🥾 Zu Fuß über die Alpen – 3. Etappe: Staufner Haus – Gunzesried

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

🌫️ Ein Tag ohne Aussicht

Vom Staufner Haus führt der Weg hinauf auf den Hochgrat und anschließend über die Gipfel der Nagelfluhkette bis hinunter nach Gunzesried.

Eigentlich wäre diese Etappe ein großes Panoramaerlebnis. Der Hochgrat ist mit 1.834 Metern der höchste Gipfel des Naturparks Nagelfluhkette. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über das Allgäu, zum Bodensee und in die Alpen.

Doch an diesem Tag war alles anders.

Nieselregen und Nebel begleiteten mich über die Höhen. Die Gipfel waren da, aber sie verschwanden im Grau. Wo normalerweise Weite und Panorama den Blick bestimmen, blieb nur der nächste Abschnitt des Weges.

Und so wurde aus einer Etappe der großen Aussichten ein Tag der Konzentration. Schritt für Schritt ging es über die Grate und Gipfel der Nagelfluhkette.

Erst als ich nach der langen und anspruchsvollen Wanderung meine Unterkunft erreichte, war ich froh, angekommen zu sein.

Manchmal gehört auch das zur Alpenüberquerung: Ein Berg kann großartig sein – und trotzdem sieht man an diesem Tag nicht mehr als den Nebel vor sich.


📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe: Staufner Haus – Gunzesried
📏 Strecke: 19 km
⏱️ Gehzeit: ca. 7:00 Stunden
⬆️ Aufstieg: +1.053 hm
⬇️ Abstieg: −1.885 hm
⛰️ Höchster Punkt: Hochgrat, 1.834 m
📍 Tiefster Punkt: ca. 776 m
Schwierigkeit: schwer
💪 Anforderung: gute Kondition erforderlich
🏔️ Charakter: alpine Gratwanderung
🌄 Erlebnis: Landschaft
🥾 Etappentour: Ja
🚆 ÖPNV: Bahn und Bus erreichbar
🍽️ Einkehr: Rindalpe und weitere Möglichkeiten je nach Öffnung
🏔️ Besonderheiten: Hochgrat, Nagelfluhkette, zahlreiche Gipfel, ausgesetzte und seilgesicherte Passagen


🥾 Eigenschaften der Wanderung

🌄 Aussichtsreich
Die Höhenwanderung über den Hochgrat und die Nagelfluhkette bietet bei guter Sicht weite Ausblicke über das Allgäu, zum Bodensee und in die umliegende Bergwelt.

🥾 Etappentour
Die Route ist als dritte Etappe der Alpenüberquerung von Bregenz nach Meran angelegt und verbindet das Staufner Haus mit Gunzesried.

🏔️ Gipfel-Tour
Mit dem Hochgrat, Rindalphorn, Gündleskopf, Buralpkopf, Sedererstuiben, Stuiben und Steineberg reiht sich ein markanter Gipfel an den nächsten.

🍽️ Einkehrmöglichkeit
Unterwegs besteht unter anderem an der Rindalpe eine Möglichkeit zur Einkehr. Die Öffnungszeiten sollten vor der Wanderung aktuell geprüft werden.

⛓️ Alpine Passagen
Vor allem zwischen Stuiben und Steineberg führt der Weg über ausgesetzte Abschnitte, teilweise mit Drahtseilsicherung. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

🪨 Geologische Highlights
Die Etappe führt mitten durch die Nagelfluhkette. Das charakteristische Gestein mit seinen eingebetteten Geröllen prägt Gipfel, Grate und Felsformationen.

🌿 Flora & Fauna
Bergwiesen, Alpflächen, Felsbereiche und Wälder bilden auf dem Weg nach Gunzesried unterschiedliche Lebensräume. Das Gebiet Hochgrat–Steineberg steht als FFH-Gebiet unter besonderem Naturschutz.

💪 Kondition erforderlich

Die lange Gipfelkette und besonders der anschließende Abstieg nach Gunzesried verlangen eine gute Kondition. Insgesamt sind rund 1.053 Höhenmeter im Aufstieg und 1.885 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen.


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Die dritte Etappe führt mitten hinein in die Hochgratkette.

Vom Staufner Haus geht es zunächst zum Hochgrat, dem mit 1.834 Metern höchsten Berg des westlichen Allgäus. Danach folgt die eigentliche Gratwanderung über die Gipfel der Nagelfluhkette.

