🥾 Zu Fuß über die Alpen Bregenz Meran 11: Kaunergrathütte – Braunschweiger Hütte vs.Cottbuser Höhenweg, Rifflsee und Jägersteig..
✨ Wo Wege Geschichten erzählen
🏔️ Durch die Hochgebirgswelt des Pitztals
Die elfte Etappe der Alpenüberquerung führt von der Kaunergrathütte auf 2.817 Metern über den Cottbuser Höhenweg zum Rifflsee und weiter durch das Pitztal bis zur Braunschweiger Hütte.
Es ist eine lange und anspruchsvolle Etappe.
18 Kilometer liegen vor uns, fast 1.800 Höhenmeter Aufstieg und mehr als 1.500 Höhenmeter Abstieg. Der Weg führt zunächst durch hochalpines Fels- und Geröllgelände. Der Cottbuser Höhenweg verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, bevor der Weg in Richtung Rifflsee allmählich wieder an Höhe verliert.
Doch damit ist die eigentliche Herausforderung noch lange nicht vorbei.
Von der Riffelseehütte geht es hinunter zur Taschachalm und weiter nach Mittelberg. Erst dort beginnt der zweite große Teil dieser Etappe: der lange Aufstieg zur Braunschweiger Hütte.
Für mich bekam gerade dieser letzte Abschnitt eine besondere Bedeutung.
Ich hatte ihn schon einmal bewältigt.
Beim ersten Mal benötigte ich 1:48 Stunden von Mittelberg bis zur Braunschweiger Hütte.
Jahre später stand ich wieder dort.
Diesmal sollte alles anders werden.
📋 Tourensteckbrief
🥾 Etappe: Kaunergrathütte – Braunschweiger Hütte
📏 Strecke: 18 km
⏱️ Gehzeit: 7:11 Stunden
⬆️ Aufstieg: 1.790 hm
⬇️ Abstieg: 1.595 hm
🏔️ Höchster Punkt: 2.816 m
🏞️ Tiefster Punkt: 1.731 m
⛰️ Schwierigkeit: T4 – schwer
🏠 Ziel: Braunschweiger Hütte, 2.759 m
🥾 Charakter: hochalpin, ausgesetzt, seilversichert, lange Etappe
🚆 Erreichbarkeit: mit Bahn und Bus erreichbar
🧭 Etappentour: Ja
🥾 Eigenschaften der Wanderung
🏔️ Hochalpin
Der erste Teil der Etappe führt durch die hochalpine Bergwelt zwischen Kaunergrathütte und Rifflsee. Fels, Geröll, steile Hänge und seilversicherte Passagen bestimmen den Charakter.
🧗 Technisch anspruchsvoll
Der Cottbuser Höhenweg verlangt absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Steilrinnen und ausgesetzte Abschnitte sind teilweise mit Drahtseilen gesichert.
🥾 Lange Etappe
18 Kilometer klingen zunächst nicht außergewöhnlich lang. In Verbindung mit 1.790 Höhenmetern im Aufstieg und dem anspruchsvollen Gelände wird daraus jedoch eine fordernde Tagesetappe.
🏔️ Zwei völlig unterschiedliche Abschnitte
Die Etappe besteht praktisch aus zwei Teilen: dem hochalpinen Weg über den Cottbuser Höhenweg bis zum Rifflsee und dem langen Tal- und Gegenanstieg von Mittelberg zur Braunschweiger Hütte.
💧 Rifflsee
Mit dem Rifflsee erreicht die Etappe einen landschaftlich völlig anderen Abschnitt. Der See liegt auf rund 2.200 Metern und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur felsigen Welt rund um die Kaunergrathütte.
🏠 Hüttentour
Mit Kaunergrathütte, Riffelseehütte und Braunschweiger Hütte liegen gleich mehrere alpine Stützpunkte entlang der Etappe.
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Von der Kaunergrathütte führt der Weg zunächst über den Cottbuser Höhenweg.
