🥾 Westweg Etappe 4: Mummelsee – Kniebis 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Die vierte Etappe des Westwegs führt vom mystischen Mummelsee über aussichtsreiche Höhenwege, stille Wälder und historische Pfade bis zum Kniebis. Sie verbindet die raue Offenheit der Hornisgrinde‑Region mit den weichen, waldreichen Höhen des Nordschwarzwalds. Diese Etappe ist ein Übergang – landschaftlich, atmosphärisch und erzählerisch.

Der Weg beginnt am dunklen Karsee, dessen Sagen und Geschichten seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen prägen. Von dort führt die Route über breite Höhenwege, durch lichte Wälder und vorbei an Aussichtspunkten, die weite Blicke über Täler und Höhenzüge ermöglichen. Die Landschaft wirkt offener als in den vorherigen Etappen, gleichzeitig aber ruhiger und sanfter.

Auf 25,8 Kilometern erleben Wandernde eine Etappe, die weniger steil, dafür umso panoramareicher ist. Die Region rund um Seebach, Alexanderschanze und Kniebis ist geprägt von Geschichte, Waldnutzung und alten Verkehrswegen. Jeder Abschnitt erzählt ein eigenes Kapitel – von Natur, Kultur und den Spuren vergangener Zeiten.


📋 Tourensteckbrief

📍 Region: Nordschwarzwald · Hornisgrinde · Seebach · Kniebis

🥾 Fernwanderweg: Westweg

🚩 Start: Mummelsee

🏁 Ziel: Kniebis

📏 Länge: 25,8 km

⏱️ Dauer: 6:45 h

⬆️ Höhenmeter Aufstieg: 469 hm

⬇️ Höhenmeter Abstieg: 597 hm

⛰️ Höchster Punkt: 1.076 m

⬇️ Tiefster Punkt: 879 m

⚫🔴 Wegmarkierung: Rote Raute auf weißem Grund

🎯 Charakter: T2 schwer · aussichtsreich · familienfreundlich · kulturell / historisch · geologische Highlights · Flora · Fauna · hundefreundlich mit Bahn und Bus erreichbar · Von A nach B · Etappentour · Einkehrmöglichkeit


🗺️ Karte & Tourenverlauf

Überblick Der Weg führt vom Mummelsee über die Hornisgrinde, vorbei am Dreifürstenstein und über die Höhen der Schwarzwaldhochstraße bis zum Kniebis.

🥾 Einordnung des Weges

Gesamtweg: Westweg: Pforzheim – Basel (Westvariante · angepasst über Kniebis)
Der Klassiker unter den Fernwanderwegen durch den gesamten Schwarzwald bis zum Rheinknie.

➡️ Link zur Gesamtetappe

🥾 Der Weg in 11 Etappen

🥾 1. Etappe: Pforzheim – Dobel
Vom Goldenen Tor durch den Nordschwarzwald nach Dobel.
➡️ Link zur Etappe
🥾 2. Etappe: Dobel – Forbach
Durch Wälder und über aussichtsreiche Höhen nach Forbach.
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🥾 3. Etappe: Forbach – Mummelsee
Durch das Murgtal und über die Schwarzwaldhöhen zum Mummelsee.
➡️ Link zur Etappe
🥾 4. Etappe: Mummelsee – Kniebis
Über die Hornisgrinde und den Höhenkamm zum Kniebis.
➡️ Link zur Etappe
🥾 5. Etappe: Kniebis – Brandenkopf
Durch den Mittleren Schwarzwald zum Brandenkopf..
➡️ Link zur Etappe
🥾 6. Etappe: Brandenkopf – Wilhelmshöhe (Schonach)
Über aussichtsreiche Höhen nach Wilhelmshöhe.
➡️ Link zur Etappe
🥾 7. Etappe: Wilhelmshöhe – Kalte Herberge
Durch den Hochschwarzwald zur Kalten Herberge.
➡️ Link zur Etappe
🥾 8. Etappe: Kalte Herberge – Hinterzarten (Westliche Variante)
Über die Westvariante nach Hinterzarten.
➡️ Link zur Etappe
🥾 9. Etappe: Hinterzarten – Wiedener Eck
Durch den südlichen Hochschwarzwald zum Wiedener Eck.
➡️ Link zur Etappe
🥾 10. Etappe: Wiedener Eck – Kandern
Vom Schwarzwald über aussichtsreiche Höhen nach Kandern.
➡️ Link zur Etappe
🥾 11. Etappe: Kandern – Basel (Westliche Variante)
Durch den Südschwarzwald bis zum Ziel in Basel.
➡️ Link zur Etappe

