🥾 Zu Fuß über die Alpen – 4. Etappe: Gunzesried – Oberstdorf 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

🏔️ Über die Gipfel der Hörnergruppe nach Oberstdorf

Nach der Überschreitung der Nagelfluhkette wartet heute die Hörnergruppe auf uns. Von Gunzesried führt der Weg über mehrere aussichtsreiche Gipfel bis nach Oberstdorf.

31,7 Kilometer liegen vor uns. Der Weg steigt mehr als 1.600 Höhenmeter an und führt über das Ofterschwanger Horn, das Sigiswanger Horn, das Rangiswanger Horn und schließlich über den 1.663 Meter hohen Weiherkopf.

Die Landschaft verändert sich dabei ständig. Weite Bergwiesen, bewaldete Hänge und aussichtsreiche Höhenwege wechseln sich ab. Immer wieder öffnet sich der Blick über das Illertal und auf die Allgäuer Alpen.

Und wer zurückblickt, sieht noch einmal die Berge der vergangenen Etappe: Die Nagelfluhkette steht hinter uns wie eine natürliche Erinnerung an den zurückgelegten Weg.

Doch diese Etappe sollte mir nicht nur wegen ihrer Gipfel in Erinnerung bleiben. Eine vorläufige Rother-Variante zum E5 brachte mich auf zwei Skihänge, die ich zu Fuß hinaufgehen musste – und sorgte dafür, dass ich meine Verabredung in Oberstdorf um fast zwei Stunden verpasste.


📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe: Gunzesried – Oberstdorf
📏 Strecke: 31,7 km
⏱️ Dauer: 9:00 h
⬆️ Aufstieg: 1.634 hm
⬇️ Abstieg: 1.524 hm
⛰️ Höchster Punkt: 1.663 m
📍 Tiefster Punkt: 757 m
🥾 Schwierigkeit: T2 schwer
🌄 Erlebnis: Landschaft
🚆 ÖPNV: Mit Bahn und Bus erreichbar
🥾 Charakter: Von A nach B · Etappentour · Gipfel-Tour
🍽️ Einkehr: Weltcup-Hütte · Hörnerhaus
🌿 Besonderheiten: Hörnergruppe · artenreiche Bergwiesen · Alpenrosenblüte · weite Panoramen


🥾 Eigenschaften der Wanderung

🌄 Aussichtsreich
Die Höhenwege der Hörnergruppe eröffnen weite Blicke über das Illertal, das Gunzesriedertal und die Allgäuer Alpen. Immer wieder fällt der Blick zurück auf die Nagelfluhkette der vergangenen Etappe.

🥾 Etappentour
Die Route ist als vierte Etappe der Alpenüberquerung von Bregenz nach Meran angelegt und führt von Gunzesried über die Hörnergruppe bis nach Oberstdorf.

🏔️ Gipfel-Tour
Mit dem Ofterschwanger Horn, Sigiswanger Horn, Rangiswanger Horn und Weiherkopf führt die Etappe über mehrere markante Gipfel der Hörnergruppe.

🍽️ Einkehrmöglichkeit
Unterwegs bestehen Einkehrmöglichkeiten, unter anderem an der Weltcup-Hütte und am Hörnerhaus.

👨‍👩‍👧 Familienfreundlich
Die Wege sind überwiegend gut begehbar und führen über Bergwiesen, Höhenwege und ausgebaute Wege. Die Länge von 31,7 Kilometern und die mehr als 1.600 Höhenmeter im Aufstieg erfordern jedoch eine entsprechende Kondition.

🪨 Geologische Highlights
Die Hörnergruppe gehört zu einer besonderen geologischen Landschaft. Der Flysch prägt mit seinen tonig-mergeligen Gesteinen die eher abgerundeten Formen der Höhenzüge.

🌿 Flora & Fauna
Die artenreichen Bergwiesen der Hörnergruppe sind ein charakteristischer Bestandteil der Landschaft. Die Höhenlagen und die traditionelle Nutzung der Flächen schaffen unterschiedliche Lebensräume.