Der hochalpine Steig verläuft durch Block- und Geröllgelände und quert steile Hangbereiche. Eine besonders anspruchsvolle Passage führt durch eine steile Rinne und ist mit Stahlseilen und Trittstufen gesichert.
Nach der hochalpinen Passage öffnet sich die Landschaft zunehmend und der Rifflsee rückt näher.
Von der Riffelseehütte führt der Weg hinunter zur Taschachalm und weiter nach Mittelberg.
Damit ist ungefähr die Hälfte der Etappe geschafft.
Von Mittelberg geht es auf dem Wirtschaftsweg zur Gletscherstube. Danach beginnt der lange Aufstieg zur Braunschweiger Hütte. Der Wasserfallsteig führt steil durch felsiges Gelände nach oben; je nach gewählter Wegführung kommt auch der Jägersteig zum Einsatz. Der offizielle Pitztaler Wegverlauf beschreibt den Wasserfallsteig als felsigen, steilen Anstieg entlang des Gletscherbruchs.
Am Ende wartet die Braunschweiger Hütte auf 2.759 Metern.
🏞️ Charakter der Wanderung
Diese Etappe ist T4 – schwer und gehört zu den langen und anspruchsvollen Abschnitten der Alpenüberquerung.
Der erste Teil ist durch den Cottbuser Höhenweg geprägt. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich. Der Steig führt durch Steilrinnen und ausgesetzte Hangbereiche und ist an schwierigen Stellen mit Drahtseilen gesichert.
Besonders wichtig ist die aktuelle Wegführung: Nach mehreren Murenabgängen wurde der letzte Abschnitt des Cottbuser Höhenwegs 2024 neu trassiert. Dadurch haben sich die Geländeverhältnisse in diesem Bereich deutlich verändert.
Nach dem Rifflsee verändert sich der Charakter der Etappe.
Der Weg wird zunächst einfacher, führt über die Taschachalm und hinunter nach Mittelberg. Doch dort wartet bereits die zweite große Herausforderung.
Der Aufstieg zur Braunschweiger Hütte bringt noch einmal rund 1.000 Höhenmeter.
Nach dem langen Abstieg ist das eine Belastungsprobe für die Beine.
Gerade deshalb sollte man diese Etappe nicht allein nach ihrer Kilometerzahl beurteilen.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Die interaktive Karte zeigt den vollständigen Verlauf der elften Etappe von der Kaunergrathütte über den Cottbuser Höhenweg, den Rifflsee und Mittelberg bis zur Braunschweiger Hütte.
Der Weg verbindet dabei zwei sehr unterschiedliche Landschaftsräume: die hochalpine Felswelt rund um die Kaunergrathütte und die Gletscher- und Talwelt des Pitztals.
Nach dem Cottbuser Höhenweg führt die Route zum Rifflsee und anschließend über die Taschachalm nach Mittelberg. Dort beginnt der erneute Aufstieg zur Braunschweiger Hütte.
Kaunergrathütte → Cottbuser Höhenweg → Karlesegg → Rifflsee → Riffelseehütte → Taschachalm → Mittelberg → Gletscherstube → Wasserfallsteig/Jägersteig → Braunschweiger Hütte
Der Cottbuser Höhenweg wird vom Tourismusverband Pitztal weiterhin als schwerer, seilversicherter Höhenweg mit hohen Anforderungen an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit geführt.
🥾 Einordnung des Weges
Diese Etappe ist der elfte Abschnitt der Alpenüberquerung Bregenz – Meran.
Mit dem Cottbuser Höhenweg erreichen wir einen weiteren hochalpinen Abschnitt des Weges. Die Route verbindet die Kaunergrathütte mit dem Rifflsee und führt anschließend tief in das Pitztal hinunter.
Gleichzeitig ist die Etappe ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich eine Alpenüberquerung innerhalb eines einzigen Tages sein kann.
