🥾 Zu Fuß über die Alpen – Etappe 7: Württemberger Haus – Zammer Alm 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Diese Etappe gehört zu den anspruchsvollsten Abschnitten meiner Alpenüberquerung.

Vom Württemberger Haus führt der Weg zunächst auf dem E4 in Richtung Großbergkopf. Über einen alpinen Steig geht es hinauf zum Großbergkopf auf 2.612 Metern und weiter über den Grat zur Großbergspitze.

Ausgesetzt, teilweise mit Drahtseilen gesichert und mit anspruchsvollen Abstiegen verlangt dieser Abschnitt volle Konzentration.

Dann folgt mit der Seescharte auf 2.599 Metern der Übergang auf den E5. Was danach kommt, ist ein langer Abstieg: durch Geröll und Schutt, vorbei an Oberlochalm und Unterlochalm und schließlich durch das Zammer Loch hinunter nach Zams.

Doch die Etappe ist damit noch lange nicht beendet.

In Zams beginnt der zweite große Anstieg. Wieder geht es zu Fuß bergauf – zur Zammer Alm und zur Schihütte Zams auf rund 1.750 Metern.

Eine Etappe mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern: hochalpiner Gratweg und langer Schluchtabstieg – gefolgt von einem erneuten Anstieg.


📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe: 7 von 15
📍 Start: Württemberger Haus
🏁 Ziel: Schihütte Zams / Zammer Alm
📏 Strecke: 22,5 km
⏱️ Gehzeit laut Outdooractive: 9:30 Std.
⬆️ Aufstieg: 1.879 m
⬇️ Abstieg: 2.331 m
🏔️ Höchster Punkt: 2.645 m
📉 Tiefster Punkt: 760 m
⛰️ Schwierigkeit: T4 – schwer
🥾 Wege: überwiegend Pfad
🏔️ Charakter: hochalpin, ausgesetzt, anspruchsvoll
🥾 Fernwege: E4 und E5
🏁 Zielhöhe: ca. 1.750 m


🥾 Eigenschaften der Wanderung

🏔️ Hochalpin
Die Etappe führt über 2.600 Meter hohe Übergänge und Gipfelbereiche. Der Großbergkopf, die Großbergspitze und die Seescharte bestimmen den ersten Teil der Tour.

🧗‍♂️ Alpiner Steig
Mehrere Abschnitte sind ausgesetzt und teilweise mit Drahtseilen gesichert. Besonders die Abstiege im Bereich von Großbergkopf und Großbergspitze verlangen Trittsicherheit und Konzentration.

🥾 Etappentour
Die Tour ist die siebte Etappe meiner 15-teiligen Alpenüberquerung von Bregenz nach Meran.

🌄 Aussichtsreich
Auf dem Grat öffnen sich weite Blicke in die Lechtaler Alpen und hinunter in die umliegenden Täler. Besonders der Bereich um Großbergspitze und Großbergkopf bietet eindrucksvolle Tiefblicke.

💧 Zammer Loch
Nach dem hochalpinen Grat folgt ein langer Abstieg durch das Zammer Loch. Der Wechsel von Fels, Geröll, Wald und Wasser macht diesen Abschnitt landschaftlich besonders abwechslungsreich.

🏔️ Gipfel-Tour
Mit Großbergkopf und Großbergspitze führt die Route über markante Gipfelbereiche, bevor an der Seescharte der E5 erreicht wird.

🚠 Bergbahnauf-/-abstieg
Die Etappe ist als Wanderroute angelegt. Der zweite Teil führt von Zams zu Fuß hinauf zur Zammer Alm und zur Schihütte Zams.

💎 Geheimtipp
Die Verbindung aus hochalpinem Grat, dem tief eingeschnittenen Zammer Loch und dem anschließenden Gegenanstieg macht diese Etappe zu einem außergewöhnlichen Abschnitt der Alpenüberquerung.


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Vom Württemberger Haus geht es zunächst wieder hinauf in die hochalpine Bergwelt.

