🥾 Westweg Etappe 3: Forbach – Mummelsee 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Die dritte Etappe des Westwegs gehört zu den eindrucksvollsten Abschnitten des gesamten Fernwanderwegs. Sie führt vom tief eingeschnittenen Murgtal hinauf auf die mächtigen Höhen der Hornisgrinde und endet am sagenumwobenen Mummelsee. Es ist eine Etappe voller Kontraste: unten das rauschende Tal, oben die weiten Höhen des Nordschwarzwalds.

Der Weg beginnt in Forbach, einem Ort mit langer Tradition und markanter Holzbrücke, und steigt von Beginn an kräftig an. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft: Die Wälder werden dunkler, die Pfade steiler, und die Aussicht weiter. Der Aufstieg zur Hornisgrinde ist fordernd, aber er belohnt mit einem der großartigsten Panoramen des Schwarzwalds.

Auf 24,1 Kilometern erleben Wandernde eine Etappe, die Kraft, Ausdauer und Aufmerksamkeit verlangt. Die Landschaft erzählt von Waldwirtschaft, alten Pfaden, rauem Klima und der besonderen Atmosphäre der Schwarzwaldhöhen. Jeder Abschnitt ist ein Kapitel – wild, weit und voller Geschichte.


📋 Tourensteckbrief

📍 Region: Nordschwarzwald · Murgtal · Hornisgrinde · Mummelsee

🥾 Fernwanderweg: Westweg

🚩 Start: Forbach

🏁 Ziel: Mummelsee

📏 Länge: 24,1 km

⏱️ Dauer: 7:30 h

⬆️ Höhenmeter Aufstieg: 1.241 hm

⬇️ Höhenmeter Abstieg: 521 hm

⛰️ Höchster Punkt: 1.164 m

⬇️ Tiefster Punkt: 290 m

⚫🔴 Wegmarkierung: Rote Raute auf weißem Grund

🎯 Charakter: T2 schwer · aussichtsreich · familienfreundlich · kulturell / historisch · geologische Highlights · Flora · Fauna · hundefreundlich mit Bahn und Bus erreichbar · Von A nach B · Etappentour · Einkehrmöglichkeit


🗺️ Karte & Tourenverlauf

Überblick Der Weg führt von Forbach steil hinauf durch Wälder und über Felssteige, weiter über die Höhen des Nordschwarzwalds bis zum Mummelsee unterhalb der Hornisgrinde.

Etappenübersicht: Etappe 3: Forbach – Mummelsee


🌲 Die Wanderung

Die Etappe beginnt im Murgtal und führt sofort in einen langen, anspruchsvollen Anstieg. Der Weg windet sich durch dichte Wälder, über alte Pfade und steile Passagen, die den Charakter des Nordschwarzwalds eindrucksvoll zeigen. Die Geräusche des Tals verschwinden, und die Stille des Waldes übernimmt.

Mit zunehmender Höhe öffnen sich immer wieder Ausblicke über das Murgtal und die umliegenden Höhenzüge. Der Weg führt weiter zur Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds. Die Landschaft wird offener, rauer und windgeprägter – ein Kontrast zu den dunklen Wäldern des unteren Abschnitts.

Der Mummelsee bildet den atmosphärischen Abschluss dieser Etappe. Der dunkle Karsee, umgeben von steilen Hängen und Sagen, ist einer der bekanntesten Orte des Schwarzwalds und ein stimmungsvoller Endpunkt.


🏰 Historische Orte entlang des Weges

🏰 Forbach Traditioneller Schwarzwaldort mit jahrhundertealter Holzbaukultur und markanter Brücke über die Murg.

🏰 Hornisgrinde Höchster Berg des Nordschwarzwalds, historischer Grenzpunkt und Standort des 1891 errichteten Bismarckturms.

🏰 Mummelsee Einer der bekanntesten Karseen des Schwarzwalds, seit Jahrhunderten Ziel von Reisenden und Mittelpunkt regionaler Überlieferungen.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

(wird im zweiten Schritt ergänzt)


🌿 Natur & Landschaft

Der Fernwanderweg führt durch unterschiedliche Naturräume:

🌲 tiefe Tannen‑ und Fichtenwälder 

⛰️ steile Anstiege und Felssteige 

🌾 Grindenlandschaften und Hochmoore der Hornisgrinde 

💧 dunkler Karsee am Mummelsee

Die Etappe zeigt die ganze Vielfalt des Nordschwarzwalds – von wilden Tälern bis zu offenen Höhen.


📸 Höhepunkte der Wanderung

Steiler Anstieg aus dem Murgtal Der Aufstieg aus Forbach gehört zu den markantesten Passagen des gesamten Westwegs. Auf alten Steigen, die früher von Waldarbeitern und Köhlern genutzt wurden, gewinnt man schnell an Höhe. Die Hänge des Murgtals sind hier besonders steil, da sich die Murg über Jahrtausende tief in den Granit eingeschnitten hat.