💎 Geheimtipp
Der Rückblick von den Gipfeln der Hörnergruppe auf die Nagelfluhkette macht diese Etappe zu einem besonderen Abschnitt der Alpenüberquerung. Die Berge der gestrigen Etappe erscheinen noch einmal als markante Kette am Horizont.


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Von Gunzesried steigen wir zunächst über den Vorderen Hüttenberg in Richtung Hörnergruppe auf.

Über den Allgäuer Berghof und die Weltcup-Hütte erreichen wir das Ofterschwanger Horn. Danach führt der Höhenweg weiter über das Sigiswanger Horn und das Rangiswanger Horn.

Mit dem Weiherkopf wartet schließlich der höchste Punkt der Etappe auf uns.

Danach geht es bergab nach Bolsterlang. Über Fischen und Rubi erreichen wir schließlich Oberstdorf.

Die eigentliche Besonderheit liegt aber nicht nur in den Gipfeln. Es ist das ständige Wechselspiel aus Bergwiesen, Höhenwegen, Wald und den immer wieder neuen Blicken auf die Allgäuer Alpen.


🏞️ Charakter der Wanderung

Die vierte Etappe ist eine lange Kammwanderung durch die Hörnergruppe.

Nach der alpinen Nagelfluhkette des Vortages wirkt das Gelände zunächst sanfter. Die Gipfel der Hörnergruppe sind weniger schroff und die Wege führen häufig durch offene Bergwiesen.

Die Länge der Etappe darf jedoch nicht unterschätzt werden.

31,7 Kilometer und mehr als 1.600 Höhenmeter im Aufstieg machen aus der aussichtsreichen Höhenwanderung einen langen Wandertag. Dazu kommen die vielen kleinen Gegenanstiege zwischen den Gipfeln.

Besonders schön ist der Blick zurück. Während wir weiter nach Süden und Osten wandern, bleibt die Nagelfluhkette hinter uns zurück.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die interaktive Karte zeigt den aktuellen Verlauf der vierten Etappe von Gunzesried nach Oberstdorf.

Die Route führt zunächst hinauf in die Hörnergruppe und anschließend über mehrere Gipfel und Höhenwege bis hinunter ins Illertal.

Gunzesried → Vorderer Hüttenberg → Allgäuer Berghof → Weltcup-Hütte → Ofterschwanger Horn → Sigiswanger Horn → Rangiswanger Horn → Weiherkopf → Bolsterlang → Fischen → Rubi → Oberstdorf

Die Hörner-Panoramawege verbinden die Gipfel des Weiherkopfs, Rangiswanger Horns, Sigiswanger Horns und Ofterschwanger Horns.


🥾 Einordnung des Weges

Die Etappe gehört zur Alpenüberquerung Bregenz – Meran und führt nach der Nagelfluhkette durch die Hörnergruppe.

Die Hörnergruppe bildet einen markanten Landschaftsraum zwischen Illertal und den höheren Allgäuer Alpen. Geologisch unterscheidet sie sich deutlich von den Nagelfluhbergen der vergangenen Etappe.

Der Untergrund besteht überwiegend aus Flyschgesteinen, die bereits während der Kreidezeit entstanden. Die leicht verwitternden Ton- und Mergelgesteine sorgen für die für die Hörnergruppe typischen, eher runden und sanften Bergformen.

Damit verändert sich auch das Wandern: Aus den teilweise felsigen Graten der Nagelfluhkette wird eine weitläufige Höhenwanderung über Bergwiesen und abgerundete Gipfel.

🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

🌄 Gunzesried – Vorderer Hüttenberg

Wir verlassen Gunzesried und steigen über den Vorderen Hüttenberg in Richtung Hörnergruppe auf.

Mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick zurück auf das Gunzesriedertal und die Berge der vergangenen Etappe.

🏔️ Weltcup-Hütte – Ofterschwanger Horn

Vorbei am Allgäuer Berghof erreichen wir die Bergwelt der Hörnergruppe.