Am Morgen befinden wir uns noch auf fast 3.000 Metern Höhe in der Welt von Fels, Geröll und Hochgebirge. Wenige Stunden später geht es hinunter zur Taschachalm und nach Mittelberg.
Doch der Tag endet wieder weit oben.
Die Braunschweiger Hütte liegt auf 2.759 Metern. Der letzte Abschnitt führt damit erneut in die Hochgebirgswelt zurück.
Für mich wurde diese Etappe zusätzlich zu einem persönlichen Vergleich zwischen zwei Durchgängen desselben Bergweges.
🧗♂️ Der Weg in Etappen
🏔️ Kaunergrathütte – Cottbuser Höhenweg
Von der Kaunergrathütte führt der Weg zunächst in das hochalpine Gelände des Cottbuser Höhenwegs.
Fels und Geröll bestimmen die Umgebung. Die Route quert steile Hänge und führt durch Bereiche, in denen der Weg teilweise ausgesetzt ist.
Drahtseile unterstützen an schwierigen Stellen.
Hier beginnt die Etappe mit voller Konzentration.
🧗 Cottbuser Höhenweg – Karlesegg
Der Cottbuser Höhenweg gehört zu den anspruchsvollsten Abschnitten dieser Etappe.
Eine besonders markante Passage führt durch eine steile Rinne, die mit Stahlseilen und Trittstufen gesichert ist. Der Weg verlangt hier nicht nur Kraft, sondern vor allem einen sicheren Tritt und einen konzentrierten Blick auf das Gelände.
Die aktuelle Wegführung wurde nach den Murenabgängen von 2024 verändert. Der letzte Abschnitt wurde neu trassiert und verläuft unterhalb des Karleseggs.
🌊 Karlesegg – Rifflsee
Nach den anspruchsvolleren Passagen öffnet sich die Landschaft.
Der Weg führt weiter in Richtung Rifflsee. Die hochalpine Felslandschaft wird zunehmend von den weiten Formen des Pitztals abgelöst.
Schließlich liegt der Rifflsee vor uns.
Der See ist einer der markanten Landschaftspunkte des Pitztals und bildet einen ruhigen Gegenpol zu den steilen Felsabschnitten, die hinter uns liegen.
🏠 Rifflsee – Riffelseehütte
Die Riffelseehütte auf 2.293 Metern liegt unmittelbar im Bereich des Rifflsees.
Sie bietet eine gute Möglichkeit für eine Rast und Verpflegung. Die aktuelle Pitztaler Information führt die Hütte mit Kontakt und Bewirtschaftung.
Nach dem anspruchsvollen Cottbuser Höhenweg beginnt nun der Abstieg.
🌿 Riffelseehütte – Taschachalm
Von der Riffelseehütte geht es hinunter zur Taschachalm auf 1.796 Metern.
Die Landschaft wird wieder grüner. Der Weg verlässt die hochalpine Felswelt und führt in Richtung Tal.
Die Taschachalm ist dabei nicht nur eine Rastmöglichkeit, sondern auch ein sichtbarer Übergang zwischen der Hochgebirgswelt und dem bewohnten Talraum.
🏘️ Taschachalm – Mittelberg
Von der Taschachalm führt der Weg weiter nach Mittelberg auf 1.731 Metern.
Hier liegt der tiefste Punkt der Etappe.
Doch die Wanderung ist noch lange nicht vorbei.
Wer an dieser Stelle glaubt, die schwierigen Höhenmeter seien geschafft, irrt sich.
💧 Mittelberg – Gletscherstube
Von Mittelberg führt der Weg zunächst auf einem Wirtschaftsweg zur Gletscherstube.
Dieser Abschnitt wirkt nach dem langen Hochgebirgsweg zunächst fast wie eine Erholung.
Doch vor uns liegen noch einmal rund 1.000 Höhenmeter.
🧗♂️ Gletscherstube – Braunschweiger Hütte
Ab der Gletscherstube beginnt der eigentliche Schlussanstieg.