Mit Rindalphorn, Gündleskopf, Buralpkopf, Sedererstuiben, Stuiben und Steineberg reiht sich ein Gipfel an den nächsten.

Der Charakter verändert sich dabei immer wieder. Offene Bergwiesen wechseln mit schmalen Höhenpfaden, felsigen Passagen und ausgesetzten Abschnitten. Besonders zwischen Stuiben und Steineberg wird der Weg anspruchsvoll; hier gibt es seilgesicherte Passagen.

Nach dem Steineberg beginnt der lange Abstieg. Über die Vordere Krumbachalpe und die Dürrehorn-Alpe geht es schließlich hinunter nach Gunzesried.

Die Nagelfluhkette verbindet dabei eine eindrucksvolle Geologie mit einer über Jahrhunderte geprägten Alplandschaft. Das FFH-Gebiet "Nagelfluhkette Hochgrat–Steineberg" umfasst rund 1.989 Hektar und gehört vollständig zum Naturpark Nagelfluhkette.


🏞️ Charakter der Wanderung

Diese Etappe ist eine alpine Höhenwanderung mit vielen Gipfeln.

Der Weg beginnt bereits auf einer stattlichen Höhe am Staufner Haus und steigt zum Hochgrat auf. Danach folgt ein ständiges Auf und Ab über den Kamm. Die vielen Gipfel machen die Strecke abwechslungsreich, kosten aber auch Kraft.

Besonders eindrucksvoll ist der Wechsel zwischen den offenen Bergwiesen und den felsigen Bereichen der Nagelfluhkette.

Der Abschnitt zwischen Stuiben und Steineberg verlangt besondere Aufmerksamkeit. Hier wird der Grat schmaler und ausgesetzter, einzelne Passagen sind mit Drahtseilen gesichert.

Nach dem Steineberg verändert sich das Bild grundlegend. Der lange Abstieg führt aus der Gipfelwelt wieder in die Alp- und Tallandschaft rund um Gunzesried.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die interaktive Karte zeigt den aktuellen Verlauf der Etappe von der Unterkunft am Staufner Haus bis nach Gunzesried.

Die Strecke folgt dem Höhenzug der Hochgratkette und verbindet zahlreiche Gipfel miteinander.

Staufner Haus → Hochgrat → Brunnenauscharte → Rindalphorn → Gündleskopf → Buralpkopf → Sedererstuiben → Stuiben → Steineberg → Vordere Krumbachalpe → Dürrehorn-Alpe → Gunzesried

Die Nagelfluh-Gratwanderung führt über einen markanten Teil dieser Gipfelkette. Der Hochgrat ist mit 1.834 Metern ihr höchster Punkt.


🥾 Einordnung des Weges

Die Etappe ist Teil meiner Alpenüberquerung Bregenz – Meran.

Nach dem Aufstieg aus dem Bregenzerwald und der ersten Begegnung mit der Nagelfluhkette führt die Route nun vollständig in deren alpine Gipfelwelt.

Der Hochgrat ist dabei nicht nur der höchste Punkt dieser Etappe, sondern auch ein markanter Übergang in der Landschaft. Von hier zieht sich die Hochgratkette über zahlreiche Gipfel bis in Richtung Immenstadt.

Die heutige Etappe nutzt diesen Höhenzug vollständig zu Fuß und führt anschließend über den langen Abstieg nach Gunzesried.

Der Naturpark Nagelfluhkette ist grenzüberschreitend zwischen Bayern und Vorarlberg angelegt. Sein Ziel ist der Schutz und die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft.


🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

🏔️ Staufner Haus – Hochgrat

Vom Staufner Haus beginnt der Anstieg zum Hochgrat.

Mit jedem Höhenmeter öffnet sich die Landschaft. Heute allerdings nicht für mich – der Nebel nimmt die großen Aussichten.

🏔️ Hochgrat – Rindalphorn

Vom Hochgrat geht es über die Brunnenauscharte weiter zum Rindalphorn.

Der Grat bleibt abwechslungsreich. Bergwiesen und felsige Nagelfluh wechseln sich ab.

🏔️ Rindalphorn – Buralpkopf

Über Gündleskopf und Buralpkopf setzt sich die Gipfelkette fort.

Die vielen kleinen Auf- und Abstiege machen deutlich, dass eine Gratwanderung nicht einfach eine Wanderung "auf gleicher Höhe" ist.

🏔️ Buralpkopf – Stuiben

Mit Sedererstuiben und Stuiben folgen weitere Gipfel.