Über die Weltcup-Hütte geht es zum Ofterschwanger Horn auf 1.406 m.

Die freie Lage macht den Gipfel zu einem schönen Aussichtspunkt über das Illertal und die umliegenden Berge.

🏔️ Ofterschwanger Horn – Sigiswanger Horn

Vom Ofterschwanger Horn führt der Weg weiter über die Höhen der Hörnergruppe.

Das Sigiswanger Horn erreicht 1.527 m.

Die Bergwiesen und offenen Hänge geben immer wieder den Blick auf die umliegenden Allgäuer Gipfel frei.

🏔️ Sigiswanger Horn – Rangiswanger Horn

Mit dem Rangiswanger Horn auf 1.616 m wird die Etappe zunehmend aussichtsreicher.

Gerade hier lohnt sich der Blick zurück.

Die Nagelfluhkette, die am Vortag überschritten wurde, steht nun hinter uns und lässt den bereits zurückgelegten Weg sichtbar werden.

🏔️ Rangiswanger Horn – Weiherkopf

Nun geht es weiter zum höchsten Punkt der Etappe.

Der Weiherkopf erreicht 1.663 m und bietet einen weiten Blick über das Allgäu.

Die Hörnergruppe zeigt hier noch einmal ihren besonderen Charakter: keine schroffen Felsgipfel, sondern sanfte, gerundete Höhenzüge mit weiten Bergwiesen.

🌿 Weiherkopf – Bolsterlang

Vom Weiherkopf beginnt der Abstieg.

Die Höhenwelt der Hörnergruppe bleibt noch eine Weile erhalten, bevor der Weg immer weiter hinunter nach Bolsterlang führt.

🚶 Bolsterlang – Fischen – Rubi

Über die Talorte führt die Route schließlich nach Fischen.

Der Charakter der Wanderung verändert sich erneut. Die Gipfel liegen hinter uns, die Landschaft wird offener und die Iller rückt näher.

🌊 Rubi – Oberstdorf

Von Rubi führt der Weg entlang der Iller weiter nach Oberstdorf.

Nach einem langen Tag über die Gipfel der Hörnergruppe endet hier die vierte Etappe der Alpenüberquerung.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

🐄 Die Hörner – Namen einer Berglandschaft

Woher kommen eigentlich die vielen "Hörner" dieser Landschaft?

Die Tourismus Hörnerdörfer erklärt den Namen auf eine einfache Weise: Berge mit einer markanten, spitzen oder gekrümmten Form wurden als Horn bezeichnet. So tragen Rangiswanger Horn, Sigiswanger Horn und andere Gipfel ihre charakteristischen Namen.

Mit den Tieren hat das zunächst nichts zu tun. Die Hörner sind die markanten Formen der Berge – und gleichzeitig Namensgeber für die umliegenden Dörfer.

Wer heute über die Höhen wandert, bewegt sich damit durch eine Landschaft, deren Namen unmittelbar aus ihren Bergen entstanden sind.

👑 Die Wittelsbacher Höhe

Nicht weit von der Wanderwelt der Hörnergruppe erinnert die Wittelsbacher Höhe an die bayerische Geschichte.

Der Name geht auf die Zeit zurück, als Kurfürst Maximilian IV. Joseph 1806 zum ersten König von Bayern, Maximilian I. Joseph, wurde. Die regionale Überlieferung verbindet den Aussichtspunkt mit der Wertschätzung des Königshauses für diese Landschaft.

Ob der König selbst genau an diesem Platz stand, lässt sich aus der Überlieferung nicht sicher ableiten. Der Name aber erinnert bis heute an den politischen Wandel Bayerns und an die Wittelsbacher Zeit.

🏛️ Geschichte

⛪ Ofterschwang und die Kirche St. Alexander

Ofterschwang wurde erstmals 1190 urkundlich erwähnt.

Das Kloster Ottobeuren gründete dort 1351 die erste Kirche St. Alexander. Die mittelalterliche Kirche wurde im 18. Jahrhundert zu klein und 1755 abgebrochen.