🌲 Die Wanderung

Die Etappe beginnt am Mummelsee, einem der bekanntesten Karseen des Schwarzwalds. Der Weg führt zunächst über breite Höhenwege, die weite Ausblicke über die umliegenden Täler ermöglichen. Die Landschaft wirkt offen, freundlich und zugleich kraftvoll – ein typischer Charakterzug der Hornisgrinde‑Region.

Weiter geht es durch lichte Wälder, über historische Pfade und entlang von Aussichtspunkten, die den Blick weit über den Nordschwarzwald schweifen lassen. Die Wege sind abwechslungsreich, mal breit und bequem, mal schmal und naturbelassen. Die Region rund um die Alexanderschanze erzählt von alten Grenzverläufen, historischen Straßen und militärischer Vergangenheit.

Der Kniebis bildet den ruhigen Abschluss dieser Etappe. Der Höhenort ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Übergang und Rastpunkt – ein Ort, an dem sich Geschichte und Natur auf besondere Weise begegnen.


🏰 Historische Orte entlang des Weges

🏰 Hornisgrinde 

 Höchster Berg des Nordschwarzwalds, geprägt von Hochmooren, Grinden und dem 1891 errichteten Bismarckturm.

🏰 Dreifürstenstein 

 Historischer Grenzpunkt, an dem die Territorien von Baden, Württemberg und der Kurpfalz zusammentrafen.

🏰 Kniebis 

 Traditioneller Höhenort, früher wichtiger Passübergang und Standort eines Klosters sowie später einer Zollstation.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

Wo Menschen seit Jahrhunderten leben, entstehen Geschichten. Entlang des Westwegs begegnen Wandernde alten Überlieferungen, geheimnisvollen Orten und regionalen Sagen. 

📜 Die Blaue Blume vom Mummelsee

Der Mummelsee liegt still wie ein schwarzer Spiegel unter der Hornisgrinde. In manchen Nächten soll eine blaue Blume auf dem Wasser erscheinen — ein Zeichen für jene, die den Mut haben, dem Geheimnis des Sees zu folgen. 

👉 Zur Sage  

📜 Der Wilde Jäger vom Kniebis

Über den dunklen Höhen des Kniebis jagt ein ruheloser Geist durch die Wälder. Man hört ihn nur, wenn der Wind aus Westen kommt — ein fernes Hallen, das zwischen den Tannen hängen bleibt. 

📜 Die Nixe vom Wildsee

Eine Wasserfrau, die im stillen Moorauge des Wildsees erscheint und Wandernde mit Schönheit, Sehnsucht und einem uralten Bann berührt.

👉 Zur Sage 

Weitere literarische Geschichten und Sagen:

👉 https://www.die-literarische-galerie.de/sagen-fabeln-marchen/ 


🌿 Natur & Landschaft

Der Fernwanderweg führt durch unterschiedliche Naturräume:

🌲 Tannen‑ und Fichtenwälder 

⛰️ Grindenflächen und Hochmoore der Hornisgrinde 

🌾 offene Höhenwege entlang der Schwarzwaldhochstraße 

💧 Karsee‑Landschaft am Mummelsee

Die Etappe zeigt die typische Vielfalt der Schwarzwaldhöhen – von mystischen Seen bis zu offenen Bergkuppen.