Der Weg führt über den Großbergkopf und die Großbergspitze zur Seescharte. Dort trifft die Route auf den E5.

Von der Seescharte beginnt der lange Abstieg. Über Geröll und Schutt geht es hinunter zur Oberlochalm und weiter zur Unterlochalm.

Anschließend führt der Weg durch das Zammer Loch und schließlich nach Zams.

Doch statt dort die Etappe zu beenden, beginnt noch einmal ein kräftiger Anstieg. Über den Wiesensteig geht es hinauf zur Zammer Alm und zur Schihütte Zams.

Die Etappe verbindet damit zwei sehr unterschiedliche alpine Erfahrungen: den ausgesetzten Höhenweg in großer Höhe und den langen, tief eingeschnittenen Abstieg ins Tal.


🏞️ Charakter der Wanderung

Diese Etappe ist T4 – schwer und gehört zu den anspruchsvollsten Abschnitten der gesamten Alpenüberquerung.

Schon der erste Abschnitt vom Württemberger Haus über den E4 zum Großbergkopf und weiter über die Großbergspitze zur Seescharte fordert einiges.

Der alpine Steig ist teilweise ausgesetzt, an einigen Stellen mit Drahtseilen gesichert und besonders in den Abstiegen technisch anspruchsvoll. Der Weg verzeiht hier keine Unachtsamkeit. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Konzentration sind zwingend erforderlich.

An der Seescharte beginnt mit dem E5 ein langer Abstieg. Auch dieser verlangt weiterhin Aufmerksamkeit, bevor der Weg durch das Zammer Loch langsam in tiefere Lagen führt.

Doch in Zams ist die Etappe noch nicht vorbei.

Nach dem langen Abstieg wartet der zweite große Anstieg zur Zammer Alm und zur Schihütte Zams.

Gerade diese Verbindung aus hochalpinem E4, anspruchsvollem Abstieg, langem Weg durch das Zammer Loch und anschließendem Gegenanstieg macht diese Etappe so außergewöhnlich.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die interaktive Karte zeigt den aktuellen Verlauf der siebten Etappe von der Württemberger Hütte über die Seescharte und Zams bis zur Zammer Alm und Schihütte Zams.

🥾 Der Weg

Vom Württemberger Haus führt der Weg zunächst auf dem E4 in Richtung Seescharte. Der alpine Steig steigt zum Großbergkopf auf 2.612 Metern an und führt anschließend über den Grat in Richtung Großbergspitze.

Der Weg ist teilweise ausgesetzt. Einzelne Stellen sind mit Drahtseilen gesichert.

Über den Grat geht es weiter zur Seescharte auf 2.599 Metern. Hier trifft die Route auf den E5.

Von der Seescharte führt der Weg steil über Geröll und Schutt hinunter zur Oberlochalm und weiter zur Unterlochalm.

Anschließend folgt der lange Abstieg durch das Zammer Loch. Der Steig verläuft teilweise schmal durch die steilen Hänge und führt schließlich hinunter nach Zams.

Dort beginnt der zweite große Anstieg dieser Etappe. Über den Wiesensteig geht es hinauf zur Zammer Alm und weiter zur Schihütte Zams auf rund 1.750 Metern.

Württemberger Haus → Großbergkopf 2.612 m → Großbergspitze → Seescharte 2.599 m → Oberlochalm → Unterlochalm → Zammer Loch → Zams → Zammer Alm 1.760 m → Schihütte Zams 1.750 m


🥾 Einordnung des Weges

Diese Etappe ist der siebte Abschnitt der Alpenüberquerung Bregenz – Meran.

Nach dem Württemberger Haus führt der Weg zunächst über den E4, bevor er an der Seescharte auf den E5 trifft. Damit verbindet diese Etappe zwei der großen europäischen Fernwanderwege.

Der Übergang über die Seescharte ist zugleich der Beginn eines völlig anderen Landschaftserlebnisses. Auf der einen Seite liegt die hochalpine Welt der Lechtaler Alpen, auf der anderen Seite öffnet sich das Zammer Loch.

