🥾 Zu Fuß über die Alpen – Etappe 25: Rifugio Lancia bis Rifugio Campogrosso
✨ Wo Wege Geschichten erzählen
Der Weg vom Rifugio Lancia führt hinein in eine Landschaft, in der die Berge ihre Geschichte nicht verborgen haben. Am Pasubio liegen Stollen, Schützengräben und Stellungen im Gelände – Spuren eines Krieges, der selbst diese hoch gelegenen Felsen in eine Front verwandelte.
Über den Dente Austriaco und den Dente Italiano verläuft die Etappe durch einen Raum, dessen Namen schon von den einstigen Linien erzählen. Was heute ein anspruchsvoller Weg durch die Berge ist, war damals Teil einer Welt aus Bedrohung, Entbehrung und mühsamer Versorgung. Die Stille der Höhen lässt diese Vergangenheit nicht verschwinden; sie macht die Frage nach dem Leben der jungen Soldaten dort oben umso schwerer.
Doch der Weg bleibt nicht im Schatten der Geschichte. Hinter dem Pasubio öffnet sich das Sengio-Alto-Massiv. Monte Cornetto und Monte Baffelan zeichnen ihre markanten Formen in die Berglandschaft der Piccole Dolomiti. So führt diese Etappe durch zwei Welten: erst durch ein Gebirge, das von den Spuren des Krieges geprägt ist, dann weiter zwischen schroffen Gipfeln und hochalpinen Wegen zum Rifugio Campogrosso.
🥾 Tourensteckbrief
Start: Rifugio Vincenzo Lancia, 1.802 m
Ziel: Rifugio Campogrosso, 1.456 m
Strecke: 21 km
Dauer: 9:40 Stunden
Aufstieg: 1.454 Höhenmeter
Abstieg: 1.783 Höhenmeter
Höchster Punkt: Dente Austriaco, 2.230 m
Tiefster Punkt: SS46 bei Passo Pian delle Fugazze, 1.163 m
Schwierigkeit: T4 – schwer
Fitnessanforderung: sehr anspruchsvoll
Die aktuellen Tourendaten und die Wegführung sind bei Outdooractive veröffentlicht:
🥾 Eigenschaften der Wanderung
🏔️ Alpine Fernwanderetappe über den Pasubio
🏛️ Historische Frontlandschaft des Ersten Weltkriegs
🪨 Schützengräben, Stollen und militärische Anlagen
🧗 T4 – anspruchsvolle, teilweise ausgesetzte Wegabschnitte
🌄 Bergpanoramen am Pasubio und im Sengio-Alto-Massiv
⛰️ Höhenweg über Dente Austriaco und Dente Italiano
🥾 Lange Etappe mit steilen Auf- und Abstiegen
🍽️ Einkehrmöglichkeiten am Rifugio Gen. Achille Papa und Rifugio Campogrosso
🛏️ Übernachtungsmöglichkeit am Rifugio Campogrosso
Die Etappe verlangt sehr gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Outdooractive weist außerdem einen Abschnitt als Klettersteig aus. Vor dem Aufbruch müssen Wegführung, Bedingungen und erforderliche Ausrüstung geprüft werden.
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Vom Rifugio Lancia führt der Weg hinauf in das geschichtsträchtige Gelände des Pasubio. Über Sella del Roite und Selletta del Piccolo Roite erreicht die Route Dente Austriaco und Dente Italiano – zwei markante Höhen, an denen die Spuren des Ersten Weltkriegs bis heute sichtbar sind. An den Porte del Pasubio liegt das Rifugio Gen. Achille Papa.
Nach dem langen Abstieg durch die Galleria Gen. D'Havet erreicht der Weg den Passo Pian delle Fugazze. Dort beginnt der nächste anspruchsvolle Abschnitt: Über Monte Cornetto, Monte Baffelan und die Übergänge des Sengio-Alto-Massivs führt die Route weiter zum Rifugio Campogrosso.
Diese Etappe verbindet die beklemmende Geschichte des Pasubio mit einer eindrucksvollen Bergwanderung durch die Piccole Dolomiti. Der Wechsel von den ehemaligen Frontstellungen zu den schroffen Felsgestalten des Sengio Alto prägt ihren besonderen Charakter.
🏞️ Charakter der Wanderung
Etappe 25 führt tiefer in die Geschichte des Pasubio hinein als der Weg von Carbonare zum Rifugio Lancia. An den Denti, zwischen Stollen, Schützengräben und ehemaligen Stellungen, wird das Gebirge zur sichtbaren Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Die Route verlässt diese ernste Landschaft nicht mit einem einzigen Schritt: Erst am Passo Pian delle Fugazze endet der lange Abstieg vom Pasubio.