Die Nagelfluh prägt dabei zunehmend das Gelände. Die harten Gesteinsbänke bilden die charakteristischen Grate und Felsformen der Kette.

⛓️ Stuiben – Steineberg

Dieser Abschnitt gehört zu den anspruchsvollsten Teilen der Etappe.

Der Grat ist stellenweise ausgesetzt und einzelne Passagen sind mit Drahtseilen gesichert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier besonders wichtig.

🌲 Steineberg – Gunzesried

Nach dem Steineberg beginnt der lange Abstieg.

Über die Vordere Krumbachalpe und die Dürrehorn-Alpe geht es immer weiter hinunter in Richtung Gunzesried.

Die alpine Gipfelwelt liegt schließlich hinter uns.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

🏔️ Der alte Hochgrat

Der Hochgrat ist heute unter diesem Namen weithin bekannt. Historisch wurde der Berg auf seiner Südseite jedoch auch als Obergölchenwanger Grat bezeichnet.

Der Name verweist auf die Alpe Gelchenwang und damit auf die traditionelle Alpwirtschaft am Berg.

Mit der touristischen Erschließung änderte sich die Bedeutung des Hochgrats. Aus dem Berg der Alp- und Jagdwirtschaft wurde zunehmend ein Ziel des Bergtourismus.

Heute ist der Hochgrat der bekannteste Gipfel der westlichen Nagelfluhkette und mit 1.834 Metern ihr höchster Punkt.

🪨 Der "Herrgottsbeton"

Wer die Nagelfluh betrachtet, versteht schnell, weshalb das Gestein im Volksmund auch "Herrgottsbeton" genannt wird.

In einer festen Gesteinsmasse liegen zahllose gerundete Steine. Die Nagelfluh entstand aus Geröll, das von Flüssen aus den entstehenden Alpen in das Vorland transportiert wurde.

Die Ablagerungen entstanden vor etwa 20 bis 28 Millionen Jahren. Unter dem Druck späterer Sedimente verfestigten sich die einzelnen Gerölle. Durch die Alpenbildung wurden die Schichten anschließend gefaltet und angehoben.

Wer auf diesem Grat wandert, geht damit buchstäblich über Millionen Jahre Erdgeschichte.

🏛️ Geschichte

🦌 Der Hochgrat als Jagd- und Alpgebiet

Bevor Wanderer den Hochgrat als Gipfelziel entdeckten, war die Landschaft vor allem von Jagd und Alpwirtschaft geprägt.

Für das Jahr 1507 ist Kaiser Maximilian I. als Jagdgast am Hochgrat überliefert. Die Nordseite des Berges wurde bis ins 18. Jahrhundert vor allem als Jagdgebiet genutzt.

Mit der intensiveren Nutzung der Alpweiden und später mit dem aufkommenden Bergtourismus veränderte sich die Funktion des Berges.

Der Hochgrat wurde vom Wirtschafts- und Jagdraum zunehmend zum Wander- und Bergsteigerziel.

🏡 Vom Alpweg zum Wanderklassiker

Auch die Geschichte des Staufner Hauses gehört zu dieser Entwicklung.

Das Staufner Haus wurde 1907/08 errichtet. Mit dem Ausbau der Wege und der zunehmenden touristischen Erschließung wurde die Hochgratkette immer stärker als Bergwandergebiet entdeckt.

Heute zählt die Gratwanderung über die Gipfel der Hochgratkette zu den bekannten Bergtouren des westlichen Allgäus. Die Verbindung von Naturraum, Alpwirtschaft und Bergtourismus ist bis heute charakteristisch für die Landschaft.

📖 Geschichten, die weiterleben

Auf dem Weg vom Staufner Haus nach Gunzesried begegnen uns nicht nur die Gipfel und Grate der Nagelfluhkette, sondern auch die Geschichte einer Landschaft, die seit Jahrhunderten von Alpwirtschaft, Jagd und Bergnutzung geprägt ist.

Manches davon ist urkundlich überliefert, anderes hat sich als regionale Überlieferung erhalten. Dazu kommt die Geschichte des Gesteins selbst: Die Nagelfluh erzählt von Flüssen, Geröll und den gewaltigen Kräften, die vor Millionen Jahren zur Entstehung der Alpen führten.

Gerade diese Verbindung aus Natur, Geschichte und überlieferten Geschichten macht den Weg über die Nagelfluhkette zu einem besonderen Abschnitt der Alpenüberquerung.

➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🌱 Bergwiesen und Alpwirtschaft

Die offenen Flächen der Nagelfluhkette sind nicht einfach natürliche Wiesenlandschaft. Ein großer Teil des Offenlandes wird bis heute alpwirtschaftlich genutzt.

Diese extensive Bewirtschaftung trägt wesentlich zur Vielfalt der Landschaft bei. Unterschiedliche Höhenlagen, geologische Strukturen und die traditionelle Bewirtschaftung schaffen zahlreiche Lebensräume.

🪨 Nagelfluh und Felsgrate

Die Gesteinswelt bestimmt den Charakter der gesamten Etappe.

Die Nagelfluhbänke entstanden aus alten Flussablagerungen. Heute bilden sie Felswände, Grate und Gipfel. Besonders an den ausgesetzten Passagen zwischen Stuiben und Steineberg wird diese geologische Struktur unmittelbar sichtbar.

🦋 Artenreiche Bergwelt

Das Gebiet Hochgrat–Steineberg ist als FFH-Gebiet geschützt. Zu den Besonderheiten zählen artenreiche Bergwiesen, alpine Rasen und naturnahe Bergmisch- und Schluchtwälder. Auch der Apollofalter gehört zu den genannten Besonderheiten des Schutzgebietes.

🌄 Eine Landschaft zwischen Berg und Tal

Die Etappe zeigt die Nagelfluhkette auf engem Raum in ihrer ganzen Vielfalt.

Oben bestimmen Gipfel, Grate und Felsen das Bild. Weiter unten übernehmen Bergwiesen, Alpen und schließlich Wald und Tallandschaft die Landschaft.


📸 Die schönsten Momente der Etappe

🌫️ Ein Tag ohne Aussicht

Für diesen Tag waren Nieselregen und Nebel angesagt.

Eigentlich gehört die Höhenwanderung über die Nagelfluhkette zu den großen Aussichtserlebnissen dieser Alpenüberquerung. Der Hochgrat, die langen Grate und die zahlreichen Gipfel versprechen weite Blicke über das Allgäu, zum Bodensee und hinüber zu den Alpen.

Doch an diesem Tag blieb mir dieses Panorama verborgen.

Der Nebel nahm mir die Aussicht, der Nieselregen begleitete mich über den Höhenkamm. Die Landschaft war da, aber sie zeigte sich nicht.

Statt weiter Blicke gab es nur das, was unmittelbar vor mir lag: den Weg, die nächsten Schritte und die Konzentration auf das Gelände.

Nach der langen und anspruchsvollen Etappe war ich schließlich froh, als ich meine Unterkunft erreichte.

Manchmal gehört auch das zur Alpenüberquerung: Ein Berg kann großartig sein – und trotzdem sieht man an diesem Tag nicht mehr als den Nebel vor sich.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

🍽️ Einkehr

Rindalpe
Die Rindalpe liegt im Bereich der Hochgratkette und bietet eine mögliche Einkehr während der Etappe. Öffnungszeiten sollten vor der Wanderung aktuell geprüft werden.

🪑 Rastplätze

Geeignete Rastmöglichkeiten ergeben sich unterwegs an den bewirtschafteten Alpen sowie an geeigneten Stellen entlang der Gipfel- und Gratabschnitte.

Auf dem exponierten Grat sollte eine Rast nicht zulasten der Sicherheit gehen.

🛏️ Übernachtung in Gunzesried

Landhotel Alpengasthof Hörnerblick
Flurstraße 3 · 87544 Gunzesried
☎️ +49 8321 66330

Gasthof Goldenes Kreuz
Am Anger 1 · 87544 Gunzesried
☎️ +49 8321 66350


💡 Wissenswertes zur Etappe

🏔️ Der Hochgrat

Mit 1.834 Metern ist der Hochgrat der höchste Gipfel des Naturparks Nagelfluhkette.

🪨 Die Nagelfluhkette

Die Nagelfluhkette ist durch ihre besonderen Sedimentgesteine geprägt. Die Gerölle stammen aus alten Flusssystemen und wurden vor Millionen Jahren abgelagert und verfestigt.

🌿 Schutzgebiet

Das Gebiet "Nagelfluhkette Hochgrat–Steineberg" ist als FFH-Gebiet ausgewiesen und umfasst rund 1.989 Hektar.