Der Wasserfallsteig führt steil durch felsiges Gelände entlang des Gletscherbruchs. Der Aufstieg ist anstrengend und teilweise sehr steil. Der offizielle Pitztaler Wegverlauf beschreibt diesen Abschnitt ausdrücklich als felsigen und mühsamen Anstieg zur Braunschweiger Hütte.
Alternativ beziehungsweise je nach aktueller Wegführung kann der Jägersteig genutzt werden. Beide Wege führen weiter hinauf zur Braunschweiger Hütte.
Je höher wir kommen, desto näher rückt das Ziel.
Und irgendwann liegt sie vor uns:
Die Braunschweiger Hütte auf 2.759 Metern.
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
Für den unmittelbaren Verlauf dieser Etappe habe ich keine ausreichend belegte klassische Sage gefunden, die ich guten Gewissens als örtliche Sage direkt an den Cottbuser Höhenweg oder den Rifflsee hängen würde.
Dafür erzählt die Landschaft selbst bemerkenswerte Geschichten.
🏔️ Der Cottbuser Höhenweg
Der Cottbuser Höhenweg verbindet die Riffelseehütte mit der Kaunergrathütte und wurde als hochalpiner Zugang zur Kaunergrathütte ausgebaut und gesichert.
Bereits die Beschreibung des Alpenvereins hebt die klettersteigähnlich gesicherte Passage im Bereich des Steinkogels hervor.
Heute ist der Weg durch die Veränderungen des Hochgebirges selbst wieder einem ständigen Wandel unterworfen. Nach den Murenabgängen von 2024 musste der letzte Abschnitt neu trassiert werden.
💧 Der Rifflsee
Der Rifflsee gehört zu den markanten Landschaftspunkten des Pitztals.
Der See liegt auf rund 2.200 Metern und ist von einer eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft umgeben. Von hier öffnet sich der Blick auf die Gipfel und Gletscher des Pitztals.
Der See ist damit nicht nur ein schöner Rastplatz auf unserer Etappe, sondern zugleich ein wichtiger Orientierungspunkt zwischen Kaunergrathütte und Mittelberg.
📖 Geschichten, die weiterleben
Auf dieser Etappe begegnen uns keine Geschichten, die man erfinden müsste.
Der Cottbuser Höhenweg, die Murenabgänge und seine notwendige neue Wegführung erzählen bereits selbst von einer Landschaft, die ständig in Bewegung ist. Der Rifflsee markiert den Übergang von der hochalpinen Welt zum Tal, bevor der Weg noch einmal hinauf zur Braunschweiger Hütte führt.
Und vielleicht liegt gerade darin eine der schönsten Geschichten dieses Abschnitts: Ein Weg ist niemals vollkommen unveränderlich. Die Berge verändern ihn – und wir müssen lernen, mit ihnen zu gehen.
➡️ 📖 Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🏛️ Geschichte
🧭 Ein hochalpiner Verbindungsweg
Der Cottbuser Höhenweg wurde als Verbindung zwischen der Riffelseehütte und der Kaunergrathütte ausgebaut und gesichert. Dadurch entstand eine hochalpine Alternative zum Talzustieg zur Kaunergrathütte.
Der Weg ist damit Teil jener alpinen Infrastruktur, die es ermöglicht, die großen Höhenräume des Pitztals miteinander zu verbinden.
🏠 Die Braunschweiger Hütte
Die Braunschweiger Hütte liegt auf 2.759 Metern und gehört zu den wichtigen alpinen Stützpunkten am Übergang zwischen Pitztal und Ötztaler Alpen.
Heute ist sie ein Ausgangspunkt für zahlreiche hochalpine Touren und zugleich Ziel unserer elften Etappe.
Die aktuelle Pitztaler Information führt sie als bewirtschaftete Hütte mit der Telefonnummer +43 664 2012013.