Dort beginnt die zweite Hälfte der Etappe. Der Weg steigt erneut hinauf ins Sengio Alto, wo Monte Cornetto und Monte Baffelan den Blick auf die Felswelt der Piccole Dolomiti lenken. Auf die Geschichte der Front folgt eine anspruchsvolle Höhenwanderung – ein markanter Wechsel, der dieser langen Etappe ihren besonderen Rhythmus gibt.
Mit 21 Kilometern, fast zehn Stunden Gehzeit und langen Auf- und Abstiegen verlangt die Tour viel Ausdauer. Die Einstufung T4 macht deutlich: Auch wenn die Landschaft zum Schauen einlädt, fordert der Weg immer wieder volle Aufmerksamkeit und sicheren Tritt.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Vom Rifugio Vincenzo Lancia führt der Weg zur Bocchetta delle Corde und über den E5 weiter in Richtung Sella del Piccolo Roite und Sella del Roite. Reste von Schützengräben, Stollen und weiteren militärischen Anlagen begleiten den Weg.
Über die Selletta del Piccolo Roite wird der Dente Austriaco erreicht. Von dort geht es zum Dente Italiano und weiter über die Selletta Damaggio zur Chiesetta di Santa Maria. An den Porte del Pasubio liegt das Rifugio Gen. Achille Papa.
Durch die Galleria Gen. D'Havet und auf Weg 179 führt die Route hinunter zum Passo Pian delle Fugazze. Anschließend steigt der Weg in das Sengio-Alto-Massiv. Über Monte Cornetto, Monte Baffelan und mehrere Übergänge geht es zum Rifugio Campogrosso.
Rifugio Vincenzo Lancia → Bocchetta delle Corde → Sella del Piccolo Roite → Sella del Roite → Selletta del Piccolo Roite → Dente Austriaco → Dente Italiano → Selletta Damaggio → Chiesetta di Santa Maria → Porte del Pasubio → Rifugio Gen. Achille Papa → Galleria Gen. D'Havet → Passo Pian delle Fugazze → Monte Cornetto → Monte Baffelan → Passo degli Onari → Cima del Forte Apostoli → Passo del Baffelan → Forcella del Baffelan → Passo delle Gane → Rifugio Campogrosso
🥾 Einordnung des Weges
Etappe 24 führte von Carbonare hinauf zum Rifugio Lancia. Die Gedanken an den Ersten Weltkrieg begleiteten schon diesen Weg. Mit Etappe 25 rückt diese Geschichte noch näher: Der Weg führt über den Pasubio, vorbei an Dente Austriaco und Dente Italiano, mitten durch die einstige Frontlandschaft.
Doch die Etappe bleibt nicht bei den Spuren des Krieges stehen. Hinter dem Passo Pian delle Fugazze öffnet sich mit dem Sengio-Alto-Massiv eine andere Bergwelt. Monte Cornetto und Monte Baffelan prägen den weiteren Weg durch die Piccole Dolomiti bis zum Rifugio Campogrosso.
So verbindet Etappe 25 zwei sehr unterschiedliche Räume: das geschichtsschwere Hochgebirge des Pasubio und die markanten Felsgestalten des Sengio Alto. Aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit führt der Weg zurück in die Gegenwart der Berge – anspruchsvoll, lang und mit einem deutlichen Wechsel des Landschaftsbildes.
🥾 Der Weg in Etappen
Zu Fuß über die Alpen lässt sich in mehreren Etappen erleben. Meine Etappeneinteilung folgt dabei der von mir gewählten Tourenplanung und verbindet die einzelnen Abschnitte zu einer persönlichen Wandererfahrung.
(Auflistung der Etappen)
🌲 Die Wanderung
Vom Rifugio Vincenzo Lancia führt der Weg hinauf in die Höhen des Pasubio. Über Bocchetta delle Corde und die Sella del Piccolo Roite geht es weiter zur Sella del Roite. Der Blick richtet sich auf Felsflanken und Grate – doch der Berg erzählt hier nicht nur von seiner eigenen Entstehung. Schützengräben, Stollen und Stellungen zeigen, wie tief der Krieg in diese Landschaft vorgedrungen ist.
Am Dente Austriaco und Dente Italiano bekommen die Namen der Berge ein besonderes Gewicht. Sie bezeichnen nicht einfach zwei Gipfel, sondern einstige Frontstellungen. Im Herbst 1916 wurde um den Dente Austriaco schwer gekämpft; in den Jahren 1917 und 1918 verlagerte sich der Kampf am Dente Italiano sogar in den Untergrund. Stollen führten durch den Fels – als Schutz, Unterkunft und Teil eines Krieges, der sich unter der Oberfläche fortsetzte.