Der E5 führt von der Seescharte durch dieses tief eingeschnittene Tal hinunter nach Zams. TirolWest beschreibt den Abschnitt als anspruchsvollen Weitwanderweg mit schmalem, teilweise seilversichertem Steig.

In Zams endet diese Etappe jedoch nicht. Der historische Gedanke der Alpenüberquerung bleibt erhalten: Der weitere Weg wird zu Fuß fortgesetzt und führt erneut hinauf zur Zammer Alm.

Damit gehört diese Etappe zu den besonders fordernden Verbindungen innerhalb der gesamten Alpenüberquerung.


🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

🏔️ Württemberger Haus – Großbergkopf

Vom Württemberger Haus führt der Weg zunächst auf dem E4 weiter in Richtung Seescharte. Schon hier zeigt sich, dass diese Etappe einen deutlich alpinen Charakter besitzt.

Der Steig führt steil bergauf und über anspruchsvolles Gelände zum Großbergkopf auf 2.612 Metern. Teilweise ist der Weg ausgesetzt, an einigen Stellen helfen Drahtseile.

Der Aufstieg ist fordernd, doch besonders die folgenden Abstiege verlangen Aufmerksamkeit und Konzentration. Das Gelände wird steiler und alpiner.

⛰️ Großbergkopf – Großbergspitze – Seescharte

Der Abschnitt vom Großbergkopf über die Großbergspitze zur Seescharte gehört für mich zu den anspruchsvollsten Teilen dieser Etappe.

Hier zeigt sich der alpine Charakter des E4 besonders deutlich. Der Weg führt über steile und teilweise ausgesetzte Passagen. Drahtseile helfen an einzelnen schwierigen Stellen, ersetzen aber weder Trittsicherheit noch Konzentration.

Vor allem die Abstiege im Bereich von Großbergkopf und Großbergspitze verlangen einiges.

Das Gelände ist steil, felsig und teilweise schmal. Jeder Schritt muss bewusst gesetzt werden. Wer hier unkonzentriert unterwegs ist, bekommt die Konsequenzen unmittelbar zu spüren.

Dieser Weg verzeiht nichts.

Gleichzeitig ist gerade dieser Abschnitt landschaftlich großartig. Die alpine Umgebung, die Grate und die Tiefblicke machen den Weg zu einem besonderen Bergerlebnis.

An der Seescharte auf 2.599 Metern endet dieser anspruchsvolle Abschnitt des E4. Hier treffen wir auf den E5, dem wir nun talwärts folgen.

🪨 Seescharte – Oberlochalm

Mit der Seescharte beginnt ein völlig anderer Abschnitt der Etappe.

Nach dem anspruchsvollen Gratweg führt der E5 nun steil hinunter. Geröll und Schutt bestimmen zunächst den Weg. Die Beine müssen nach dem langen alpinen Abschnitt noch einmal konzentriert arbeiten.

Der Abstieg ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Das Gelände bleibt steil und verlangt weiterhin Trittsicherheit.

Erst mit dem Erreichen der Oberlochalm wird der Weg allmählich ruhiger.

🌿 Oberlochalm – Unterlochalm

Von der Oberlochalm führt der E5 weiter zur Unterlochalm.

Die hochalpine Landschaft liegt nun langsam hinter uns. Bergwiesen und Almflächen bestimmen zunehmend das Bild. Nach dem anspruchsvollen Abschnitt über die Seescharte bietet dieser Teil der Etappe Gelegenheit, etwas ruhiger zu werden.

Doch der Abstieg ist noch lange nicht beendet.

💧 Unterlochalm – Zammer Loch

Von der Unterlochalm führt der Weg weiter in das Zammer Loch.

Nun verändert sich die Landschaft erneut. Aus der hochalpinen Bergwelt wird eine tief eingeschnittene Schluchtlandschaft.

