Das Flüstern der Angst, der Schrei nach dem Leben (26.02.2025)

26.02.2025

Erzählung :

Die Angst schmeckte nach altem Eisen auf meiner Zunge, roch nach feuchter Erde und fühlte sich an, als würde ein eisiger Wind meine Knochen umwehen. Sie war ein Krächzen wie von Raben auf einem Schlachtfeld, ein Flüstern in der Dunkelheit meiner Gedanken. Wie ein gefangener Vogel, der in einem Käfig aus Knochen und Sehnen flatterte, rammte mein Herz gegen die Rippen, während die Schatten der Vergangenheit sich in meinem Geist erhoben, tanzten wie Geister in einem verlassenen Haus. Ich war allein, tief in mir, versunken in einem Strudel von Erinnerungen, die wie Stacheldraht in mein Fleisch schnitten, wie Scherben in einem verwüsteten Spiegel. Nicht zum ersten Mal sah ich das Leben in seinen drei Gesichtern: das Vergangene, ein Grabstein, bedeckt mit Moos und Vergessenheit; das Gegenwärtige, ein Stein, der in einem tiefen, schwarzen See versank; und das Zukünftige, ein Raubtier, das im Dickicht lauerte.

Ich sah mich als einen Baum, einen Riesen, der sich gegen den Himmel stemmte, dessen Wurzeln sich in ein kaltes, feuchtes Labyrinth aus Schuld und Zweifeln vergruben, wo jede Windung ein vergessener Fehler, jede Verästelung ein ungelöstes Bedauern war. Jede Narbe auf meiner Rinde war ein geflüsterter Rat, eine Erinnerung an überstandene Stürme, eine Landkarte der Narben, die das Leben auf der Seele hinterlässt, ein Wegweiser, der mich vor den Klippen des Lebens warnte. Der Wind der Widrigkeiten zerrte an meinen Gliedern, ein unerbittlicher Feind, der mich zu Fall bringen wollte, ein unsichtbarer Riese, der mit eisernen Fäusten schlug. Ich kämpfte um das Licht, um die Luft, um das Leben. Nicht nur um das Sonnenlicht des Erfolgs, sondern auch um jeden Tropfen der Anerkennung, jeden Nährstoff der Bestätigung, den die Welt bot, wie ein Verdurstender in der Wüste nach Wasser sucht. Meine Konkurrenten waren keine bloßen Schatten, sondern lebendige, atmende Bäume, deren Wurzeln sich wie Krallen in meinen Stamm gruben, meine Lebenskraft aufsaugen, während ihre Äste wie Peitschenhiebe auf mich einschlugen, die mir die Lebensfreude raubten, wie Schlangen, die sich um ihre Beute winden. Der Kampf war brutal, ein Überlebenskampf, ein blutiger Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod.