🥾 Zu Fuß über die Alpen Bregenz Meran 14: Vernagt/Karthaus - Giggelberg (Meran) via MeranerHöhenweg

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Für viele Wanderer endet in Vernagt die Überquerung der Alpen.

Für uns nicht.

Der Weg von den hohen Bergen hinunter ins Schnalstal könnte hier bereits sein Ende finden. Doch unser Ziel heißt weiterhin Meran. Und auch wenn in Vernagt und später in Richtung Giggelberg die Seilbahn lockt, bleiben wir unserem Grundsatz treu:

Zu Fuß über die Alpen bedeutet, auch den letzten Abschnitt zu Fuß zu gehen.

Von Karthaus führt unser Weg über Katharinaberg auf den Meraner Höhenweg. Statt Seilbahn und Abkürzung warten Bergwälder, Wiesen, steile Hänge und die jahrhundertealte Landschaft der Bergbauern auf uns.

Die Hochalpen liegen hinter uns.

Aber die Alpenüberquerung ist noch nicht vorbei.

📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe: 14 von 15
📍 Strecke: Karthaus – Katharinaberg – Meraner Höhenweg – Giggelberg
📏 Strecke: 18,9 km
⏱️ Dauer: 8:05 h
⬆️ Aufstieg: 1.294 hm
⬇️ Abstieg: 955 hm
⛰️ Höchster Punkt: 1.586 m
📉 Tiefster Punkt: 937 m
🥾 Schwierigkeit: T2 schwer


🥾 Eigenschaften

🚆 Mit Bahn und Bus erreichbar

Die Etappe ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

↗️ Von A nach B

Die Wanderung führt von Karthaus zum Etappenziel Giggelberg.

🥾 Etappentour

Die Strecke ist als vierzehnte Etappe der Alpenüberquerung Bregenz – Meran angelegt.

🌄 Aussichtsreich

Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf das Schnalstal, den Vinschgau und die Ortlergruppe.

🍽️ Einkehrmöglichkeit

Entlang der Etappe bestehen mehrere Möglichkeiten zur Einkehr, darunter Höfe und Jausenstationen.

👨‍👩‍👧‍👦 Familienfreundlich

Outdooractive führt die Etappe als familienfreundlich.

🏛️ Kulturell / historisch

Karthaus, Katharinaberg, die historischen Bergbauernhöfe und der Meraner Höhenweg prägen den kulturellen und historischen Charakter der Strecke.

🪨 Geologische Highlights

Die Route führt durch unterschiedlich geprägte Geländeformen und die eindrucksvolle Schlucht des Lahnbachgrabens.

🌿 Flora und Fauna

Bergwälder, Wiesen, Trockenhänge und die vielfältige Kulturlandschaft des Naturnser Sonnenbergs begleiten die Etappe.

🚡 Bergbahnauf-/-abstieg

Am Etappenziel Giggelberg befindet sich die Bergstation der Texelbahn.


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Die Etappe beginnt in Karthaus auf einer historischen Hangterrasse des Schnalstals. Von hier führt die Route zunächst auf der Via Alpina in Richtung Katharinaberg.

Über Höfewege und einen Wiesenpfad wird schließlich der Meraner Höhenweg Nr. 24 erreicht. Von nun an bestimmt der historische Höhenweg den Charakter der Etappe.

Der Weg zieht sich über Unter Perfl, Wandhof, Kopfronhof, Waldhof und Innerunterstell am Hang entlang. Später folgen Linthof, Innerforch, Galmein, Grubhof und Pirchhof.

Das Gelände bleibt abwechslungsreich: Wald und Wiesen wechseln sich ab, kurze asphaltierte Abschnitte stehen neben schmalen Bergpfaden. Besonders eindrucksvoll wird der Weg in der 1.000-Stufen-Schlucht am Lahnbachgraben.

Am Ende führt die Route über Hochforch durch den Wald nach Giggelberg. Hier endet die Etappe an der Bergstation der Texelbahn.


🏞️ Charakter der Wanderung

Diese Etappe hat einen völlig anderen Charakter als die hochalpinen Abschnitte der vergangenen Tage.

Die großen Höhen sind vorbei. Statt Fels, Gletscher und Geröll bestimmen nun Wälder, Wiesen, Höfe und steile Sonnenhänge das Bild.

Doch leicht ist der Weg deshalb nicht.

Die 1.294 Höhenmeter im Aufstieg verteilen sich über die gesamte Strecke. Der Meraner Höhenweg verläuft ständig auf und ab und folgt dabei den Hängen der Kulturlandschaft.

Gerade diese Mischung macht die Etappe besonders.

Man wandert nicht einfach durch eine schöne Landschaft. Man wandert durch eine Landschaft, die über Jahrhunderte von Menschen geformt und erhalten wurde.

Und dann kommt die 1.000-Stufen-Schlucht.

Dort wird aus dem aussichtsreichen Höhenweg plötzlich ein konzentrierter Steig mit zahlreichen Stufen, Sicherungen und einer Hängeseilbrücke. Bei Nässe können die Stufen rutschig sein.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die interaktive Outdooractive-Karte zeigt den vollständigen Verlauf der Etappe von Karthaus bis zur Bergstation der Texelbahn bei Giggelberg.

Die Strecke führt zunächst durch das Schnalstal und über Katharinaberg. Anschließend geht es auf den Meraner Höhenweg und über die Bergbauernhöfe am Naturnser Sonnenberg weiter in Richtung Giggelberg.

Karthaus → Katharinaberg → Oberperflhof → Unter Perfl → Wandhof → Kopfronhof → Waldhof → Innerunterstell → Naturnser Sonnenberg → Linthof → Innerforch → Galmein → Grubhof → Pirchhof → Hochforch → Giggelberg

Der vollständige aktuelle Streckenverlauf ist in Outdooractive dokumentiert.


🥾 Einordnung des Weges

Diese Etappe ist der vierzehnte Abschnitt der Alpenüberquerung Bregenz – Meran.

Für viele Wanderer könnte die Alpenüberquerung nach dem Abstieg von den Hochalpen bereits in Vernagt enden. Für uns ist das anders. Das eigentliche Ziel bleibt Meran.

Nach dem letzten hochalpinen Abschnitt über das Niederjoch verändert sich der Charakter des Weges nun grundlegend. Die Welt der Dreitausender liegt hinter uns. Stattdessen führt die Route durch das Schnalstal, über Katharinaberg und anschließend auf den Meraner Höhenweg.

Damit beginnt zugleich der letzte große Landschaftsabschnitt unserer Alpenüberquerung.

Der Meraner Höhenweg umrundet auf rund 100 Kilometern die Texelgruppe. Er wurde nach etwa zehnjähriger Bautätigkeit am 30. Juni 1985 in Katharinaberg offiziell eröffnet. Für seine Anlage wurden vielfach ältere Wege genutzt, die bereits seit Jahrhunderten von den Bergbauern begangen worden waren.

Auf unserer Etappe wird dieser historische Gedanke besonders deutlich. Der Weg verbindet Höfe, Wiesen, Wälder und kleine Siedlungen miteinander. Er folgt damit einer Landschaft, in der der Weg nicht vom Menschen getrennt ist, sondern aus seinem Leben entstanden ist.

Und trotzdem bleibt der Abschnitt anspruchsvoll.

Mit der 1.000-Stufen-Schlucht am Lahnbachgraben wartet noch einmal ein außergewöhnlicher Wegabschnitt auf uns. Die direkte Verbindung über die Schlucht war bei der Entstehung des Meraner Höhenweges eine besondere planerische Herausforderung und wurde später als Verbindung über die 1.000 Stufen verwirklicht.

Die Alpenüberquerung ist damit in einer neuen Landschaft angekommen.

Die Hochalpen liegen hinter uns – aber Meran ist noch nicht erreicht.


🥾 Zu Fuß über die Alpen: Bregenz – Meran

Eine abwechslungsreiche und alpine Fernwanderung von den Ufern des Bodensees über den Alpenhauptkamm bis in den Süden nach Meran in 15 Etappen.

➡️ Link zur Gesamtetappe

🥾 Der Weg in Etappen

Die Alpenüberquerung lässt sich in 15 Etappen unterteilen:

🥾 Etappe 1: Bregenz – Hittisau
Der Auftakt führt vom Bodensee und Bregenz hinaus in Richtung Bregenzerwald bis nach Hittisau.
➡️ Link zur Etappe 1
🥾 Etappe 2: Hittisau – Staufner Haus
Weiter durch die Voralpenlandschaft hinauf zum alpinen Stützpunkt des Staufner Hauses.
➡️ Link zur Etappe 2
🥾 Etappe 3: Staufner Haus – Gunzesried
Der Abstieg und Wegverlauf führt durch das idyllische Gunzesrieder Tal.
➡️ Link zur Etappe 3
🥾 Etappe 4: Gunzesried – Oberstdorf
Durch das Oberallgäu geht es weiter in den bekannten Bergsportort Oberstdorf.
➡️ Link zur Etappe 4
🥾 Etappe 5: Oberstdorf – Holzgau
Über die Landesgrenze hinweg führt dieser Abschnitt hinein in das Lechtal nach Holzgau.
➡️ Link zur Etappe 5
🥾 Etappe 6: Holzgau – Württemberger Haus
Ein anspruchsvoller Anstieg in die hochalpine Region zum Württemberger Haus.
➡️ Link zur Etappe 6
🥾 Etappe 7: Württemberger Haus – Zammer Alm
Der Weg führt weiter durch hochalpine Pfade hinab zur einladenden Zammer Alm.
➡️ Link zur Etappe 7
🥾 Etappe 8: Schihütte Zams – Piller (vs. Wannejöchel / Kreuzjoch)
Von der Schihütte Zams geht es über den Piller-Abschnitt mit optionalen Varianten weiter.
➡️ Link zur Etappe 8
🥾 Etappe 9: Piller – Verpeilhütte
Eine landschaftlich eindrucksvolle Etappe in den Kaunergrat zur Verpeilhütte.
➡️ Link zur Etappe 9
🥾 Etappe 10: Verpeilhütte – Kaunergrathütte
Hochalpiner Charakter pur: Der Übergang von der Verpeilhütte zur kühn gelegenen Kaunergrathütte.
➡️ Link zur Etappe 10
🥾 Etappe 11: Kaunergrathütte – Braunschweiger Hütte (vs. Cottbuser Höhenweg, Rifflsee & Jägersteig)
Über hochalpine Steige oder Alternativrouten führt der Weg zur geschichtsträchtigen Braunschweiger Hütte.
➡️ Link zur Etappe 11
🥾 Etappe 12: Braunschweiger Hütte – Vent
Über den Pitztaler Hauptkamm oder das Pitztaler Jöchl geht es hinab in das Ötztaler Bergsteigerdorf Vent.
➡️ Link zur Etappe 12
🥾 Etappe 13: Vent – Karthaus via Vernagt
Vorbei am Vernagt-Stausee führt die Route über den alpinen Hauptkamm nach Karthaus im Schnalstal.
➡️ Link zur Etappe 13
🥾 Etappe 14: Karthaus – Giggelberg
Der Einstieg in den berühmten Meraner Höhenweg führt von Karthaus weiter zum Giggelberg.
➡️ Link zur Etappe 14
🥾 Etappe 15: Giggelberg – Meran
Das Finale der Alpenüberquerung: Vom Giggelberg geht es endgültig hinab in das milde Meraner Land.
➡️ Link zur Etappe 15

🧗‍♂️ Die Etappe

🏛️ Karthaus – Katharinaberg

Karthaus bildet den Ausgangspunkt dieser Etappe. Hinter den Mauern des ehemaligen Kartäuserklosters beginnt der Weg zunächst ruhig durch das Schnalstal.

Über Wald- und Höfewege führt die Route in Richtung Katharinaberg. Dabei verändert sich die Perspektive immer wieder: Das Tal bleibt in Sichtweite, während der Weg langsam an Höhe gewinnt.

Katharinaberg liegt auf einem markanten Felsvorsprung über dem Schnalstal. Die heutige Kirche steht an der Stelle der ehemaligen Schnalsburg.

🌲 Katharinaberg – Unter Perfl – Kopfronhof

Von Katharinaberg geht es weiter über den Meraner Höhenweg.

Der Weg führt durch Wald und Wiesen, vorbei an den Bergbauernhöfen. Kurze Steigungen und schmale Pfade wechseln sich ab.

Unter Perfl wird über eine gesicherte Steintreppe und eine Holzbrücke der Perflerbach überwunden. Danach steigt der Weg wieder an und führt über den Wandhof zum Kopfronhof.

🌄 Kopfronhof – Innerunterstell – Linthof

Nun beginnt der aussichtsreiche Abschnitt am Naturnser Sonnenberg.

Immer wieder öffnen sich die Blicke über das Schnalstal und hinüber zum Vinschgau. Die Bergbauernhöfe liegen wie selbstverständlich in den steilen Hängen.

Am Innerunterstell bietet sich eine Einkehrmöglichkeit, bevor der Weg weiter über Trockenwiesen und durch Waldabschnitte zum Linthof führt.

🪜 Linthof – Lahnbachgraben

Hinter dem Linthof beginnt der Wegabschnitt, der diese Etappe besonders prägt.

Der Meraner Höhenweg führt in Richtung Lahnbachgraben. Der Geländeeinschnitt wird nicht einfach umgangen. Stattdessen führt der Weg mit zahlreichen Steighilfen durch die Schlucht.

Metall-, Holz- und Steinstufen wechseln sich ab. Dazu kommt die Hängeseilbrücke.

Hier ist Trittsicherheit gefragt – und bei Nässe besondere Vorsicht.

🌿 Lahnbachgraben – Giggelberg

Nach der Schlucht geht es wieder in die Bergbauernlandschaft.

Innerforch, Galmein, Grubhof und Pirchhof liegen auf dem weiteren Weg. Bereits beim Pirchhof öffnen sich erste Blicke in Richtung Meran.

Über Hochforch führt der Weg anschließend durch den Wald hinauf nach Giggelberg.

Hier endet die vierzehnte Etappe.

Doch das Ziel der Alpenüberquerung ist noch nicht erreicht.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

🏰 Katharinaberg und die verschwundene Schnalsburg

Katharinaberg trägt seine Geschichte noch heute sichtbar in sich.

Auf dem markanten Felsen, auf dem heute die Kirche St. Katharina steht, befand sich einst die Schnalsburg. Die Burg wurde 1350 von den Kartäusern abgetragen. Der heutige Kirchturm steht auf dem ehemaligen Burgturm.

Noch ältere Spuren reichen bis in die Bronzezeit zurück. Funde auf dem Kirchhügel zeigen, dass dieser markante Platz bereits vor Jahrtausenden genutzt wurde.

So steht Katharinaberg heute gewissermaßen auf mehreren Schichten Geschichte: vorgeschichtliche Siedlung, Burg, Kartäuserzeit und schließlich das heutige Bergdorf.

🏚️ Karthaus – vom Kloster zum Dorf

Karthaus erzählt eine andere Geschichte.

Das Dorf entstand aus der Kartause Allerengelberg, die im 14. Jahrhundert gegründet und 1782 im Zuge der josephinischen Reformen aufgehoben wurde. Danach wurden die ehemaligen Klostergebäude von Bauern und Handwerkern übernommen. Aus dem Kloster entstand allmählich das heutige Dorf.

Ein besonders einschneidendes Ereignis war der große Brand von 1924, bei dem Karthaus fast vollständig zerstört wurde. Teile der historischen Klosteranlage blieben jedoch erhalten und prägen das Ortsbild bis heute.

📖 Geschichten, die weiterleben

Auf dem Weg von Karthaus nach Giggelberg begegnen uns nicht nur Bergwälder, Wiesen und die steilen Hänge des Schnalstals, sondern auch eine Landschaft, deren Geschichte eng mit Klosterleben, Bergbauern und alten Wegen verbunden ist.

Der Meraner Höhenweg führt dabei vielfach über Wege, die älter sind als der heutige Fernwanderweg. Die Geschichte lebt nicht nur in den Mauern von Karthaus oder Katharinaberg weiter, sondern auch in den Höfen und Wiesen, die den Weg begleiten.

Gerade diese Verbindung aus Natur, Geschichte und überlieferten Geschichten macht den letzten Abschnitt der Alpenüberquerung besonders.

➡️ 📖 Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🌲 Vom Schnalstal zum Naturnser Sonnenberg

Die Landschaft verändert sich auf dieser Etappe deutlich.

Nach den hochalpinen Tagen bestimmen nun Wälder, Wiesen und trockene Sonnenhänge das Bild. Der Naturnser Sonnenberg ist durch seine besondere Lage geprägt und bildet einen starken Gegensatz zur Gletscherwelt, die noch wenige Kilometer weiter nördlich beginnt.

🌾 Landschaft der Bergbauern

Die Wiesen und Höfe sind kein zufälliges Landschaftsbild.

Viele Flächen werden seit Generationen bewirtschaftet. Die steilen Hänge machen die Arbeit schwierig und an manchen Stellen ist eine maschinelle Bewirtschaftung kaum möglich.

Dadurch bleibt eine Kulturlandschaft erhalten, in der sich Natur und Landwirtschaft unmittelbar miteinander verbinden.

🏔️ Blick auf Vinschgau und Ortlergruppe

Immer wieder öffnet sich der Blick über den Vinschgau.

Bei klarer Sicht reicht die Aussicht bis zu den Gipfeln der Ortlergruppe. Besonders eindrucksvoll ist Schloss Juval, das auf einem Felsen am Eingang des Schnalstals liegt.

🪨 Lahnbachgraben

Im Lahnbachgraben verändert sich die Landschaft noch einmal.

Der Weg taucht in einen engen Geländeeinschnitt ein. Stufen, Steige, Sicherungen und die Hängeseilbrücke führen durch diesen Abschnitt.

Die 1.000-Stufen-Schlucht ist damit nicht nur ein technisches Wegerlebnis, sondern auch ein Beispiel dafür, wie der Meraner Höhenweg schwierigstes Gelände für Wanderer erschließt.


📸 Die schönsten Momente der Etappe

🏛️ Karthaus hinter den Klostermauern

Der Start in Karthaus hat einen besonderen Charakter.

Die alten Klostermauern erinnern daran, dass hier jahrhundertelang Kartäusermönche lebten. Heute beginnt genau an diesem geschichtsträchtigen Ort unser Weg zum Meraner Höhenweg.

🌄 Der Blick zurück ins Schnalstal

Mit jedem Höhenmeter verändert sich der Blick.

Das Schnalstal liegt zunehmend unter uns und die Landschaft öffnet sich. Zwischen Wald und Wiesen tauchen immer wieder die Höfe auf, die diese Hänge seit Generationen prägen.

🏰 Schloss Juval

Dann erscheint Schloss Juval.

Der Bau sitzt weithin sichtbar auf seinem Felsen am Eingang des Schnalstals. Aus der Entfernung wirkt er fast wie ein Teil des Berges.

Schloss Juval ist heute Wohnsitz von Reinhold Messner und beherbergt das MMM Juval. Das Schloss selbst blickt auf rund 1.500 Jahre Geschichte zurück.

🪜 Die 1.000 Stufen

Der Lahnbachgraben ist der Abschnitt, an dem sich die Etappe noch einmal ganz anders zeigt.

Nach den langen Höhenwegen der vergangenen Tage geht es plötzlich über Stufen, durch die Schlucht und über die Hängeseilbrücke.

Ein Wegabschnitt, der im Gedächtnis bleibt.

🏁 Giggelberg

Am Ende öffnet sich der Weg wieder.

Giggelberg ist erreicht. Die Bergstation der Texelbahn liegt hier auf 1.586 Metern. Wer nun mit der Seilbahn weiterfahren möchte, kann das tun.

Wir sind allerdings zu Fuß über die Alpen gegangen.

Und deshalb ist auch dieser Abschnitt für uns zu Fuß zurückgelegt.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

🪑 Rastplätze

Lärchenwälder des Fuchsbergs
Holzbänke bieten Möglichkeiten für eine kurze Rast.

Aussichtsplattform Gufel
Kurze Rastmöglichkeit mit Blick ins Etschtal.

🍽️ Einkehr

Auf der Etappe liegen mehrere Einkehrmöglichkeiten:

  • Montferthof

  • Kopfronhof

  • Linthof

  • Hofschank Unterperfl

  • Gasthaus Unterstell

  • Berggasthaus Giggelberg

Diese Einkehrmöglichkeiten sind auch in der aktuellen Outdooractive-Beschreibung aufgeführt.

🛏️ Übernachtung

Berggasthaus Giggelberg
📞 +39 0473 967566

Das Berggasthaus liegt direkt am Etappenziel bei Giggelberg.


💡 Wissenswertes zur Etappe

🥾 Der Meraner Höhenweg

Der Meraner Höhenweg trägt die Markierung Nr. 24 und umrundet die Texelgruppe auf einer Länge von knapp 100 Kilometern.

Der Weg wurde am 30. Juni 1985 in Katharinaberg offiziell eröffnet. Bei seiner Planung wurden zahlreiche ältere Wege der Bergbauern miteinander verbunden.

🚡 Die Seilbahnen am Meraner Höhenweg

Der Meraner Höhenweg ist heute an mehreren Stellen mit Bergbahnen erreichbar. Unter anderem führt die Texelbahn von Partschins nach Giggelberg; auch die Seilbahn Unterstell ermöglicht einen Zugang zum Höhenweg.

Für eine normale Wanderung ist das praktisch.

Für unsere Alpenüberquerung war es keine Option.

🏰 Schloss Juval

Schloss Juval liegt oberhalb des Eingangs zum Schnalstal und ist heute eines der Messner Mountain Museen. Die Anlage beherbergt unter anderem Sammlungen zu den Bergen und Kulturen der Welt.

👉 Outdooractive – Zu Fuß über die Alpen Bregenz Meran 14


⚠️ Hinweise zur Tour

Die Etappe ist mit T2 schwer eingestuft. Besonders die Länge von 18,9 Kilometern und die 1.294 Höhenmeter im Aufstieg machen sie zu einer anspruchsvollen Tagesetappe.

Besondere Aufmerksamkeit verlangt die 1.000-Stufen-Schlucht am Lahnbachgraben.

Dort befinden sich:

  • zahlreiche Metall-, Holz- und Steinstufen

  • kurze gesicherte Passagen

  • eine Hängeseilbrücke

  • steile Abschnitte

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Bei Nässe können die Stufen rutschig werden. Entsprechend sollte die Wetterlage vor dem Start berücksichtigt werden.

📞 Bergrettung / Notruf: 112


🎒 Ausrüstung

🥾 Etappentour

Für diese Etappe sind vor allem feste, gut eingelaufene Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle wichtig. Die vielen Stufen und die schmalen Pfade verlangen einen sicheren Tritt.

Tagesgepäck:

  • 20–30-Liter-Rucksack mit Regenschutz

  • 1,5–2 Liter Trinkwasser

  • ausreichend Verpflegung für die Etappe

  • Regenjacke und Regenhose

  • leichte warme Jacke

  • Sonnenkappe und Sonnenschutz

  • Wanderstöcke, besonders für die vielen Stufen hilfreich

  • Erste-Hilfe-Set

  • Mobiltelefon mit Offline-Karte/GPS

  • Stirnlampe

  • Ausweis und Krankenversicherungskarte

Die konkrete Grundausrüstung entspricht den aktuellen OA-Empfehlungen; für diese Etappe sind besonders griffiges Schuhwerk, Regenschutz und ein sicherer Umgang mit den vielen Stufen wichtig.

👉 Outdooractive – aktuelle Etappeninformationen und GPX

🎒 Mehrtagestour

Wer die Strecke als Teil einer Mehrtagestour geht, sollte zusätzlich einplanen:

  • 30–40-Liter-Rucksack mit Regenschutz

  • Wechselkleidung

  • zusätzliche Wandersocken

  • Hüttenschlafsack, falls benötigt

  • Hygieneartikel

  • kleines Handtuch

  • Powerbank

  • persönliche Medikamente

  • Touren- und Notfallkontakte

  • ausreichend Bargeld

🧳 Gepäcktransfer

Für diese Etappe ist kein Gepäcktransfer bekannt.

👉 Outdooractive – Zu Fuß über die Alpen Bregenz Meran 14


🔗 Verbindung

🚌 ÖPNV

Karthaus ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von Meran führt eine Busverbindung weiter nach Karthaus. Outdooractive nennt Karthaus ausdrücklich als mit Bahn und Bus erreichbaren Ausgangspunkt.

🚗 PKW

Von Meran führt die SS38 in Richtung Schnalstal / Vernagt nach Karthaus.

🅿️ Parken

In Karthaus befindet sich im Ortszentrum ein großer kostenloser, unbewachter Parkplatz nahe der historischen Klosteranlage.

🚡 Und die Texelbahn?

In Giggelberg endet die Etappe an der Bergstation der Texelbahn.

Für viele Wanderer ist das eine bequeme Möglichkeit, den Höhenweg zu verlassen.

Für uns war der Gedanke ein anderer:

Die Seilbahn darf locken. Wir gehen trotzdem zu Fuß.

Die praktische Anreise und der aktuelle Verlauf sind in der Outdooractive-Etappe dokumentiert.


⭐ Mein Eindruck

Diese Etappe fühlt sich anders an als die Tage zuvor.

Die großen Höhen der Ötztaler Alpen liegen hinter uns. Der letzte 3.000er ist überschritten, die Hochalpen sind überwunden.

Doch gerade jetzt zeigt sich, dass eine Alpenüberquerung nicht nur aus Gipfeln und Pässen besteht.

Der Weg nach Meran führt durch eine vom Menschen geprägte Landschaft. Bergbauernhöfe, Wiesen, Wälder und alte Wege erzählen davon, wie Menschen seit Generationen mit den steilen Hängen leben.

Und dann kommt die 1.000-Stufen-Schlucht.

Sie erinnert noch einmal daran, dass auch der vermeintlich ruhigere Abschnitt seine Herausforderungen bereithält.

Am Ende steht Giggelberg.

Die Seilbahn könnte uns nun bequem ins Tal bringen.

Aber für mich gehört auch dieser Moment zur Idee dieser Alpenüberquerung:

Wenn "Zu Fuß über die Alpen" draufsteht, dann geht man sie auch zu Fuß.

Die Hochalpen sind überwunden.

Meran ist nah – aber der letzte Schritt ist noch nicht getan.


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Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.


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