🌊 Das Pitztal als Landschaftsraum
Auf kaum 18 Kilometern erleben wir mehrere Landschaftsräume des Pitztals.
Von der hochalpinen Welt der Kaunergrathütte führt der Weg über den Rifflsee und die Taschachalm hinunter nach Mittelberg.
Anschließend steigt er wieder in die Höhe.
Diese starken Landschaftswechsel machen die Etappe zu einem besonderen Abschnitt der Alpenüberquerung.
🌿 Natur und Landschaft
🏔️ Felswelt des Kaunergrats
Der Beginn der Etappe führt durch eine Landschaft aus Fels, Geröll und steilen Bergflanken.
Die Vegetation ist in diesen Höhenlagen spärlich. Der Cottbuser Höhenweg vermittelt unmittelbar den Eindruck einer Landschaft, in der die Berge den Weg bestimmen.
🧊 Gletscherwelt des Pitztals
Rund um Rifflsee und Braunschweiger Hütte begegnen uns die Gletscherformen des Pitztals.
Der Wasserfallsteig führt entlang des Gletscherbruchs hinauf zur Braunschweiger Hütte. Der offizielle Tourenverlauf beschreibt den Anstieg direkt entlang dieser eindrucksvollen Eis- und Felslandschaft.
💧 Rifflsee
Der Rifflsee bildet einen besonderen Landschaftsmittelpunkt der Etappe.
Nach den kargen Fels- und Geröllflächen des Cottbuser Höhenwegs wirkt der See wie ein Ruhepunkt.
Das Wasser, die Bergflanken und die umliegenden Gipfel ergeben ein völlig anderes Landschaftsbild als noch wenige Stunden zuvor.
🌿 Taschachtal
Mit dem Abstieg zur Taschachalm verändert sich die Vegetation.
Die Landschaft wird grüner und der Weg führt wieder durch Bereiche, in denen Almwirtschaft und menschliche Nutzung sichtbar werden.
🏔️ Zurück in die Höhe
Der vielleicht ungewöhnlichste Landschaftswechsel kommt am Ende.
Von Mittelberg geht es erneut fast 1.000 Höhenmeter nach oben.
Der Weg führt vom Tal wieder zurück in die hochalpine Landschaft rund um die Braunschweiger Hütte.
📸 Die schönsten Momente der Etappe
🧗 Der Cottbuser Höhenweg
Der Beginn der Etappe gehört zu den eindrucksvollsten Wegabschnitten.
Der schmale Steig, das Geröll, die Felswände und die weiten Blicke über das Pitztal vermitteln unmittelbar, dass wir uns mitten in der Hochgebirgswelt befinden.
🏔️ Der Blick zum Rifflsee
Nach den anspruchsvollen Passagen des Cottbuser Höhenwegs ist der erste Blick auf den Rifflsee ein besonderer Moment.
Der See liegt ruhig zwischen den Bergen und verändert den Charakter der Landschaft fast schlagartig.
🌿 Der Abstieg ins Tal
Mit dem Weg über die Taschachalm nach Mittelberg kehrt langsam wieder eine andere Form der Landschaft zurück.
Die Höhen liegen hinter uns – zumindest vorübergehend.
Denn der nächste Anstieg wartet bereits.
🏃♂️ Der persönliche Rekord
Für mich wurde der letzte Abschnitt dieser Etappe zu einem besonderen Vergleich.
Den Anstieg von Mittelberg zur Braunschweiger Hütte kannte ich bereits.
Beim ersten Durchgang hatte ich dafür 1:48 Stunden benötigt.
Jahre später stand ich wieder am Ausgangspunkt.
Diesmal war ich besser vorbereitet und durchtrainiert.
Ich machte mich auf den Weg – und schaffte den Anstieg in 1:15 Stunden.
Für mich war das ein absoluter Rekord.
Maria ging ebenfalls sehr schnell. Trotzdem kam sie 37 Minuten nach mir an.
