🥾 Zu Fuß über die Alpen Bozen Verona 21: Segonzano – Rifugio Sette Selle
✨ Wo Wege Geschichten erzählen
Von den Erdpyramiden hinauf in den Lagorai
Manche Etappen beginnen im Tal und enden hoch oben in den Bergen. Diese gehört dazu – und macht den Übergang besonders deutlich.
Von Segonzano führt der Weg zunächst durch die Landschaft des Cembratals. Mit den Erdpyramiden von Segonzano liegt gleich zu Beginn eine der außergewöhnlichsten geologischen Erscheinungen am Weg. Danach verändert sich die Landschaft Schritt für Schritt.
Über Bedollo und La Centrale verlässt der Weg die tieferen Lagen. Der Wald wird dichter, die Wege werden alpiner und die Höhenmeter sammeln sich. Was zunächst noch wie eine Wanderung durch die Kulturlandschaft des Trentino beginnt, entwickelt sich zu einem langen Aufstieg in die Bergwelt des Lagorai.
Mehr als 2.000 Höhenmeter liegen zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Etappe. Der Passo di Val Mattio auf 2.288 Metern markiert den höchsten Punkt, bevor weitere Übergänge über die Cima di Palù und die Pässe des Lagorai zum Rifugio Sette Selle führen.
Diese Etappe macht deutlich, was "Zu Fuß über die Alpen" bedeutet: keine Abkürzung, keine Seilbahn und kein Fahrzeug – sondern ein langer Tag, an dem jeder Höhenmeter mit den eigenen Beinen überwunden wird.
📋 Tourensteckbrief
- 🥾 Etappe: Segonzano – Rifugio Sette Selle
- 📏 Strecke: 21,1 km
- ⏱️ Dauer: 9:55 h
- ⬆️ Aufstieg: 2.176 hm
- ⬇️ Abstieg: 863 hm
- ⛰️ Höchster Punkt: 2.288 m
- 🌄 Tiefster Punkt: 626 m
- 🥾 Schwierigkeit: T2 – schwer
- 💪 Fitnessanforderung: sehr anspruchsvoll
- 🏔️ Charakter: langer und höhenmeterreicher Aufstieg in die alpine Bergwelt des Lagorai
- 🚌 Erreichbarkeit: mit Bahn und Bus erreichbar
- 🔄 Streckenart: Von A nach B / Etappentour
- 🌄 Besonderheiten: aussichtsreich, Gipfel-Tour, geologische Highlights, Flora und Fauna
- 🍽️ Einkehr: wenige Möglichkeiten entlang der Strecke
- 🛏️ Etappenziel: Rifugio Sette Selle
🥾 Eigenschaften der Wanderung
- 🏔️ Schwerste Etappe der Alpenüberquerung – 21,1 km mit 2.176 Höhenmetern im Aufstieg
- ⬆️ Extremer Höhenanstieg – vom tiefsten Punkt bei 626 m hinauf bis auf 2.288 m
- 🪨 Geologischer Auftakt – die Erdpyramiden von Segonzano prägen den Beginn der Etappe
- 🌲 Wald- und Almwege – von den tieferen Lagen hinauf in die alpine Landschaft des Lagorai
- 🥾 Alpiner Übergang – Passo di Val Mattio, Cima di Palù und weitere hoch gelegene Übergänge bestimmen den zweiten Teil
- 🌄 Aussichtsreich – mit zunehmender Höhe öffnen sich die Blicke über die Bergwelt des Trentino
- 🧭 Orientierungsanspruch – im alpinen Gelände sind Wetter, Sicht und Wegführung besonders zu beachten
- 🥾 E5-Etappe – der Weg folgt zunächst dem E5 und wechselt im Bereich La Centrale auf die alpine Wegführung
- 🍽️ Wenige Einkehrmöglichkeiten – Verpflegung und ausreichend Getränke sollten bereits am Start mitgeführt werden
- 🛏️ Übernachtung auf der Höhe – das Rifugio Sette Selle ist Etappenziel und Unterkunft
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Die Etappe beginnt bei den Erdpyramiden von Segonzano auf 626 Metern und führt zunächst über Bedollo in Richtung La Centrale.