📸 Höhepunkte der Wanderung

Aufstieg zur Hornisgrinde Der Weg führt vom Mummelsee hinauf auf den höchsten Berg des Nordschwarzwalds. Die Hochmoore und Grindenflächen gehören zu den ältesten Naturräumen der Region und bieten weite Ausblicke über die Rheinebene.

Dreifürstenstein Ein markanter Grenzpunkt, an dem sich einst drei bedeutende Territorien trafen. Heute ist er ein kulturhistorischer Höhepunkt und ein Symbol für die wechselvolle Geschichte des Schwarzwalds.

Aussichtsreiche Höhenwege Die Wege entlang der Schwarzwaldhochstraße bieten weite Panoramen über Täler, Höhenzüge, Rheinebene und Vogesen. Viele dieser Wege wurden bereits im 18. Jahrhundert als strategische Routen genutzt.

Hochmoore und Grindenlandschaften Die offenen Flächen der Hornisgrinde entstanden durch jahrhundertelange Beweidung und Rodung. Heute sind sie ein seltenes Biotop mit Wollgras, Torfmoosen und einzigartiger Vegetation.

Ankunft am Kniebis Der traditionsreiche Höhenort war über Jahrhunderte ein wichtiger Übergang zwischen den Tälern. Heute verbindet er Natur, Geschichte und moderne Infrastruktur.


🛏️ Übernachtung · 🍽️ Einkehr · ⛺ Rastmöglichkeiten

Ausführliche Angaben zu Übernachtung, Einkehr und Rastmöglichkeiten finden Sie in den einzelnen Etappenbeschreibungen. Grundsätzlich besteht an jedem Start‑ und Endpunkt der Etappe die Möglichkeit zur Übernachtung.

Entlang der Strecke sind Rastplätze vorhanden, und Einkehrmöglichkeiten werden – sofern sie direkt am Weg liegen – in den jeweiligen Etappen gesondert aufgeführt.


💡 Wissenswertes

– Die Hornisgrinde ist mit 1.164 m der höchste Berg des Nordschwarzwalds und prägt das Klima der Region.
– Die Grindenflächen entstanden durch jahrhundertelange Beweidung; ohne Pflege würden sie wieder zu Wald werden.
– Der Dreifürstenstein markierte über Jahrhunderte die Grenze zwischen drei Territorien und ist ein bedeutendes kulturhistorisches Denkmal.
– Die Schwarzwaldhochstraße zählt zu den ältesten touristischen Panoramastraßen Deutschlands und wurde bereits im 18. Jahrhundert genutzt.
– Der Kniebis war Standort eines Klosters, später einer Zollstation und ist heute ein wichtiger Ausgangspunkt für Wander‑ und Wintersportwege.


🎒 Ausrüstung

Fernwanderung T1–T3 

Wanderschuhe
wetterfeste Kleidung
Rucksack mit Regenschutz
Erste‑Hilfe‑Set
Navigation
Trinkflasche
Sonnenschutz
Regenbekleidung

Lange Fernwanderungen zusätzlich:

größerer Rucksack
Wechselkleidung
Stirnlampe
Powerbank
zusätzliche Verpflegung
persönliche Medikamente

Hinweis zum Gepäcktransport 

Bei vielen Fernwanderwegen besteht die Möglichkeit, das Hauptgepäck zwischen den Etappen transportieren zu lassen. Der Gepäcktransport sollte vor Reisebeginn oder direkt über die Unterkunft organisiert werden.


⭐ Mein Eindruck

Diese Etappe hat eine besondere Ruhe, die sich aus der Mischung von offenen Höhenwegen und lichten Wäldern ergibt. Der Mummelsee setzt einen mystischen Anfang, während die weiten Ausblicke und historischen Orte den Weg erzählerisch tragen. Die Alexanderschanze wirkt wie ein stiller Zeuge vergangener Zeiten, und der Kniebis empfängt mit einer warmen, geschichtsträchtigen Atmosphäre. Die Landschaft wirkt freundlich und zugleich kraftvoll. Genau hier zeigt sich, wie Wege Geschichten erzählen – leise, weit und voller Schwarzwaldcharakter.


⭐ Wanderwelten

Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.


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