Damit war für mich der Unterschied zwischen den beiden Durchgängen unmittelbar sichtbar.
Der Berg war derselbe geblieben.
Aber wir waren nicht mehr dieselben Wanderer wie beim ersten Mal.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
🥣 Rastplätze
Riffelseehütte
Die Riffelseehütte auf 2.293 Metern liegt direkt am Rifflsee und bietet eine Rast- und Einkehrmöglichkeit. Die aktuelle Pitztaler Information nennt die Hütte mit Telefonnummer +43 664 3950062.
Taschachalm
Die Taschachalm liegt auf 1.796 Metern und bietet eine weitere Möglichkeit zur Einkehr. Aktuell wird sie mit +43 699 81478113 geführt.
Gletscherstube
Die Gletscherstube liegt am Weg zwischen Mittelberg und Braunschweiger Hütte und ist ein wichtiger Rastpunkt vor dem langen Schlussanstieg.
🍽️ Einkehr
- Riffelseehütte
- Taschachalm
- Gletscherstube
- Braunschweiger Hütte
🏠 Übernachtung
Kaunergrathütte: +43 5413 20310 während der Saison, Mobil +43 664 3501179
Riffelseehütte: +43 664 3950062
Braunschweiger Hütte: +43 664 2012013
Die Braunschweiger Hütte liegt auf 2.759 Metern und ist eine Kategorie-I-Hütte des Deutschen Alpenvereins. Die aktuelle Pitztaler Information führt die Hütte mit der Telefonnummer +43 664 2012013.
💡 Wissenswertes zur Etappe
🧭 Die Etappe verbindet drei Höhenräume
Kaunergrathütte, Rifflsee und Braunschweiger Hütte stehen für drei unterschiedliche Abschnitte derselben Wanderung.
Von der hochalpinen Felswelt geht es hinunter zum Rifflsee und anschließend ins Tal, bevor der Weg wieder auf fast 2.800 Meter steigt.
🌧️ Der Cottbuser Höhenweg ist wetterabhängig
Der Cottbuser Höhenweg verlangt absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Tourismusverband weist ausdrücklich auf den schwierigen Charakter des Weges hin.
🏔️ Aktuelle Wegführung
Nach den Murenabgängen 2024 musste der letzte Abschnitt des Cottbuser Höhenwegs neu trassiert werden. Die heutige Wegführung verläuft im Bereich des Karleseggs anders als die frühere Route.
🥾 Die zweite Hälfte nicht unterschätzen
Nach dem Rifflsee scheint der schwierigste Teil zunächst geschafft.
Das täuscht.
Von Mittelberg bis zur Braunschweiger Hütte warten nochmals rund 1.000 Höhenmeter. Der offizielle Pitztaler Wegverlauf beschreibt den Wasserfallsteig als steil und felsig.
⚠️ Hinweise zur Tour
Der Cottbuser Höhenweg ist ein hoch alpiner, teilweise ausgesetzter und seilversicherter Steig.
Erforderlich sind:
- absolute Trittsicherheit
- Schwindelfreiheit
- alpine Erfahrung
- sichere Wetterverhältnisse
- angemessene Ausrüstung
Eine besonders anspruchsvolle Passage führt durch eine steile Rinne mit Sicherungen und Trittstufen.
Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit, von der Kaunergrathütte direkt ins Tal abzusteigen und damit den Cottbuser Höhenweg zu umgehen.
Auch der Schlussanstieg von Mittelberg zur Braunschweiger Hütte darf nicht unterschätzt werden.
Nach dem langen Abstieg kommen nochmals rund 1.000 Höhenmeter Aufstieg.
Vor Beginn der Tour müssen Wetter, aktuelle Wegverhältnisse und eventuelle Sperrungen geprüft werden.