Der Lochbach begleitet den Weg. Der Steig bleibt stellenweise schmal und führt teilweise hoch über dem Bach durch die steilen Hänge.

Nach dem langen Abstieg öffnet sich das Tal schließlich und Zams wird erreicht.

🥾 Zams – Zammer Alm

Mit Zams ist die Etappe jedoch noch nicht beendet.

Nach dem langen Abstieg durch das Zammer Loch wartet ein zweiter großer Anstieg. Der Weg führt nun wieder hinauf zur Zammer Alm auf rund 1.760 Metern.

Nach den vielen Höhenmetern des Tages ist dieser Gegenanstieg noch einmal eine besondere Herausforderung. Die Beine haben bereits den anspruchsvollen E4, den Abstieg von der Seescharte und das Zammer Loch hinter sich.

🛖 Zammer Alm – Schihütte Zams

Von der Zammer Alm geht es weiter zur Schihütte Zams auf rund 1.750 Metern, dem Ziel dieser Etappe.

Damit endet ein außergewöhnlich langer und höhenreicher Wandertag: vom Württemberger Haus zunächst über den alpinen E4 zur Seescharte, anschließend über den E5 tief hinunter nach Zams und zum Abschluss wieder hinauf zur Zammer Alm.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

🐂 Der steinerne Stier im Zammer Lochputz

Nicht weit vom Verlauf des Abstiegs durch das Zammer Loch liegt mit dem Zammer Lochputz eine der bekanntesten Natur- und Sagenlandschaften bei Zams.

Der Name geht auf eine markante Felsformation zurück, die wie ein Stierkopf aussieht. Nach der regionalen Überlieferung wacht der steinerne Stier oberhalb des Wasserfalls über eine versteinerte Wassernymphe.

Rund um die Klamm haben sich zahlreiche Sagen entwickelt. Heute werden diese Geschichten im Zammer Lochputz bewusst als Teil der örtlichen Überlieferung weitergegeben.

Die Verbindung von Wasser, Fels und Sage passt dabei ungewöhnlich gut zu diesem Abschnitt der Wanderung. Denn das Zammer Loch ist nicht nur ein Name auf der Karte, sondern eine Landschaft, die seit jeher von den Kräften des Wassers geprägt wurde.

💧 Die Wassernymphe

Eine weitere Figur der Überlieferungen rund um den Zammer Lochputz ist die Wassernymphe.

Die örtliche Überlieferung verbindet sie mit der Felswelt der Klamm. Aus der natürlichen Landschaft wurden Bilder und Geschichten, die dem wilden Wasser eine eigene Gestalt geben.

Heute gehören diese Erzählungen zum kulturellen Charakter des Zammer Lochputz. Die TirolWest-Informationen nennen ausdrücklich die zahlreichen Sagen, die sich um die Klamm ranken.

Damit begegnen uns am Ende des langen Abstiegs nicht nur Fels und Wasser, sondern auch ein Stück jener Geschichten, mit denen sich die Menschen diese schwer zugängliche Bergwelt erklärten.

🏛️ Geschichte

🔥 Der große Brand von Zams

Zams hat eine bewegte Geschichte.

Ein besonders einschneidendes Ereignis war der Großbrand von 1911. Ein großer Teil des Dorfes wurde zerstört, auch die damalige Pfarrkirche wurde schwer beschädigt und musste abgetragen werden.

Der erhalten gebliebene Kirchturm wurde nicht abgebrochen. Die neue Kirche wurde etwas weiter westlich errichtet und 1913 geweiht. Der alte Turm steht deshalb heute frei neben der neuen Pfarrkirche und prägt das Ortsbild von Zams.

Wer nach dem langen Abstieg durch das Zammer Loch Zams erreicht, trifft damit auf einen Ort, dessen heutiges Erscheinungsbild wesentlich von diesem historischen Ereignis geprägt wurde.

🏘️ Zams – alter Siedlungsort am Inn

Zams ist deutlich älter als sein heutiges Erscheinungsbild vermuten lässt. Archäologische Funde belegen eine frühe Besiedlung des Raumes.