Felssteige und aussichtsreiche Passagen Zwischen Forbach und der Hochfläche wechseln sich schmale Pfade, Felsstufen und wurzelige Steige ab. Immer wieder öffnen sich Fenster ins Tal, die den Blick auf die Murg, die Holzbrücke und die umliegenden Höhen freigeben. Diese Abschnitte vermitteln ein fast alpines Gefühl.

Hochmoore und Grindenflächen der Hornisgrinde Die Hornisgrinde ist geprägt von seltenen Hochmooren, die zu den ältesten Naturräumen des Schwarzwalds gehören. Das Grindenplateau entstand durch jahrhundertelange Beweidung und Rodung. Heute sind die offenen Flächen ein einzigartiges Biotop mit Wollgras, Torfmoosen und weiten Blicken über die Rheinebene.

Bismarckturm und weite Panoramablicke Der 1891 errichtete Bismarckturm steht auf dem südlichen Gipfel der Hornisgrinde. Von hier reicht der Blick bei klarer Sicht über die Rheinebene bis zu den Vogesen. Die exponierte Lage macht diesen Punkt zu einem der eindrucksvollsten Aussichtspunkte des Nordschwarzwalds.

Mummelsee als atmosphärischer Abschluss Der Mummelsee ist ein typischer Karsee aus der letzten Eiszeit. Seine dunkle Wasserfläche, die steilen bewaldeten Hänge und die Lage unterhalb der Hornisgrinde verleihen ihm eine besondere Stimmung. Seit Jahrhunderten ist er Ziel von Reisenden, Pilgern und später auch Wandernden.


🛏️ Übernachtung · 🍽️ Einkehr · ⛺ Rastmöglichkeiten

Ausführliche Angaben zu Übernachtung, Einkehr und Rastmöglichkeiten finden Sie in den einzelnen Etappenbeschreibungen. Grundsätzlich besteht an jedem Start‑ und Endpunkt der Etappe die Möglichkeit zur Übernachtung.

Entlang der Strecke sind Rastplätze vorhanden, und Einkehrmöglichkeiten werden – sofern sie direkt am Weg liegen – in den jeweiligen Etappen gesondert aufgeführt.


💡 Wissenswertes

Die Hornisgrinde ist mit 1.164 m der höchste Berg des Nordschwarzwalds Sie bildet die Wetterscheide zwischen Rheinebene und Schwarzwald und ist bekannt für starke Winde und schnelle Wetterwechsel. Auf dem Plateau befand sich bis 1999 ein militärisches Sperrgebiet, das heute wieder zugänglich ist.

Die Grindenflächen entstanden durch jahrhundertelange Beweidung und Rodung Schäfer trieben ihre Herden auf die Höhen, wodurch lichte, fast tundraartige Landschaften entstanden. Heute werden die Grinden durch gezielte Pflege offen gehalten, um das einzigartige Ökosystem zu erhalten.

Der Mummelsee ist ein typischer Karsee aus der letzten Eiszeit Er entstand durch Gletscherbewegungen und ist bis zu 18 Meter tief. Der See ist von Legenden um Nixen, Geister und unterirdische Paläste umgeben und zählt zu den meistbesuchten Naturorten des Schwarzwalds.

Die Etappe gilt als eine der anspruchsvollsten und eindrucksvollsten des gesamten Westwegs Der starke Höhenunterschied, die Vielfalt der Landschaften und die Kombination aus Tal, Fels, Wald und Hochfläche machen sie zu einem Höhepunkt der gesamten Route. Viele Wandernde empfinden sie als "Königsetappe" des Nordschwarzwalds.


🎒 Ausrüstung

Fernwanderung T1–T3 Wanderschuhe wetterfeste Kleidung Rucksack mit Regenschutz Erste‑Hilfe‑Set Navigation Trinkflasche Sonnenschutz Regenbekleidung

Lange Fernwanderungen zusätzlich größerer Rucksack Wechselkleidung Stirnlampe Powerbank zusätzliche Verpflegung persönliche Medikamente

Hinweis zum Gepäcktransport Bei vielen Fernwanderwegen besteht die Möglichkeit, das Hauptgepäck zwischen den Etappen transportieren zu lassen. Der Gepäcktransport sollte vor Reisebeginn oder direkt über die Unterkunft organisiert werden.


⭐ Mein Eindruck

Diese Etappe hat eine besondere Wucht: Der Aufstieg aus dem Murgtal fordert, aber er öffnet Schritt für Schritt den Blick auf die großen Höhen des Schwarzwalds. Die Hornisgrinde wirkt mit ihrer offenen Grindenlandschaft fast wie eine andere Welt – rau, weit und voller Atmosphäre. Der Mummelsee setzt einen mystischen Schlusspunkt, der tief nachhallt. Diese Etappe erzählt Geschichten von Kraft, Natur und der Faszination der Höhen. Genau hier zeigt sich, wie Wege Geschichten erzählen – wild, weit und voller Tiefe.