An ihrer Stelle entstand die heutige spätbarocke Kirche. Sie wurde 1760 geweiht und prägt bis heute das Ortsbild von Ofterschwang.

Damit begegnet uns auf dem Weg nicht nur eine Berglandschaft, sondern auch ein Dorf mit einer Geschichte, die weit vor dem modernen Wandertourismus beginnt.

🏘️ Fischen – vom frühen Siedlungsort zum Kurort

Fischen gehört zu den alten Orten des Oberallgäus. Die erste urkundliche Erwähnung wird auf 860 datiert.

Auch die Pfarrgeschichte reicht weit zurück. Für St. Verena ist eine Weiheurkunde aus dem Jahr 1126 überliefert. Die heutige Kirche entstand in ihrer spätgotischen Form im 15. Jahrhundert und wurde später mehrfach verändert.

Heute ist Fischen als heilklimatischer Kurort bekannt. Der Weg nach Oberstdorf führt damit durch eine Landschaft, in der sich historische Dorfstrukturen, Landwirtschaft und moderner Tourismus miteinander verbinden.

📖 Geschichten, die weiterleben

Auf dem Weg von Gunzesried nach Oberstdorf begegnen uns nicht nur die Gipfel und Bergwiesen der Hörnergruppe, sondern auch die Geschichte einer Landschaft, die über Jahrhunderte von Alpwirtschaft, Landwirtschaft und dem Leben in den Bergdörfern geprägt wurde.

Manches davon ist urkundlich überliefert, anderes lebt in den Geschichten der Orte weiter. Und selbst die Namen der Berge erzählen von dieser Landschaft: Rangiswanger Horn und Sigiswanger Horn gehören zu jener Bergwelt, die den Hörnerdörfern ihren Namen gab.

Gerade diese Verbindung aus Natur, Geschichte und überlieferten Geschichten macht den Weg durch die Hörnergruppe zu einem besonderen Abschnitt der Alpenüberquerung.

➡️ 📖 Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🌱 Die Bergwiesen der Hörnergruppe

Die offenen Bergwiesen prägen den Charakter der Höhenwanderung.

Sie sind Teil einer über Jahrhunderte geprägten Kulturlandschaft. Die extensive Nutzung der Bergflächen hat Lebensräume geschaffen, in denen zahlreiche Pflanzenarten vorkommen.

Im Frühsommer sind besonders die Alpenrosen an den höheren Hängen ein auffälliger Bestandteil der Landschaft. Auch die regionale Tourismusinformation hebt die Alpenrosenblüte am Rangiswanger Horn hervor.

🪨 Flysch – das Gestein der runden Berge

Die Hörnergruppe unterscheidet sich geologisch deutlich von der Nagelfluhkette.

Das Gestein gehört überwiegend zur Flyschzone. Ton- und Mergelgesteine verwittern vergleichsweise leicht und führen deshalb zu den eher abgerundeten Formen der Hörnergruppe.

Rauere Felsformen wie an der Nagelfluhkette fehlen hier weitgehend. Die Landschaft wirkt weicher und offener.

🌸 Zwischen Gipfel und Alp

Die Verbindung aus Bergwiesen, Alpwirtschaft und Höhenwegen macht den besonderen Charakter dieser Landschaft aus.

Die Wege führen durch eine Kulturlandschaft, die nicht nur von natürlichen Prozessen, sondern auch von jahrhundertelanger Bewirtschaftung geprägt wurde.

🌊 Hinunter zur Iller

Mit dem Abstieg nach Fischen und dem weiteren Weg über Rubi verändert sich die Landschaft erneut.

Die offenen Gipfel liegen hinter uns. Der Weg führt in die Talräume und schließlich entlang der Iller nach Oberstdorf.

Damit erlebt diese Etappe einen vollständigen Wechsel: vom Bergkamm hinunter ins Tal.