Wer heute über diese Höhen wandert, begegnet auch den Wegen, die für den Krieg angelegt wurden. Straßen und Saumpfade, Seilbahnen, Unterkünfte und Wasserleitungen gehörten zu einem gewaltigen Versorgungssystem. Die bekannte Strada delle 52 Gallerie ist ein Beispiel dafür. Sie liegt nicht auf der Wegführung dieser Etappe, macht aber deutlich, welche Mühe es kostete, Menschen und Material in diese Gebirgswelt hinaufzubringen.
Von den Denti führt die Route über die Selletta Damaggio und die Chiesetta di Santa Maria zu den Porte del Pasubio und zum Rifugio Gen. Achille Papa. Danach geht es durch die Galleria Gen. D'Havet hinunter zum Passo Pian delle Fugazze. Mit diesem Abstieg verändert sich die Etappe – doch sie schenkt keine lange Ruhepause: Hinter dem Pass steigt der Weg erneut an.
Nun übernimmt das Sengio-Alto-Massiv die Führung. Monte Cornetto, Monte Baffelan und die dazwischenliegenden Übergänge geben dem zweiten Teil des Tages seinen eigenen Charakter. Die Bergwelt wirkt anders als am Pasubio: Die Frontlinien bleiben zurück, während Felsgestalten und schmale Höhenwege den Weg zum Rifugio Campogrosso bestimmen.
So führt diese Etappe durch zwei sehr verschiedene Kapitel derselben Bergwelt. Am Pasubio liegt die Geschichte des Krieges offen im Gelände; im Sengio Alto nimmt der Weg wieder den Rhythmus der Berge an. Dazwischen liegen viele Kilometer und ein langer Abstieg – und mit ihnen der Wechsel von einer Landschaft, die mahnt, zu einer, die den Blick erneut in die Höhe zieht.
🏰 Historische Orte entlang des Weges
Der Pasubio – eine Front im Hochgebirge
Der Pasubio war im Ersten Weltkrieg Schauplatz schwerer Kämpfe. Die exponierte Lage und das raue Gebirgsgelände stellten die Soldaten vor extreme Bedingungen. Stellungen, Stollen und Wege erinnern daran, dass im Hochgebirge nicht nur gekämpft, sondern auch eine umfangreiche Versorgung organisiert werden musste.
Die erhaltenen militärischen Anlagen machen sichtbar, wie stark der Krieg die Landschaft verändert hat. Der Pasubio wurde nach dem Krieg zum Erinnerungsort.
👉 Visit Trentino – Gruppe des Pasubio und Geschichte des Ersten Weltkriegs
Dente Austriaco und Dente Italiano
Die beiden markanten Erhebungen liegen im ehemaligen Frontgebiet. Ihre Namen erinnern an die gegnerischen Stellungen. Schützengräben, Stollen und weitere militärische Relikte sind bis heute im Gelände zu finden.
Beim Wandern begegnet man diesen Orten nicht wie einem abstrakten Kapitel im Geschichtsbuch. Sie liegen unmittelbar am Weg. Das kann den Blick auf die Landschaft verändern und zum Nachdenken über die Menschen führen, die hier unter den Bedingungen des Krieges leben mussten.
Porte del Pasubio und Rifugio Gen. Achille Papa
An den Porte del Pasubio erreicht die Route das Rifugio Gen. Achille Papa. Die Umgebung ist Teil des historischen Wegnetzes am Pasubio. Hier lohnt es sich, innezuhalten und sich Zeit für die sichtbaren Spuren der Front zu nehmen.
👉 CAI Schio – Rifugio Gen. Achille Papa: Öffnungszeiten und Hinweise
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
Nicht jede Geschichte einer Landschaft ist eine Sage. Am Pasubio erzählen auch Wege, Stollen und Stellungen von Menschen, die hier gelebt und gekämpft haben. Die Spuren des Ersten Weltkriegs sind Teil der Landschaft, durch die diese Etappe führt.
🏔️ Der Pasubio – Wege durch die Front
Mehr als drei Jahre lang war der Pasubio Schauplatz eines erbitterten Gebirgskrieges. Etwa 100.000 italienische und österreichisch-ungarische Soldaten waren hier eingesetzt. Mehr als 10.000 von ihnen starben im Kampf, durch Krankheit oder Lawinen.
