🥾 Zu Fuß über die Alpen Bozen Verona 18: Bozen – Deutschnofen 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Vom Bozner Tal hinauf auf den Regglberg

Eine Alpenüberquerung beginnt nicht immer dort, wo die Berge am höchsten sind. Manchmal beginnt sie mitten in einer Stadt.

In Bozen liegt der Ausgangspunkt dieser Etappe noch auf rund 260 Metern Höhe. Vor dem Wanderer liegt jedoch bereits der erste große Anstieg: hinauf nach Kohlern, weiter über Schneiderwiesen und die Höhen des Regglbergs bis nach Deutschnofen.

Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Welt. Die Häuser und Straßen Bozens bleiben zurück, der Wald wird dichter, Wiesen öffnen sich und schließlich liegt die Stadt tief unter dem Wanderer. Der Weg gewinnt Höhe – und mit ihr verändert sich auch der Blick auf die bevorstehenden Berge.

Die erste Etappe von Bozen nach Deutschnofen ist damit mehr als ein Übergang zwischen zwei Orten. Sie ist der Schritt aus dem Tal hinein in die Landschaft der Südalpen.

📋 Tourensteckbrief


🥾 Etappe 18
📍 Start Bozen
🏁 Ziel Deutschnofen
📏 Strecke 15,2 km
⏱️ Dauer 6:25 h
⬆️ Aufstieg 1.457 hm
⬇️ Abstieg 345 hm
⛰️ Höchster Punkt 1.554 m – "Auf'm Schatz"
📍 Tiefster Punkt 259 m
🥾 Schwierigkeit T2 – schwer
🗺️ Wegcharakter Asphalt, Schotterwege und Pfade
🏔️ Fernwanderweg E5
🏁 Richtung Bozen → Deutschnofen


🥾 Eigenschaften der Wanderung

  • 🏔️ Anspruchsvoller Aufstieg – rund 1.457 Höhenmeter auf nur 15,2 km

  • 🌲 Wald- und Bergwege – abwechslungsreicher Übergang aus dem Tal in die Höhenlandschaft

  • 🌄 Aussichtsreich – schöne Blicke über Bozen und die Südtiroler Bergwelt

  • 🥾 E5-Etappe – teilweise auf dem Europäischen Fernwanderweg E5

  • 🌿 Hochplateau – Landschaft des Regglbergs und Deutschnofner Hochplateaus

  • 🍽️ Einkehrmöglichkeiten – unter anderem Kohlern und Schneiderwiesen

  • 🏘️ Kulturell und historisch interessant – Bozen, Kohlern und Deutschnofen

  • 🚌 ÖPNV-Anbindung – Deutschnofen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Bozen verbunden


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Von der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen führt die Etappe zunächst steil bergauf nach Kohlern. Über Schneiderwiesen und das Tote Moos erreicht der Weg die Höhen des Regglbergs. Mit dem höchsten Punkt bei "Auf'm Schatz" auf 1.554 Metern ist der große Aufstieg geschafft.

Über den Wölflhof führt der E5 anschließend durch Wald und offene Landschaft hinunter nach Deutschnofen.

Die kurze Distanz täuscht: 1.457 Höhenmeter auf 15,2 Kilometern machen diese Etappe zu einem kräftigen Auftakt des Weges von Bozen nach Verona.


🏞️ Charakter der Wanderung

Der Charakter dieser Etappe wird vor allem durch den großen Höhenunterschied bestimmt.

Von Bozen steigt der Weg nahezu unmittelbar in die Höhe. Der Wechsel vollzieht sich dabei deutlich: Aus dem städtisch geprägten Talraum werden bewaldete Hänge, Bergwiesen und schließlich die offene Landschaft des Hochplateaus.

Kohlern bildet dabei einen ersten markanten Übergang. Von hier führt der Weg weiter über Schneiderwiesen und durch die Landschaft rund um das Biotop Totes Moos. Der E5 verläuft anschließend über Wald- und Wiesenwege zum Wölflhof und weiter nach Deutschnofen.

Die Etappe ist technisch überwiegend moderat, konditionell aber durch den langen Anstieg fordernd. Wer in Bozen startet, sollte deshalb nicht allein auf die relativ geringe Kilometerzahl schauen.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die interaktive Karte zeigt den Verlauf des E5 von Bozen hinauf nach Deutschnofen über den Kohlern

Bozen → Kohlern → Schneiderwiesen → Totes Moos → "Auf'm Schatz" → Wölflhof → Deutschnofen

Der heutige dokumentierte Weg führt aus Bozen zunächst über die Hänge hinauf nach Kohlern. Über Bauernkohlern und Herrenkohlern geht es weiter in Richtung Schneiderwiesen und durch die Höhenlandschaft zum Biotop Totes Moos.