Hier beginnt der eigentliche Aufstieg in die Bergwelt des Lagorai. Über die Malga Stramaiolo und den Passo del Campivel geht es zum Rifugio Tonini und weiter in immer höhere Regionen.
Der Passo di Val Mattio auf 2.288 Metern bildet den höchsten Punkt der Etappe. Danach folgen weitere markante Übergänge, bevor mit dem Rifugio Sette Selle auf 2.014 Metern das Tagesziel erreicht wird.
Mit 2.176 Höhenmetern Aufstieg ist dies die höhenmeterreichste und körperlich anspruchsvollste Etappe der gesamten Alpenüberquerung.
🏞️ Charakter der Wanderung
Der Charakter der Etappe verändert sich deutlich.
Zu Beginn dominieren die geologischen Besonderheiten rund um Segonzano und die Kulturlandschaft des Cembratals. Mit Bedollo und La Centrale rückt die Bergwelt näher.
Danach beginnt ein langer und kontinuierlicher Aufstieg. Wälder, Almflächen und zunehmend offene alpine Landschaften begleiten den Weg. Mit zunehmender Höhe verändern sich auch Vegetation und Wetterbedingungen.
Der zweite Teil ist eindeutig alpin geprägt. Mehrere Pässe und hoch gelegene Übergänge verlangen Trittsicherheit, Kondition und eine sichere Orientierung.
Am Ende steht mit dem Rifugio Sette Selle eine hoch gelegene Schutzhütte im Val Laner. Der Weg dorthin ist kein kurzer Schlussanstieg, sondern der Abschluss eines außergewöhnlich langen Aufstiegs.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Die Etappe führt von Segonzano zunächst durch die Landschaft rund um die Erdpyramiden und über Bedollo nach La Centrale. Dort beginnt der lange alpine Aufstieg über die Malga Stramaiolo und den Passo del Campivel in den Lagorai. Über das Rifugio Tonini und den Passo di Val Mattio geht es über weitere hoch gelegene Übergänge bis zum Rifugio Sette Selle.
Segonzano → Erdpyramiden von Segonzano → Bedollo → La Centrale → Malga Stramaiolo → Passo del Campivel → Rifugio Tonini → Passo di Val Mattio 2.288 m → Cima di Palù → Passo Palù → Passo dei Garofani → Rifugio Sette Selle 2.014 m
Die Route folgt zunächst dem E5. Im Bereich La Centrale wird der E5 verlassen und auf eine alpine Wegführung gewechselt.
🥾 Einordnung des Weges
Etappe 21 bildet innerhalb der Alpenüberquerung "Zu Fuß über die Alpen Bozen – Verona" den großen Übergang vom Cembratal in die Hochlagen des Lagorai.
Nach den Weinbergen und tieferen Landschaften der vorherigen Etappe beginnt der Weg nun wieder deutlich an Höhe zu gewinnen. Die Erdpyramiden von Segonzano bilden dabei einen geologischen Auftakt, bevor sich die Landschaft über Bedollo und La Centrale zunehmend in Richtung Bergwelt verändert.
Mit 2.176 Höhenmetern Aufstieg ist diese Etappe die schwerste der gesamten Tour. Der Passo di Val Mattio auf 2.288 Metern markiert den höchsten Punkt. Doch auch danach ist der Aufstieg noch nicht beendet: Weitere Übergänge führen durch die alpine Landschaft des Lagorai zum Rifugio Sette Selle.
Damit steht diese Etappe exemplarisch für den Anspruch der Alpenüberquerung: Ein großer Höhenunterschied wird nicht durch technische Hilfsmittel überwunden, sondern ausschließlich zu Fuß.