📸 Die schönsten Momente der Etappe

🏃 Zwei Skihänge hinauf

Der Rother Verlag hatte damals eine vorläufige Variante zum E5 ausgegeben. Was in der Beschreibung allerdings nicht stand: Für diese Variante war die Benutzung von Seilbahnen vorgesehen.

Für meine Alpenüberquerung kam das nicht infrage. Ich wollte die Strecke vollständig zu Fuß zurücklegen.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als die beiden Skihänge zu Fuß hinaufzugehen.

Das kostete erheblich mehr Zeit als die vorgesehene Variante. In Oberstdorf war ich bereits verabredet – und ich bin ein pünktlicher Mensch.

Um den entstandenen Zeitverlust zumindest teilweise wieder aufzuholen, musste ich zwischendurch sogar joggen.

Genützt hat es nicht viel.

Am Ende kam ich in Oberstdorf trotzdem fast zwei Stunden zu spät an.

Es war einer dieser Tage, an denen sich eine geplante Alpenüberquerung plötzlich ganz anders entwickelt als auf dem Papier. Für mich war aber klar: Wenn "zu Fuß über die Alpen" draufsteht, dann sollte auch wirklich jeder Höhenmeter zu Fuß bewältigt werden.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

🍽️ Einkehr

Weltcup-Hütte Ofterschwang
☎️ +49 8321 608989

Hörnerhaus
☎️ +49 8326 639

Die Öffnungszeiten können saisonal variieren und sollten vor der Wanderung aktuell geprüft werden. Die Weltcup-Hütte wird auch aktuell als bewirtschaftete Hütte in Ofterschwang geführt.

🪑 Rastplätze

Unterwegs bieten sich an den bewirtschafteten Hütten und an geeigneten Stellen der Höhenwege Rastmöglichkeiten.

Gerade auf einer 31,7 Kilometer langen Etappe sollte die Verpflegungspause nicht bis zum letzten Gipfel hinausgeschoben werden.

🛏️ Übernachtung – möglichst günstig

Pension Bergheimat, Fischen
☎️ +49 8326 38212

Gästehaus Schmid, Fischen
☎️ +49 8326 3849741

Oberstdorf Hostel
☎️ +49 8322 9878400

Vor der Buchung sollte der aktuelle Übernachtungspreis telefonisch erfragt werden. Gerade bei Einzelzimmern können die Preise deutlich variieren.


💡 Wissenswertes zur Etappe

🏔️ Die vier Gipfel der Hörnergruppe

Die Etappe führt über das Ofterschwanger Horn, Sigiswanger Horn, Rangiswanger Horn und den Weiherkopf.

Damit verbindet sie vier markante Gipfel auf einem langen Höhenweg.

🪨 Flyschlandschaft

Die Hörnergruppe gehört geologisch zum Flyschbereich. Die Gesteine entstanden überwiegend während der Kreidezeit und verwittern relativ leicht. Dadurch entstanden die für die Region typischen abgerundeten Höhenzüge.

🌿 FFH-Gebiet Hörnergruppe

Die Hörnergruppe ist als FFH-Gebiet 8527-301 ausgewiesen und umfasst rund 1.179 Hektar. Das Gebiet besitzt eine besondere Bedeutung für die hochmontan-subalpinen Flysch-Lebensraumtypen.

🚆 Fischen

Fischen liegt auf etwa 761 Metern und ist ein wichtiger Ort am Übergang vom Bergland in das Illertal. Die Gästeinformation befindet sich direkt am Kurhaus Fiskina und in der Nähe des Bahnhofs.


⚠️ Hinweise zur Tour

Die Etappe ist mit T2 schwer eingestuft und verlangt trotz überwiegend gut begehbarer Wege eine entsprechende Kondition.

🌦️ Wetter

Die Route führt über freie Höhen und Bergkämme. Bei Gewitter, starkem Wind, Nebel oder schlechter Sicht ist besondere Vorsicht erforderlich.