Anschließend führt der E5 über Wald- und Wiesenwege zum Wölflhof und weiter nach Deutschnofen. Dieser heutige Streckenverlauf entspricht der dokumentierten E5-Führung.


🥾 Einordnung des Weges

Etappe 18 bildet den Auftakt des Abschnitts "Zu Fuß über die Alpen: Bozen – Verona".

Nach der Überquerung der Hochalpen beginnt nun der Weg durch die Südalpen. Der E5 dient dabei über weite Strecken als Grundlage der heutigen Route. Von Bozen führt der Weg zunächst auf das Deutschnofner Hochplateau und anschließend weiter durch das Cembratal, den Lagorai und die westlichen Dolomiten bis nach Verona.


🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

Etappe 18 | Bozen – Deutschnofen

Der Auftakt des Abschnitts Bozen–Verona führt aus dem Bozner Talraum hinauf auf das Deutschnofner Hochplateau.


🧭 Die Wanderung

In Bozen wartet bereits eine bequeme Möglichkeit auf den Wanderer: Die Kohlerer Seilbahn bringt ihre Fahrgäste hinauf in die Höhe. Für uns kam sie allerdings nicht infrage. Getreu dem Motto "Zu Fuß über die Alpen" wollten wir den Höhenunterschied mit eigener Kraft überwinden.

Mein Begleiter war ein ehemaliger hoher Funktionär aus dem Umfeld von Daimler-Benz beziehungsweise Mercedes-Benz. Über ihn hatte ich bereits im Vorfeld meine Erfahrungen gesammelt – und er hatte sich dabei nicht unbedingt sofort in mein Herz gearbeitet.

Nun lag der steile Aufstieg von Bozen nach Kohlern vor uns. Er hätte die Möglichkeit gehabt, den ersten großen Höhenunterschied bequem mit der Seilbahn zu überwinden. Aber offensichtlich wollte er mir gegenüber nicht zurückstehen. Also machten wir uns gemeinsam zu Fuß auf den Weg.

Der Aufstieg war steil und fordernd. Schon bald zeigte sich, dass die wenigen Kilometer dieser Etappe nicht mit einem gemütlichen Spaziergang zu verwechseln waren. Wir gewannen Höhenmeter um Höhenmeter und entfernten uns immer weiter von Bozen.

Bei einer ersten Rast trafen wir auf ein älteres Wanderehepaar. Wir kamen miteinander ins Gespräch und verweilten eine Weile bei ihnen. Wie es unter Wanderern üblich ist, kam irgendwann die Frage: Woher kommt ihr?

Mein Begleiter erzählte vom Aufstieg aus Bozen. Das Ehepaar hörte zu und meinte sinngemäß: Das gehe doch auch einfacher.

Daraufhin erklärte mein Begleiter, dass er unbedingt zu Fuß habe gehen wollen. Und dann kam der Moment, der mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist: Er zeigte mit dem Finger auf mich und sagte sinngemäß, so etwas Dämliches mache man eben, wenn man mit mir unterwegs sei.

Ich musste mir meinen Teil denken.

Doch genau darin lag auch eine gewisse Ironie dieser Wanderung. Die Seilbahn stand bereit, der bequeme Weg nach oben wäre jederzeit möglich gewesen – aber wir hatten uns bewusst dafür entschieden, ihn nicht zu nehmen.

Zu Fuß über die Alpen war schließlich nicht nur der Titel unserer Wanderung. Es war die Idee dahinter: den Weg selbst zu gehen, auch wenn es einfacher gegangen wäre.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

Die Geschichte von Deutschnofen

Deutschnofen blickt auf eine lange Besiedlungsgeschichte zurück. Der heutige Ortsname geht auf die Bezeichnungen "Nova" beziehungsweise "Nove" zurück, die auf Neuland oder neu gerodetes Land verweisen. Bereits 1150 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt; 1265 erscheint Deutschnofen als Pfarre und 1272 als Gerichtssitz.

Die Hochfläche war über Jahrhunderte stark von bäuerlicher Bewirtschaftung und Waldwirtschaft geprägt. Holz aus dem Gebiet wurde unter anderem nach Bozen und weit darüber hinaus geliefert.

Damit erzählt auch diese Etappe eine Geschichte über einen Landschaftsraum, der nicht nur Naturraum, sondern seit Jahrhunderten Lebens- und Wirtschaftsraum ist.