🧗♂️ Der Weg in Etappen
Von Segonzano geht es über die Erdpyramiden und Bedollo nach La Centrale. Dort beginnt der lange Aufstieg über die Malga Stramaiolo und den Passo del Campivel zum Rifugio Tonini.
Anschließend führt die Route über den Passo di Val Mattio, die Cima di Palù und weitere Übergänge des Lagorai zum Rifugio Sette Selle im Val Laner.
🧭 Die Wanderung
Der Tag beginnt noch in der Landschaft des Cembratals. Die Erdpyramiden von Segonzano stehen dabei gleich zu Beginn für die geologische Vielfalt dieser Region.
Mit Bedollo und La Centrale verändert sich die Umgebung. Die Route gewinnt kontinuierlich an Höhe und führt über Wald- und Almwege immer weiter in die Bergwelt des Lagorai.
An der Malga Stramaiolo wird die alpine Landschaft zunehmend spürbar. Über den Passo del Campivel führt der Weg weiter zum Rifugio Tonini.
Von hier an nimmt der alpine Charakter nochmals zu. Die Route erreicht mit dem Passo di Val Mattio auf 2.288 Metern ihren höchsten Punkt. Der Weg führt durch eine Landschaft, in der Wetter und Sicht wesentlich stärker auf die Wanderung einwirken können als in den tieferen Lagen.
Mit der Cima di Palù und den weiteren Übergängen des Lagorai bleibt der Weg anspruchsvoll. Erst mit dem Rifugio Sette Selle ist das Tagesziel erreicht.
Die Zahlen dieser Etappe erzählen dabei bereits einen großen Teil ihrer Geschichte: 21,1 Kilometer sind es insgesamt, aber 2.176 Höhenmeter müssen auf diesem Weg nach oben bewältigt werden.
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
🪨 Die Erdpyramiden von Segonzano
Die Erdpyramiden bilden den außergewöhnlichen Auftakt dieser Etappe. Ihre Entstehung ist ein Zusammenspiel aus eiszeitlichen Ablagerungen und späterer Erosion.
Wasser und Verwitterung tragen das lockere Material ab. Größere Steine können dabei darunterliegendes Material schützen, während die Umgebung langsam erodiert. So entstehen die charakteristischen Türme und Säulen mit ihren schützenden Gesteinsblöcken.
Die Formen wirken beinahe wie von Menschenhand geschaffen und geben der Landschaft rund um Segonzano einen besonderen Charakter.
⛰️ Die Bergwelt des Lagorai
Mit dem Aufstieg in den Lagorai verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch die Geschichte des Weges. Die Berge waren über Jahrhunderte Lebensraum für Almwirtschaft, Forstwirtschaft und Wanderbewegungen zwischen den Tälern.
Heute steht hier vor allem die ursprüngliche Berglandschaft im Mittelpunkt. Die hoch gelegenen Wege verbinden Almflächen und Übergänge und führen durch eine Landschaft, die deutlich weniger vom Siedlungsraum geprägt ist als das Cembratal.
📜 Geschichten, die weiterleben
Diese Sagen sind nur ein Teil des reichen Erzählgutes des Trentino und der südlichen Alpen. Manche Geschichten sind eng mit Bergen, Seen und ungewöhnlichen Landschaftsformen verbunden, andere haben einen historischen Kern und wieder andere leben vor allem von der Fantasie ihrer Erzähler.
Auch auf der Literarischen Galerie haben wir Sagen, Legenden und Geschichten aus den Landschaften gesammelt, durch die unsere Wanderwege führen.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🌿 Natur und Landschaft
🪨 Die Erdpyramiden von Segonzano
Die Erdpyramiden gehören zu den auffälligsten geologischen Erscheinungen am Beginn der Etappe. Eiszeitliche Ablagerungen wurden durch Wasser und Erosion geformt und über lange Zeit zu den heutigen Säulen herausgearbeitet.