Um die Stellungen in dieser Höhe zu erreichen und zu versorgen, legten beide Armeen Straßen und Saumpfade an. Sie bauten Seilbahnen, Unterkünfte und Wasserleitungen und trieben zahlreiche Stollen in den Fels. Die Strada delle 52 Gallerie ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für diesen Aufwand: Der Weg wurde 1917 vom italienischen Heer angelegt und diente dem Nachschub zu den Stellungen am Pasubio. Er gehört nicht zur Wegführung dieser Etappe, macht aber deutlich, welche baulichen Leistungen die Versorgung der Front erforderte.
Auf unserer Route erinnern besonders die Übergänge am Dente Austriaco und Dente Italiano an diese Geschichte. Stollen, Schützengräben und Stellungen liegen hier nicht fernab des Weges, sondern unmittelbar in der Landschaft.
👉 Museo Storico Italiano della Guerra – Pasubio, Vallarsa, Terragnolo und Trambileno
👉 Autonome Provinz Trient – Pasubio 1915–1918: Geschichte und militärische Infrastruktur
📜 Geschichten, die weiterleben
Die historischen Spuren am Pasubio zeigen, wie eng Wege, Landschaft und menschliche Schicksale miteinander verbunden sind. Auch auf der Literarischen Galerie sammeln wir Geschichten aus den Landschaften, durch die unsere Wanderwege führen.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🌿 Natur und Landschaft
Die Etappe durchquert mehrere deutlich unterschiedliche Berglandschaften: das hoch gelegene Gelände des Pasubio, die schroffen Formen des Sengio Alto und die Umgebung des Rifugio Campogrosso. Fels, steile Hänge und alpine Wege prägen den Tag.
🏔️ Pasubio und seine Höhenzüge
Zwischen Rifugio Lancia und Passo Pian delle Fugazze verläuft die Route über hoch gelegene Übergänge und entlang der Flanken des Pasubio. Der Dente Austriaco ist mit 2.230 Metern der höchste Punkt der Etappe. Von den offenen Höhen wechseln sich die Blicke auf Felsgelände und steile Berghänge ab.
🪨 Sengio Alto mit Monte Cornetto und Monte Baffelan
Nach dem Abstieg zum Passo Pian delle Fugazze führt die Tour wieder hinauf in das Sengio-Alto-Massiv. Monte Cornetto und Monte Baffelan gehören zu den markanten Felsgestalten dieses Abschnitts. Schmale und anspruchsvolle Bergwege führen über mehrere Übergänge in Richtung Rifugio Campogrosso.
🌄 Der Abstieg nach Campogrosso
Mit dem Abstieg zum Etappenziel verändert sich der Charakter der Umgebung allmählich. Auf die hoch gelegenen, geschichtsträchtigen Hänge des Pasubio folgt das felsige Gelände des Sengio Alto. Die Etappe endet am Rifugio Campogrosso auf 1.456 Metern.
📸 Markante Momente der Etappe
🏛️ Die Spuren am Pasubio
Schützengräben, Stollen und Stellungen liegen unmittelbar im Weggelände. Sie machen die Geschichte dieses Gebirgsraums auf eindringliche Weise sichtbar.
⛰️ Dente Austriaco und Dente Italiano
Die beiden markanten Erhebungen sind Höhepunkte des historischen Wegabschnitts. Zugleich führen sie zum höchsten Punkt der Etappe und durch eine Landschaft, in der die Spuren der Front erhalten geblieben sind.
🌄 Der Übergang zum Sengio Alto
Nach dem Passo Pian delle Fugazze beginnt ein neuer Abschnitt. Monte Cornetto und Monte Baffelan begleiten den Weg durch das Sengio-Alto-Massiv bis zum Rifugio Campogrosso.
🍽️ Rast, Einkehr und Übernachtung
Rifugio Gen. Achille Papa
Das Rifugio liegt an den Porte del Pasubio und bietet sich als Rast- und Einkehrmöglichkeit an. Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig und sollten vor der Tour direkt geprüft werden.
Tel. +39 0445 630233
Rifugio Campogrosso
Am Etappenziel gibt es Restaurantbetrieb und Übernachtungsmöglichkeiten. Eine Reservierung für das Restaurant wird empfohlen. Für die Übernachtung werden private Zimmer und Mehrbettzimmer angeboten.
Hüttenschlafsack oder Schlafsack, Handtuch und Hüttenschuhe sind laut den vorliegenden Toureninformationen mitzubringen. Verfügbarkeit, Buchung und aktuelle Öffnungszeiten bitte direkt beim Rifugio erfragen.