🏡 Natur- und Kulturlandschaft

Die heutige Landschaft ist eng mit der traditionellen Alpwirtschaft verbunden. Gerade das Zusammenspiel von Natur und Bewirtschaftung trägt zur hohen Artenvielfalt bei.


⚠️ Hinweise zur Tour

Diese Etappe ist alpin und anspruchsvoll.

Besonders zwischen Stuiben und Steineberg befinden sich ausgesetzte und teilweise seilgesicherte Passagen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Bei Nebel, Nässe, Gewitter oder Sturm verändert sich der Charakter der Gratwanderung deutlich. Bei schlechter Sicht ist die Orientierung schwieriger und nasses Nagelfluhgestein kann rutschig sein.

Die aktuelle Wetterentwicklung sollte vor dem Aufbruch geprüft werden.

🚨 Notruf

112 – Europäischer Notruf

140 – Alpine Notfälle in Österreich

112 – Bergrettung Deutschland


🎒 Ausrüstung

🥾 Etappentour

Für diese lange alpine Etappe gehören festes, knöchelhohes Schuhwerk, ausreichend Trinkwasser und wetterangepasste Kleidung zur Grundausstattung.

Wegen der ausgesetzten und teilweise seilgesicherten Passagen sind Trittsicherheit und gute Kondition wichtiger als ein möglichst leichtes Gepäck.

Bei wechselhaftem Bergwetter gehören Regenjacke und wärmende Kleidung auch im Sommer in den Rucksack.

🎒 Tagesgepäck

Für die Etappe sollte das Tagesgepäck mindestens enthalten:

  • ausreichend Trinkwasser
  • Verpflegung für den Tag
  • Regen- und Wetterschutz
  • warme Zusatzkleidung
  • Erste-Hilfe-Set
  • Mobiltelefon
  • Wanderstöcke nach persönlicher Gewohnheit
  • aktuelle Wanderkarte bzw. gespeicherte Route

🥾 Mehrtagestour

Wer die Alpenüberquerung als zusammenhängende Mehrtagestour wandert, sollte das Gewicht des Rucksacks auf dieser Etappe möglichst gering halten. Der lange Abstieg nach Gunzesried belastet die Beine zusätzlich.

🧳 Gepäcktransfer

Kein Gepäcktransfer bekannt.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 3: Staufner Haus – Gunzesried


🔗 Verbindung

🚆 ÖPNV · 🚗 PKW · 🅿️ Parken

Die aktuellen Informationen zur Anreise zum Staufner Haus bzw. zum Ausgangspunkt der Etappe sowie zu Bahn, Bus und PKW findest du direkt in der aktuellen Outdooractive-Tour.

Auch die Möglichkeiten für die Anreise und die dort hinterlegten Parkinformationen sollten vor Beginn der Wanderung anhand der aktuellen Angaben geprüft werden.

🔄 Tipp für die Rückreise

Die Etappe endet in Gunzesried, während der Ausgangspunkt am Staufner Haus liegt.

Wer nach der Wanderung zum Etappenanfang zurückkehren muss, sollte die Rückfahrt bereits bei der Planung berücksichtigen. Die aktuellen Verbindungen sind direkt in der Outdooractive-Tour hinterlegt.

👉 Zu Fuß über die Alpen Bregenz – Meran 3: Staufner Haus – Gunzesried


⭐ Mein Eindruck

Diese Etappe gehört für mich zu den anspruchsvollen Abschnitten der Alpenüberquerung.

Die Zahlen erzählen bereits einen Teil der Geschichte: 19 Kilometer, mehr als 1.000 Höhenmeter Aufstieg und fast 1.900 Höhenmeter Abstieg. Vor allem aber ist es die lange Folge der Gipfel, die Kraft kostet.

Und trotzdem bleibt mir diese Etappe nicht wegen des Panoramas in Erinnerung.

Im Gegenteil.

Ich hatte Nieselregen und Nebel. Die großartige Aussicht, die diese Bergkette normalerweise bietet, blieb mir verwehrt.

Vielleicht ist gerade das eine Erfahrung, die zu einer Alpenüberquerung dazugehört: Man kann einen Weg sorgfältig planen, die schönsten Gipfel auswählen und auf gutes Wetter hoffen – und am Ende bleibt nur der Nebel.

Aber auch dann führt der Weg weiter.

Vom Staufner Haus über den Hochgrat, über die Gipfel der Nagelfluhkette und schließlich hinunter nach Gunzesried.

Der Weg bleibt. Auch wenn die Aussicht fehlt.