🌲 Von Segonzano nach La Centrale
Mit zunehmender Höhe verändert sich die Vegetation. Die Kulturlandschaft des Cembratals geht in Wald- und Berglandschaften über.
🌿 Malga Stramaiolo und die Almregion
Rund um die Almflächen öffnet sich der Wald immer wieder. Die Landschaft wird weiter und die Route gewinnt zunehmend alpinen Charakter.
⛰️ Der Lagorai
Im oberen Abschnitt bestimmen offene Berglandschaften, Fels, alpine Matten und hoch gelegene Übergänge das Bild. Der Lagorai vermittelt dabei einen deutlich ursprünglicheren Eindruck als die dichter besiedelten Landschaften der tieferen Täler.
🌄 Die Höhen über dem Cembratal
Mit jedem Höhenmeter verändert sich der Blick zurück. Das Cembratal liegt zunehmend tiefer, während die umliegenden Bergketten immer stärker den Horizont bestimmen.
📸 Die schönsten Momente der Wanderung
🪨 Die Erdpyramiden von Segonzano
Ein außergewöhnlicher geologischer Auftakt und ein deutlicher Kontrast zur alpinen Landschaft, die später am Tag erwartet.
🌄 Der Blick zurück ins Cembratal
Mit zunehmender Höhe öffnet sich der Blick auf die Landschaft, aus der der Weg gekommen ist.
🌲 Der Aufstieg zur Malga Stramaiolo
Wald und Almflächen begleiten den langen Anstieg.
🏔️ Der Passo di Val Mattio
Mit 2.288 Metern wird der höchste Punkt der Etappe erreicht.
⛰️ Die Übergänge des Lagorai
Cima di Palù, Passo Palù und Passo dei Garofani führen durch die alpine Bergwelt.
🛖 Das Rifugio Sette Selle
Nach mehr als 2.000 Höhenmetern Aufstieg ist die Hütte im Val Laner das Ziel eines außergewöhnlichen Wandertages.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
Die Etappe ist mit 21,1 Kilometern und 2.176 Höhenmetern Aufstieg sehr anspruchsvoll. Einkehrmöglichkeiten sind begrenzt. Deshalb sollte die Verpflegung bereits am Start ausreichend geplant werden.
🌿 Rastplätze und Rastmöglichkeiten
- 🪨 Erdpyramiden von Segonzano – Möglichkeit für eine erste Pause am Beginn der Etappe
- 🌲 Bedollo – Rast- und Versorgungsmöglichkeiten im Ort
- 🏔️ Malga Stramaiolo – Rastmöglichkeit im Bereich der Alm
- 🛖 Rifugio Tonini – Rast- und Einkehrmöglichkeit im alpinen Abschnitt
- ⛰️ Alpine Übergänge des Lagorai – natürliche Rastmöglichkeiten, jedoch ohne regelmäßige Versorgung
🍽️ Einkehrmöglichkeiten
- Rifugio Tonini – Einkehrmöglichkeit im alpinen Abschnitt; Öffnung und Bewirtschaftung vor der Tour prüfen
- Rifugio Sette Selle – Einkehr am Etappenziel
🛏️ Übernachtung am Etappenziel
Rifugio Sette Selle
Val del Laner
38050 Palù del Fersina TN, Italien
Tel. +39 331 706 5002
Das Rifugio Sette Selle liegt auf 2.014 Metern im Val Laner und ist das Etappenziel. Die Hütte verfügt über 24 Schlafplätze.
💡 Wissenswertes zur Wanderung
🪨 Die Erdpyramiden von Segonzano
Die Erdpyramiden sind durch Erosion aus eiszeitlichen Ablagerungen entstanden. Ihre charakteristische Form entsteht dort, wo größere Steine das darunterliegende Material vor der Erosion schützen.
⛰️ Der Lagorai
Der Lagorai gehört zu den ausgedehnten Berggruppen des Trentino. Die Landschaft ist durch Wälder, Almflächen, Fels und hoch gelegene Übergänge geprägt.