Eine Legende um die Pfarrkirche

Mit der Pfarrkirche von Deutschnofen ist eine regionale Überlieferung verbunden. Einer Volkslegende zufolge erhielten die Bewohner beim Bau der Kirche ein Darlehen aus dem Fleimstal. Durch einen vorzeitig ausgelösten Glockenschlag sollen die Gläubiger die Rückzahlung früher eingefordert haben. In der Folge seien Wald- und Almrechte verloren gegangen.

Die Geschichte ist als Volksüberlieferung zu verstehen, nicht als belegte historische Tatsache.

📜 Geschichten, die weiterleben

Diese Sagen sind nur ein Teil des reichen Erzählgutes der Schwäbischen Alb. Manche Geschichten haben einen historischen Kern, andere sind über Jahrhunderte gewachsen und wieder andere leben vor allem von der Fantasie ihrer Erzähler.

Auch auf der Literarischen Galerie haben wir Sagen, Legenden und Hörspiele aus den Landschaften gesammelt, durch die unsere Wanderwege führen.

➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie

Wer den HW 1 wandert, begegnet deshalb nicht nur einem markierten Weg. Hinter manchen Felsen, Burgen und Höhlen wartet eine Geschichte – man muss sie nur hören.


🌿 Natur und Landschaft

Die Etappe von Bozen nach Deutschnofen führt auf kurzer Distanz durch einen erstaunlichen Wechsel der Landschaft. Vom Bozner Talraum über bewaldete Hänge, Bergwiesen und die Höhen von Kohlern bis zum offenen Hochplateau des Regglbergs verändert sich das Bild mit jedem Höhenmeter.

🌲 Von Bozen hinauf nach Kohlern

Der Aufstieg beginnt unmittelbar in Bozen. Mit jedem Schritt verliert die Stadt an Bedeutung, während Wald und Bergwiesen den Weg bestimmen. Die Landschaft wird ruhiger, die Hänge werden steiler und erste Ausblicke zurück ins Bozner Tal öffnen sich.

🌄 Kohlern und Schneiderwiesen

Rund um Kohlern und Schneiderwiesen zeigt sich die typische Landschaft der Bozner Höhen. Wälder wechseln mit offenen Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Gleichzeitig wird spürbar, wie weit man sich bereits über den Talboden erhoben hat.

🌿 Das Tote Moos

Mit dem Toten Moos erreicht die Wanderung einen besonderen Landschaftsbereich. Das Feuchtgebiet bildet einen reizvollen Gegensatz zu den trockeneren Wald- und Wiesenflächen des Hochplateaus. Der Weg führt hier durch eine Landschaft, die deutlich ruhiger wirkt als der Ausgangspunkt in Bozen.

🪨 Porphyr und Dolomit

Auch geologisch ist die Umgebung interessant. Der Regglberg liegt im Übergangsbereich verschiedener Gesteinsformationen. Der rote Bozner Porphyr und der helle Dolomit prägen die Landschaft Südtirols und machen den geologischen Wechsel auf dem Weg nach Deutschnofen sichtbar.

🌾 Das Deutschnofner Hochplateau

Je weiter der Weg nach Deutschnofen führt, desto stärker bestimmt die bäuerlich geprägte Kulturlandschaft das Bild. Wälder, Wiesen und verstreute Höfe begleiten den Weg. Nach dem steilen Aufstieg aus Bozen wirkt diese offene Höhenlandschaft wie eine andere Welt.

So wird bereits die erste Etappe zu einem kleinen Querschnitt durch die Landschaft der Südalpen: unten die Stadt, darüber Wald und Bergwiesen, schließlich die Weite des Hochplateaus.


📸 Die schönsten Momente der Wanderung

15,2 Kilometer sind schnell erzählt. Doch auch auf einer kurzen Etappe entstehen Augenblicke, die von der Wanderung bleiben. Bei dieser Etappe sind es vor allem der Aufstieg, die Begegnungen und der Wandel der Landschaft.

🚡 Die Seilbahn und unser Entschluss

Schon in Bozen zeigt sich die Versuchung des bequemeren Weges. Die Kohlerer Seilbahn wartet auf ihre Fahrgäste und könnte den ersten großen Höhenunterschied deutlich einfacher überwinden.

Wir aber hatten uns für "Zu Fuß über die Alpen" entschieden. Also blieb die Seilbahn dort, wo sie war, und wir nahmen den steilen Weg nach oben.

🥾 Der steile Aufstieg

Der Weg nach Kohlern macht schnell deutlich, dass diese Etappe trotz ihrer 15,2 Kilometer nicht unterschätzt werden darf. Die Höhenmeter kommen früh und konzentriert. Mit jedem Schritt wächst aber auch das Gefühl, die Stadt tatsächlich hinter sich zu lassen.