🥾 Alpines Gelände

Die Wege der Hörnergruppe sind überwiegend gut begehbar. Trittsicherheit und geeignetes Schuhwerk bleiben dennoch erforderlich.

Bei Nässe können insbesondere Wiesenwege und steilere Abstiege rutschig werden.

🚨 Notruf

112 – Europäischer Notruf

112 – Bergrettung Deutschland


🎒 Ausrüstung

🥾 Etappentour

Für die 31,7 Kilometer lange Etappe gehören festes und gut eingelaufenes Schuhwerk, ausreichend Trinkwasser und wetterangepasste Kleidung zur Grundausstattung.

Die vielen Höhenmeter und die lange Gehstrecke machen es sinnvoll, das Tagesgepäck möglichst zweckmäßig zu halten.

🎒 Tagesgepäck

Ins Tagesgepäck gehören:

  • ausreichend Trinkwasser
  • Verpflegung für die lange Etappe
  • Regenjacke und Wetterschutz
  • warme Zusatzkleidung
  • Erste-Hilfe-Set
  • Mobiltelefon
  • Wanderkarte bzw. gespeicherte Route
  • Wanderstöcke nach persönlicher Gewohnheit
  • Sonnenschutz

Gerade bei einer langen Höhenwanderung sollte die Wetterentwicklung während des Tages im Blick bleiben.

🥾 Mehrtagestour

Wer die Alpenüberquerung als zusammenhängende Mehrtagestour wandert, sollte den Rucksack möglichst leicht halten. Nach drei langen Etappen summiert sich jedes zusätzliche Kilogramm.

🧳 Gepäcktransfer

Kein Gepäcktransfer bekannt.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 4: Gunzesried – Oberstdorf


🔗 Verbindung

🚆 ÖPNV · 🚗 PKW · 🅿️ Parken

Die aktuellen Informationen zur Anreise nach Gunzesried mit Bahn und Bus, zur Anfahrt mit dem PKW sowie zu den Parkmöglichkeiten findest du direkt in der aktuellen Outdooractive-Tour.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt die Verbindung über Sonthofen und anschließend mit dem Bus nach Gunzesried. Die aktuellen Fahrpläne sollten vor Beginn der Etappe geprüft werden.

🔄 Tipp für die Rückreise

Die Etappe endet in Oberstdorf, während der Ausgangspunkt in Gunzesried liegt.

Oberstdorf ist an das Bahnnetz angeschlossen. Wer nach der Wanderung zum Etappenanfang zurückkehren muss, sollte die Rückfahrt bereits bei der Planung berücksichtigen.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 4: Gunzesried – Oberstdorf


⭐ Mein Eindruck

Die vierte Etappe war für mich ein langer Wandertag durch eine völlig andere Berglandschaft.

Nach der schroffen Nagelfluhkette ging es nun über die weicheren Formen der Hörnergruppe. Die Gipfel waren nicht weniger eindrucksvoll, aber ihr Charakter war ein anderer.

Besonders schön war der Blick zurück.

Die Berge, über die ich am Vortag gegangen war, standen nun hinter mir. Die Nagelfluhkette wurde mit jedem Schritt kleiner – und gleichzeitig wurde sichtbar, wie weit ich bereits gekommen war.

Doch diese Etappe zeigte auch, dass eine Alpenüberquerung nicht immer so verläuft, wie es eine Wanderbeschreibung vermuten lässt.

Eine vorläufige Rother-Variante zum E5, bei der Seilbahnen vorgesehen waren, passte nicht zu meinem Vorhaben. Also ging ich die beiden Skihänge zu Fuß hinauf.

Das kostete Zeit.

In Oberstdorf wartete bereits eine Verabredung auf mich. Ich musste zwischendurch sogar joggen – und kam trotzdem fast zwei Stunden zu spät.

Vielleicht gehört genau das zu einer Alpenüberquerung dazu: Nicht alles lässt sich planen.

Aber eines lässt sich entscheiden:

Wenn der Weg zu Fuß über die Alpen führen soll, dann geht man ihn auch zu Fuß.