🏔️ Der höchste Punkt
Der Passo di Val Mattio erreicht 2.288 Meter und ist damit der höchste Punkt dieser Etappe.
🛖 Rifugio Sette Selle
Das Rifugio Sette Selle liegt auf 2.014 Metern im Val Laner und bietet am Ende der langen Etappe eine Übernachtungsmöglichkeit.
⚠️ Hinweise zur Tour
Die Etappe ist aufgrund von 2.176 Höhenmetern Aufstieg, der Länge von 21,1 Kilometern und des alpinen Geländes sehr anspruchsvoll.
Eine sehr gute Kondition, Trittsicherheit und ausreichende Bergerfahrung sind erforderlich.
Oberhalb der Waldgrenze können Wetter, Wind, Nebel und Temperaturen schnell wechseln. Bei Schnee oder Vereisung können die hoch gelegenen Passagen erheblich schwieriger werden.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern der Passo di Val Mattio, die Cima di Palù und die weiteren Übergänge bis zum Passo dei Garofani.
Da die Einkehrmöglichkeiten begrenzt sind, müssen ausreichend Getränke und Verpflegung mitgeführt werden.
Notruf Italien: 112
🎒 Ausrüstung
🥾 Ausrüstung für die Tagestour
- 🥾 feste, gut profilierte Wanderschuhe
- 🦯 Wanderstöcke für den langen Aufstieg und die späteren Abstiege
- 💧 ausreichend Trinkwasser
- 🥪 ausreichend Verpflegung für eine lange Etappe mit wenigen Einkehrmöglichkeiten
- 🧥 Regen- und Wetterschutz
- 🧤 warme Zusatzbekleidung für die hoch gelegenen Abschnitte
- 🧢 Sonnen- und Kälteschutz
- 🗺️ Karte und/oder GPS-Navigation
- 🔋 Mobiltelefon mit geladenem Akku und Powerbank
- 🩹 kleines Erste-Hilfe-Set
- 🔦 Stirnlampe für unerwartete Verzögerungen
🎒 Ausrüstung für die Mehrtagestour
Für die Alpenüberquerung gehört neben der persönlichen Mehrtagestour-Ausrüstung insbesondere Folgendes ins Gepäck:
- 🎒 Rucksack – ausreichend groß für die persönliche Ausrüstung der Mehrtagestour
- 🥾 Wanderschuhe – eingelaufen und für lange Bergwanderungen geeignet
- 🧦 Wechselbekleidung – Funktionswäsche, Wandersocken und zusätzliche Kleidung
- 🧥 Wetterschutz – Regenjacke und Regenschutz für den Rucksack
- 🧤 Wärmeschutz – warme Zusatzbekleidung für wechselnde Temperaturen in den Höhenlagen
- 🧢 Sonnenschutz – Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz
- 💧 Trinksystem – ausreichend Trinkflaschen oder Trinkblase
- 🗺️ Navigation – Smartphone/GPS mit den benötigten Tourdaten sowie Kartenmaterial als zusätzliche Orientierung
- 🔋 Stromversorgung – Ladegerät und Powerbank
- 🩹 Erste-Hilfe-Ausrüstung – persönliche Medikamente und kleines Erste-Hilfe-Set
- 🔦 Stirnlampe – für unerwartete Verzögerungen oder frühe Starts
- 🧴 Hygieneartikel – persönliche Wasch- und Hygieneausstattung
- 🪪 Dokumente und Zahlungsmittel – Ausweis, Krankenversicherungskarte und Zahlungsmittel
- 🛏️ Persönliche Übernachtungsausrüstung – entsprechend den gebuchten Unterkünften
Etappenspezifische Ergänzung: Die besonderen Anforderungen der jeweiligen Tagesetappe – etwa Orientierung, Wetterbedingungen, ausgesetzte Passagen oder zusätzliche Ausrüstung – sind jeweils unter 🥾 Ausrüstung für die Tagestour der einzelnen Etappen beschrieben.