Heute prägen alte Bauernhäuser, der freistehende Kirchturm und die markante Lage des Ortes das Bild. Über dem Ort erhebt sich außerdem die Kronburg, während das Venetmassiv die Landschaft im Süden bestimmt.

Der Ort liegt an einer wichtigen Verbindung zwischen dem Lechtal, dem Inntal und den westlichen Tiroler Tälern.

Für eine Alpenüberquerung ist Zams deshalb mehr als nur ein Zwischenziel: Hier treffen verschiedene Berglandschaften und alte Verkehrswege aufeinander.

📖 Geschichten, die weiterleben

Auf dem Weg vom Württemberger Haus nach Zams begegnen uns nicht nur die hochalpinen Grate der Lechtaler Alpen, sondern auch eine Landschaft, in der Bergwege, Wasser und Geschichte eng miteinander verbunden sind.

Die Seescharte führt hinunter in das Zammer Loch, eine wilde Landschaft, die heute mit dem Zammer Lochputz auch einen festen Platz in den regionalen Überlieferungen besitzt.

In Zams selbst erzählt der freistehende Kirchturm von einer anderen Geschichte: vom großen Brand von 1911 und vom Wiederaufbau des Dorfes.

Gerade diese Verbindung aus Natur, Geschichte und überlieferten Geschichten macht den Weg von den Lechtaler Alpen hinunter nach Zams und wieder hinauf zur Zammer Alm zu einem besonderen Abschnitt der Alpenüberquerung.

➡️ 📖 Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🏔️ Die Lechtaler Hochgebirgswelt

Der erste Teil der Etappe führt durch eine hochalpine Landschaft mit steilen Grashängen, Fels und Schutt.

Auf über 2.600 Metern bestimmen alpine Formen das Bild. Die Vegetation wird spärlicher und die Bergwelt wirkt zunehmend rau.

⛰️ Gratlandschaft am Großberg

Zwischen Großbergkopf und Großbergspitze verläuft der Weg über einen markanten Grat.

Die ausgesetzte Lage ermöglicht weite Ausblicke, verlangt aber gleichzeitig volle Aufmerksamkeit.

💧 Das Zammer Loch

Mit dem Abstieg von der Seescharte beginnt eine vollkommen andere Landschaft.

Das Zammer Loch ist tief eingeschnitten und von steilen Felswänden, Wasserläufen und Wald geprägt. TirolWest bezeichnet den Abschnitt als eines der besonderen Hochgebirgstäler der Region.

🌲 Wald und Wiesen oberhalb von Zams

Mit jedem Höhenmeter talwärts verändert sich die Vegetation. Aus der hochalpinen Gerölllandschaft wird zunächst alpines Wiesengelände, später Wald.

Nach Zams beginnt der Gegenanstieg zur Zammer Alm und damit erneut eine Landschaft aus Wiesen und Bergwald.

🏔️ Die Zammer Alm

Die Zammer Alm liegt oberhalb von Zams und bietet einen deutlichen Kontrast zum tief eingeschnittenen Zammer Loch.

Nach dem langen Abstieg und dem anschließenden Gegenanstieg bildet sie einen passenden Abschluss dieser außergewöhnlichen Etappe.


📸 Die schönsten Momente der Etappe

🏔️ Der Aufstieg zum Großbergkopf

Schon kurz nach dem Start wird klar, dass diese Etappe nichts verschenkt.

Der Weg steigt vom Württemberger Haus stetig an und führt in eine immer felsigere und alpinere Landschaft.

Mit dem Großbergkopf wird erstmals die 2.600-Meter-Marke erreicht.

⛰️ Der Grat zur Großbergspitze

Der Weg über den Grat gehört zu den eindrucksvollsten Abschnitten.

Links und rechts fällt das Gelände ab, während sich der schmale Steig seinen Weg über den Bergkamm sucht.

Hier zählt jeder Schritt.