Notruf Österreich: 112
Bergrettung Österreich: 140
🎒 Ausrüstung
🥾 Etappentour
Für diese Etappe ist eine vollständige hochalpine Wanderausrüstung notwendig:
- stabile Bergschuhe mit gutem Profil
- wetterfeste Kleidung
- Regen- und Windschutz
- warme Zusatzschicht
- ausreichend Wasser
- Verpflegung für die lange Etappe
- Sonnenschutz
- Sonnenbrille
- Erste-Hilfe-Set
- Mobiltelefon
- Stirnlampe
- Wanderstöcke, sofern gewohnt
- Handschuhe für die seilversicherten Passagen
Besonders wichtig ist eine Ausrüstung, die auch bei einem Wetterumschwung im Hochgebirge ausreichenden Schutz bietet.
Der Cottbuser Höhenweg verlangt wegen der ausgesetzten und gesicherten Passagen volle Konzentration.
🎒 Mehrtagestour
Bei einer Mehrtagestour ist diese Etappe besonders hinsichtlich der Belastung einzuplanen.
Nach mehreren alpinen Etappen kommt zunächst der anspruchsvolle Cottbuser Höhenweg. Danach folgt der lange Abstieg ins Tal und anschließend nochmals ein erheblicher Gegenanstieg.
Das Tagesgepäck sollte deshalb nicht unnötig schwer sein.
🧳 Gepäcktransfer
Ein regulärer Gepäcktransfer über den Cottbuser Höhenweg beziehungsweise zur Kaunergrathütte oder Braunschweiger Hütte ist nicht bekannt.
🔗 Verbindung
Die Etappe beginnt an der Kaunergrathütte und endet an der Braunschweiger Hütte.
Beide Hütten liegen hochalpin und sind nicht mit dem Pkw erreichbar.
Für den Zugang zum Pitztal ist insbesondere Mittelberg/Mandarfen der wichtige Talraum. Das Infobüro Mandarfen befindet sich in Mandarfen 62, 6481 St. Leonhard im Pitztal, Telefon +43 5414 8699930.
Der Tourismusverband Pitztal nennt als zentrale Adresse:
Tourismusverband Pitztal
Unterdorf 18
6473 Wenns
Österreich
Telefon: +43 5414 86999
Für die konkrete An- und Abreise sowie aktuelle Fahrpläne sollte die aktuelle Verbindung vor Beginn der Etappe geprüft werden.
⭐ Mein Eindruck
Diese Etappe ist für mich mehr als eine Verbindung zwischen zwei Hütten.
Sie verbindet zwei Erfahrungen.
Da ist zunächst der Cottbuser Höhenweg mit seinem hochalpinen Gelände, den ausgesetzten Passagen und dem Rifflsee.
Und dann kommt der zweite Teil.
Der Abstieg nach Mittelberg.
Man könnte meinen, jetzt sei das Schlimmste geschafft.
Aber genau dort beginnt der nächste große Anstieg.
Ich kannte diesen Weg bereits.
Beim ersten Mal hatte ich für den Aufstieg von Mittelberg zur Braunschweiger Hütte 1:48 Stunden gebraucht.
Ein paar Jahre später stand ich wieder dort.
Diesmal war ich besser vorbereitet und durchtrainiert.
Ich stieg los.
Und schaffte den Weg in 1:15 Stunden.
Für mich war das ein absoluter Rekord.
Maria ging ebenfalls sehr schnell. Als ich die Braunschweiger Hütte erreichte, war sie noch unterwegs. 37 Minuten später kam auch sie an.
Dieser Moment ist mir bis heute geblieben.
Nicht, weil es darum ging, einen Berg möglichst schnell hinaufzugehen.
Sondern weil ich an diesem Tag unmittelbar erlebt habe, was zwischen zwei Durchgängen einer Alpenüberquerung passieren kann.
Vier Jahre lagen zwischen den beiden Anstiegen.
Der Weg war derselbe.
Der Berg war derselbe.
Aber ich war ein anderer Wanderer geworden.
Manchmal verändert sich nicht der Weg.
Man selbst verändert sich.