Für die Etappe Segonzano – Rifugio Sette Selle sind dabei insbesondere 2.176 Höhenmeter Aufstieg, der höchste Punkt auf 2.288 Metern sowie die langen alpinen Abschnitte zu berücksichtigen.
🧳 Gepäcktransport
Ein organisierter Gepäcktransport ist für diese Etappe nicht Bestandteil der Route.
Wer die Alpenüberquerung mit Gepäcktransport plant, muss den Transport zwischen den Unterkünften individuell und rechtzeitig organisieren. Da das Etappenziel mit dem Rifugio Sette Selle hoch im Val Laner liegt, sollte eine mögliche Gepäckübernahme vorab mit der Unterkunft geklärt werden.
🔗 Verbindung
🚌 Anreise nach Segonzano
Segonzano ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Cembratal erreichbar. Die Verbindung sollte anhand des aktuellen Fahrplans vor Beginn der Etappe geprüft werden.
🚗 Anreise mit dem Pkw
Bei einer Streckenwanderung müssen Parkmöglichkeit und spätere Rückfahrt bereits vor dem Start berücksichtigt werden.
🚌 Rückreise vom Rifugio Sette Selle
Das Rifugio Sette Selle liegt oberhalb des Val Laner. Die Rückreise erfolgt nicht direkt von der Hütte aus. Für die Verbindung ins Tal und anschließend zurück zum Ausgangspunkt der Alpenüberquerung sollte ausreichend Zeit eingeplant und die aktuelle Verbindung vorab geprüft werden.
⭐ Mein Eindruck
Etappe 21 war für mich die große Kraftprobe dieser Alpenüberquerung. Die 21,1 Kilometer wirken auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich lang. Doch 2.176 Höhenmeter im Aufstieg verändern die Dimension dieser Wanderung grundlegend. Von den Erdpyramiden von Segonzano bis hinauf in die Bergwelt des Lagorai wird an diesem Tag ein Höhenunterschied überwunden, der die Etappe zu einer besonderen Herausforderung macht.
Besonders eindrucksvoll ist der Wechsel der Landschaft. Unten stehen die geologischen Formen der Erdpyramiden und die Kulturlandschaft des Cembratals. Oben bestimmen Wald, Almflächen, Fels und die weiten Bergformen des Lagorai das Bild.
Mit dem Passo di Val Mattio wird auf 2.288 Metern der höchste Punkt erreicht. Doch auch danach verlangt die Strecke noch Kraft, bevor mit dem Rifugio Sette Selle das Tagesziel erreicht ist.
Am Ende dieser Etappe verkündete mein Begleiter, dass er mit dem Bus nach Verona fahren werde. Eine Absprache darüber hatte es nicht gegeben. Ich ließ ihn ziehen.
Er bat mich, ihn weiterhin zu informieren und ihm Bilder per WhatsApp zu schicken. Das tat ich zunächst auch. Später erfuhr ich, dass er die Bilder offenbar dazu verwendete, zu Hause den Eindruck zu vermitteln, er würde die Wanderung weiterhin gemeinsam mit mir fortsetzen.
Das kann man halten, wie man will.
Für mich war damit die gemeinsame Wanderung zu Ende. Die gemeinsame Reise allerdings noch nicht. Mein Begleiter wartete in Verona auf mich. Dort trafen wir wieder zusammen und verbrachten noch einige Tage in der Stadt – natürlich gehörten auch Romeo und Julia zu unserem Aufenthalt.
So endete unsere gemeinsame Alpenüberquerung nicht mit einem Bruch, sondern mit unterschiedlichen Wegen zum selben Ziel. Ich kam zu Fuß nach Verona, er wartete dort auf mich. Und am Ende saßen wir gemeinsam in der Stadt, in der die Geschichte von Romeo und Julia bis heute weiterlebt.
⭐ Wanderwelten
Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.
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