🌄 Die Seescharte

Mit der Seescharte auf 2.599 Metern wird ein wichtiger Punkt der Etappe erreicht.

Hier endet der E4-Abschnitt und der E5 beginnt.

Gleichzeitig ändert sich die Richtung grundlegend: Statt weiter über die Höhen zu wandern, geht es nun tief hinunter ins Zammer Loch.

💧 Der Abstieg ins Zammer Loch

Der lange Abstieg ist anstrengend, aber landschaftlich beeindruckend.

Geröll, Fels, Wald und Wasser begleiten den Weg. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft.

🏘️ Zams

Nach dem langen Abstieg wirkt Zams fast wie eine andere Welt.

Nach den hochalpinen Graten und der einsamen Berglandschaft stehen plötzlich Häuser, Straßen und der markante Kirchturm vor uns.

Doch die Etappe ist noch nicht beendet.

🥾 Der zweite Anstieg

Der vielleicht ungewöhnlichste Moment dieser Etappe kommt nach dem Erreichen von Zams.

Während viele Wanderer nach einem solchen Abstieg froh wären, das Tagesziel erreicht zu haben, beginnt für mich noch einmal der Aufstieg.

Zur Zammer Alm und zur Schihütte Zams geht es wieder bergauf.

Fast 1.900 Höhenmeter Aufstieg an einem Tag hinterlassen ihre Spuren.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

🪑 Rast und Einkehr

Im hochalpinen Bereich zwischen Württemberger Haus und Seescharte gibt es keine regelmäßige Einkehrmöglichkeit.

Im weiteren Abstieg liegen:

  • Oberlochalm

  • Unterlochalm

Nach dem Erreichen von Zams bestehen weitere Möglichkeiten zur Versorgung und Einkehr.

🏠 Übernachtung

Das Etappenziel liegt bei der Schihütte Zams auf rund 1.750 Metern.

Für die konkrete Übernachtung sollte die aktuelle Öffnung und Verfügbarkeit vor Beginn der Etappe geprüft werden.


💡 Wissenswertes zur Etappe

🥾 E4 und E5 auf einer Etappe

Die Etappe verbindet zwei europäische Fernwanderwege.

Vom Württemberger Haus führt die Route zunächst auf dem E4. An der Seescharte wird der E5 erreicht.

🏔️ Großbergkopf und Großbergspitze

Der Bereich zwischen Großbergkopf und Großbergspitze gehört zu den technisch anspruchsvollen Abschnitten. Die aktuelle Beschreibung des Tiroler Adlerwegs weist ausdrücklich auf den steilen und ausgesetzten Abstieg nach dem Großbergkopf hin.

💧 Zammer Loch

Der E5 führt von der Seescharte über Oberlochalm und Unterlochalm durch das Zammer Loch nach Zams.

🐂 Zammer Lochputz

Der Zammer Lochputz ist eine nahegelegene Natur- und Erlebnislandschaft bei Zams. Die Klamm ist mit zahlreichen Sagen verbunden und verdankt ihren Namen einer markanten Felsformation in Form eines Stierkopfes.


⚠️ Hinweise zur Tour

Diese Etappe ist mit T4 – schwer eingestuft und gehört zu den anspruchsvollsten Abschnitten der Alpenüberquerung.

Der Bereich zwischen Württemberger Haus, Großbergkopf und Großbergspitze führt durch alpines und teilweise ausgesetztes Gelände.

Einzelne Stellen sind mit Drahtseilen gesichert.

Besonders die Abstiege im Bereich der Gipfel verlangen Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Konzentration.

Auch der Abstieg durch das Zammer Loch ist nicht zu unterschätzen. Der Steig führt teilweise steil durch felsiges und schottriges Gelände.

Nach dem langen Abstieg wartet in Zams nochmals ein erheblicher Gegenanstieg zur Zammer Alm.

Bei Gewitter, Nebel, starkem Regen, Schnee oder Vereisung kann sich der Charakter des alpinen Abschnitts erheblich verändern.