👉 Rifugio Campogrosso – Kontakt, Öffnungszeiten und Reservierung
Tel. +39 0445 1920468
Rastmöglichkeiten unterwegs
Als Rastmöglichkeiten sind das Rifugio Gen. Achille Papa, geeignete Plätze entlang des historischen Pasubio-Weges und das Rifugio Campogrosso angegeben. Pausen sollten bei der langen Gehzeit und den anspruchsvollen Wegabschnitten in die Tourenplanung einbezogen werden.
💡 Wissenswertes zur Wanderung
Eine Etappe mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten
Der erste Teil führt durch das historische Gelände des Pasubio. Nach dem Passo Pian delle Fugazze rückt die Berglandschaft des Sengio Alto stärker in den Mittelpunkt. Die Etappe verbindet so die Geschichte des Ersten Weltkriegs mit einer anspruchsvollen alpinen Wanderung.
Hohe Anforderungen an Kondition und Erfahrung
Mit 21 Kilometern, 1.454 Höhenmetern im Aufstieg und 1.783 Höhenmetern im Abstieg ist die Etappe lang und fordernd. Die Einstufung T4 weist auf schwierige alpine Wegverhältnisse hin. Die hohe Fitnessanforderung und die von Outdooractive genannte Gehzeit von 9 Stunden und 40 Minuten sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
⚠️ Hinweise zur Tour
🧗 Anspruchsvolle Wegabschnitte
Outdooractive stuft die Etappe mit T4 – schwer ein und weist zusätzlich einen Abschnitt als Klettersteig aus. Vor dem Start sollte geprüft werden, ob die aktuelle Wegführung und die Bedingungen eine sichere Begehung erlauben und welche Ausrüstung erforderlich ist.
🌦️ Wetter und alpine Bedingungen
Die Route führt bis auf 2.230 Meter. Wetter und Bedingungen können sich im Gebirge rasch verändern. Vor der Tour sollten Wetterlage, Sicht und aktuelle Verhältnisse geprüft werden. Bei ungünstigen Bedingungen können ausgesetzte oder technisch anspruchsvolle Abschnitte besonders schwierig werden.
🏛️ Historische Anlagen
Stollen und militärische Anlagen gehören zur Geschichte des Pasubio. Sie sollten nur entsprechend der örtlichen Hinweise betreten werden. Im Gelände ist auf die Wegmarkierung und Absperrungen zu achten.
Notruf Italien: 112
Bergrettung / Rettungsdienst: 118
🎒 Ausrüstung
Für diese lange, anspruchsvolle Etappe sind festes, geeignetes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, ausreichend Verpflegung und Getränke sowie eine zuverlässige Navigation wichtig.
Da Outdooractive einen Klettersteigabschnitt ausweist, muss die dafür erforderliche Ausrüstung vorab anhand der aktuellen Wegführung und Bedingungen geklärt werden. Die Ausrüstung sollte zur eigenen Erfahrung und zur tatsächlichen Route passen.
Bei einer Übernachtung im Rifugio Campogrosso Hüttenschlafsack oder Schlafsack, Handtuch und Hüttenschuhe einplanen. Für Details bitte die Unterkunft direkt kontaktieren.
➡️ Weitere Hinweise zur Ausrüstung findest du in der Outdooractive-Etappenbeschreibung.
🧳 Gepäcktransport
Für diese Etappe ist kein organisierter Gepäcktransport Bestandteil der Wanderung.
Das Gepäck muss grundsätzlich selbst mitgeführt oder individuell organisiert werden. Eine entsprechende Lösung sollte vor Beginn der Etappe verbindlich geklärt werden.
🔗 Verbindung
Die Etappe ist als Streckenwanderung vom Rifugio Vincenzo Lancia zum Rifugio Campogrosso angelegt. Outdooractive führt die Tour als mit Bahn und Bus erreichbar. Konkrete Verbindungen und Fahrpläne sollten für den geplanten Wandertag aktuell geprüft werden.
👉 Outdooractive – Etappe 25: Rifugio Lancia bis Rifugio Campogrosso
⭐ Mein Eindruck
Um diesen Krieg führen zu können, mussten Straßen und Wege bis in hochalpine Lagen gebaut werden. Allein die Versorgung der Soldaten im Winter muss eine besondere Leistung gewesen sein – und zugleich eine erschütternde Vorstellung, wenn man an die Bedingungen denkt, unter denen sie dort ausharren mussten.
Ich hielt mich nur zwei bis drei eindrucksvolle Stunden in diesem Gebiet auf. Manches sah ich nur im Vorübergehen. Doch manches ließ mich auch danach nicht los und lastete als Gedanke auf meinem Gewissen.
Auch ich war einmal Soldat – allerdings in Friedenszeiten. Ich denke, das lässt sich überhaupt nicht vergleichen.
