die ich trage" ist ein poetisches Gedicht von Gerd Groß über Identität, Fremdheit und die psychologische Spannung zwischen innerem Selbst und äußerer Wahrnehmung. Es beschreibt das Tragen einer sozialen Maske als Schutz und zugleich als Quelle von Entfremdung. 



📖 Gedicht


Implosion' verkehrter Hoffnung,
schmerzt mich, in der Dunkelheit,
stehst du, Seele, in Verhandlung
vorbestimmt zu stetem Leid.


Fremd an überfüllten Orten,
unbekannt bleibt das Gesicht
und auch kein's von meinen Worten
dringt durch Ihre eitle Schicht.


Nur die Maske, die ich trage,
ist für Sie mein wahres Sein.
Eine widerliche Plage,
Ihre Affektion zum Schein.


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