☎️ 112 – Europäischer Notruf
☎️ 140 – Alpine Notrufnummer Österreich


🎒 Ausrüstung

🥾 Etappentour

Für diese T4-Etappe ist eine vollständige alpine Wanderausrüstung erforderlich.

Besonders wichtig sind:

  • feste, knöchelhohe Bergschuhe mit gutem Profil

  • ausreichend Trinkwasser

  • Verpflegung für die lange Etappe

  • wetterfeste Kleidung

  • warme Zusatzbekleidung für die Höhen über 2.500 Meter

  • Sonnenschutz und Sonnenbrille

  • Erste-Hilfe-Set

  • Mobiltelefon mit geladenem Akku

  • Wanderstöcke, sofern gewohnt und auf den jeweiligen Passagen sinnvoll

Für die ausgesetzten und seilgesicherten Passagen sind gute Schuhe und sichere Bewegung im alpinen Gelände besonders wichtig.

🎒 Tagesgepäck

Da die Etappe mit 22,5 Kilometern, fast 1.900 Höhenmetern Aufstieg und mehr als 2.300 Höhenmetern Abstieg sehr lang ist, sollte das Tagesgepäck ausreichend Getränke und Verpflegung für die gesamte Tour enthalten.

Zusätzlich gehören Wetterbekleidung, warme Kleidung, Erste-Hilfe-Set, Sonnenschutz und ein geladenes Mobiltelefon in den Rucksack.

🥾 Mehrtagestour

Die Etappe ist Bestandteil der 15-tägigen Alpenüberquerung Bregenz – Meran.

Wer die Alpenüberquerung mit dem gesamten Gepäck absolviert, sollte die zusätzliche Belastung durch das lange Auf und Ab dieser Etappe berücksichtigen.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 7: Württemberger Haus – Zammer

🧳 Gepäcktransfer

Für diese Etappe ist kein Gepäcktransfer bekannt.

Die Route führt über hochalpines Gelände und das Württemberger Haus ist nicht mit einem normalen Straßenfahrzeug erreichbar.


🔗 Verbindung

🚆 Nach Zams

Zams ist mit der Bahn erreichbar und verfügt über eine gute Anbindung an das Tiroler Verkehrsnetz.

Die konkrete Verbindung sollte für den jeweiligen Wandertag aktuell geprüft werden.

🥾 Zum Etappenstart

Das Württemberger Haus ist ausschließlich über alpine Wege erreichbar.

Die aktuelle Etappe beginnt deshalb bewusst nicht an einer Straße, sondern dort, wo die vorherige Etappe endet.

🏔️ Vom Etappenziel weiter

Von der Schihütte Zams führt die weitere E5-Route über die Venetregion in Richtung Pitztal und weiter nach Süden.

Auch dieser Abschnitt kann zu Fuß fortgesetzt werden – entsprechend dem Grundgedanken meiner Alpenüberquerung.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 7: Württemberger Haus – Zammer


⭐ Mein Eindruck

Diese Etappe gehört für mich zu den wirklich fordernden Abschnitten der Alpenüberquerung.

Nicht nur wegen der 22,5 Kilometer.

Nicht nur wegen fast 1.900 Höhenmetern Aufstieg und mehr als 2.300 Höhenmetern Abstieg.

Es ist vor allem die Kombination, die diese Etappe so besonders macht.

Am Morgen geht es noch hochalpin über Großbergkopf und Großbergspitze. Dann folgt der lange Abstieg durch das Zammer Loch bis hinunter nach Zams.

Und dort könnte der Tag eigentlich zu Ende sein.

Aber meine Alpenüberquerung sollte eben zu Fuß über die Alpen führen.

Also geht es noch einmal bergauf.

Zur Zammer Alm. Zur Schihütte Zams.

Eine Etappe mit zwei Anstiegen, einem gewaltigen Abstieg und vielen unterschiedlichen Landschaften.

An diesem Tag wird besonders deutlich, was "zu Fuß über die Alpen" bedeutet.