👥 Die Rast mit dem Wanderehepaar

Bei einer ersten Rast begegneten wir einem älteren Wanderehepaar. Wir kamen ins Gespräch und verweilten eine Weile miteinander.

Auf die Frage, woher wir kämen, erzählte mein Begleiter vom Aufstieg aus Bozen. Die Antwort des Ehepaars war sinngemäß: Das gehe doch auch einfacher.

Mein Begleiter wollte jedoch unbedingt zu Fuß gehen. Dann zeigte er mit dem Finger auf mich – und machte deutlich, wem er diese Art des Wanderns zu verdanken hatte.

Eine kleine Szene am Wegesrand, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

🌄 Der Blick zurück nach Bozen

Mit zunehmender Höhe wird Bozen kleiner. Was am Morgen noch Ausgangspunkt und unmittelbare Umgebung war, liegt nun tief unter uns. Gleichzeitig öffnet sich der Blick auf die Landschaft, die vor uns liegt.

⛰️ "Auf'm Schatz"

Bei 1.554 Metern erreicht die Etappe ihren höchsten Punkt. Der lange Aufstieg ist geschafft. Von hier verändert sich der Charakter der Wanderung: Der kräftige Anstieg weicht der ruhigeren Bewegung über die Höhen des Regglbergs.

🏘️ Ankommen in Deutschnofen

Mit Deutschnofen endet die erste Etappe dieses neuen Abschnitts der Alpenüberquerung. Hinter uns liegt der Aufstieg aus Bozen, vor uns liegen die Südalpen und viele weitere Kilometer bis Verona.

Vielleicht ist genau das der besondere Moment dieser Etappe: Man hat die Stadt verlassen, die ersten Höhen gewonnen – und weiß, dass der Weg nach Süden gerade erst begonnen hat.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

Rast und Einkehr

Gasthof Kohlern
Kohlern 11, 39100 Bozen
☎️ +39 0471 329978

Der Gasthof liegt im Bereich von Kohlern und bietet sich als frühe Einkehrmöglichkeit nach dem Aufstieg aus Bozen an.

Gasthof Schneiderwiesen
Seit 41, 39050 Steinmannwald/Leifers
☎️ +39 0471 250500

Der Gasthof liegt am E5 und bietet Restaurant, Sonnenterrasse und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Abendküche ist nach aktueller Betreiberangabe nur nach vorheriger Bestellung geöffnet.

Übernachtung – Etappe 18

Gasthof Rössl
Dorf 2, 39050 Deutschnofen
☎️ +39 0471 616510

Der Gasthof liegt direkt im Ortszentrum von Deutschnofen und damit am Etappenziel. Er verfügt über Gästezimmer und einen eigenen Parkplatz.

Hinweis: Einkehr und Übernachtung sollten vor Beginn der Etappe insbesondere außerhalb der Hauptsaison telefonisch geprüft und gegebenenfalls reserviert werden.

➡️ Alle Hinweise zur Gastronomie findest du bei der einzelnen Etappe.


💡 Wissenswertes zur Wanderung

Kohlern ist heute ein Stadtteil von Bozen und zugleich ein traditionelles Bergdorf oberhalb der Stadt. Der Name geht auf die frühere Köhlersiedlung zurück, in der Holzkohle für die Bozner Wirtschaft gewonnen wurde.

Die Kohlerer Seilbahn hat eine besondere Geschichte: Sie wurde 1908 eröffnet und gilt als erste freischwebende Seilbahn der Welt. Für diese Alpenüberquerung ist sie allerdings nur eine interessante Begleiterscheinung – die Route wird zu Fuß begangen.

Deutschnofen wurde bereits 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einer eigenständigen Pfarrei und zum Gerichtssitz.


⚠️ Hinweise zur Tour

Die Etappe ist mit 1.457 Höhenmetern auf nur 15,2 Kilometern konditionell anspruchsvoll.

Der lange Anstieg aus Bozen nach Kohlern und weiter auf das Hochplateau sollte nicht unterschätzt werden. Bei Nässe können steilere Passagen rutschig werden. Auf den offenen Höhen können Nebel, Gewitter und starker Wind die Orientierung und die Wegbedingungen erschweren.

Vor dem Start sollten Wetterlage und aktuelle Wegverhältnisse geprüft werden.

Notruf Südtirol / Italien: 112


🎒 Ausrüstung

Die Etappe ist mit 15,2 km vergleichsweise kurz, verlangt durch den Anstieg von 1.457 Höhenmetern aber eine gute Vorbereitung. Da sie Teil einer mehrtägigen Alpenüberquerung ist, muss zwischen der Ausrüstung für den Wandertag und der zusätzlichen Ausstattung für die gesamte Mehrtagestour unterschieden werden.

🥾 Ausrüstung für die Tagestour

  • 🥾 Wanderschuhe mit griffiger Sohle – für den langen und teilweise steilen Aufstieg nach Kohlern

  • 🎒 Tagesrucksack – ausreichend groß für Verpflegung, Kleidung und persönliche Ausrüstung

  • 💧 Ausreichend Trinkwasser – besonders für den langen Aufstieg aus Bozen

  • 🥪 Tagesverpflegung – insbesondere für die Strecke bis zu den Einkehrmöglichkeiten

  • 🧥 Regen- und Wetterschutz – für wechselnde Bedingungen im Höhenbereich

  • 🧢 Sonnen- und Kopfschutz

  • 🗺️ Wanderkarte bzw. digitale Navigation – für die Orientierung auf der Etappe

  • 🩹 Kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung

  • 🔋 Mobiltelefon/GPS mit ausreichender Akkureserve

🎒 Ausrüstung für die Mehrtagestour

Da Etappe 18 den Auftakt des Abschnitts Bozen–Verona bildet, kommt zur Tagesausrüstung die persönliche Ausstattung für die gesamte Alpenüberquerung hinzu:

  • 🎒 Mehrtagestour-Rucksack mit sinnvoller Gewichtsverteilung

  • 👕 Wechselbekleidung für mehrere Wandertage

  • 🧦 Ausreichend Wandersocken und Unterwäsche

  • 🧥 Zusätzliche warme Kleidung für wechselnde Temperaturen

  • 🌧️ Rucksack-Regenhülle bzw. wasserdichte Gepäckorganisation

  • 🧴 Persönliche Hygieneausstattung

  • 🔦 Stirnlampe

  • 🔌 Ladegerät/Powerbank

  • 🪪 Ausweis, persönliche Dokumente und notwendige Unterlagen

  • 💊 Persönlich benötigte Medikamente

  • 🧳 Gepäckorganisation für die einzelnen Etappen, insbesondere wenn ein Gepäcktransport genutzt wird

Die konkrete Ausrüstung sollte dem Charakter der jeweiligen Folgeetappen angepasst werden. Etappe 18 beginnt vergleichsweise niedrig, führt aber bereits auf 1.554 Meter Höhe und ist deshalb kein reiner Talweg.

🧳 Gepäcktransport

Für Etappe 18 Bozen – Deutschnofen ist ein Gepäcktransport nicht Bestandteil der Wanderung und muss selbst organisiert werden.

Wer einen Gepäcktransfer nutzen möchte, sollte bereits vor Beginn der Alpenüberquerung klären, ob die jeweilige Unterkunft einen Transport übernimmt oder ein örtlicher Dienstleister den Transfer anbietet. Eine entsprechende Leistung sollte rechtzeitig gebucht und für jede Etappe einzeln abgestimmt werden.

Am Etappenziel in Deutschnofen sollte die Gepäckübernahme mit der gebuchten Unterkunft vorher vereinbart werden.

➡️ Alle Hinweise zur Ausrüstung findest du bei der einzelnen Etappe.


🔗 Verbindung

Anreise nach Bozen

Bozen ist mit der Bahn gut erreichbar. Ausgangspunkt der Etappe ist der Bereich des Bozner Stadtzentrums.

Wer mit dem PKW anreist, sollte für eine mehrtägige Alpenüberquerung die Parkplatzfrage bereits vor Beginn der Tour klären, da das Fahrzeug nach der Etappe nicht am Ausgangspunkt verbleibt.

Rückreise von Deutschnofen

Von Deutschnofen bestehen öffentliche Busverbindungen nach Bozen. Aktuell ist insbesondere die Linie 181 Deutschnofen – Bozen im Fahrplan von Südtirolmobil ausgewiesen.

Damit lässt sich das Etappenziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder mit Bozen verbinden.

Die aktuellen Abfahrtszeiten sollten vor der Wanderung geprüft werden.


⭐ Mein Eindruck

Diese erste Etappe macht sehr deutlich, was "Zu Fuß über die Alpen" bedeutet.

Man steht morgens noch in Bozen und gewinnt innerhalb weniger Stunden mehr als 1.400 Höhenmeter. Die Stadt verschwindet langsam hinter einem, während sich die Landschaft öffnet und der Weg seinen eigentlichen Charakter bekommt.

15,2 Kilometer sind dabei eine Zahl, die wenig über die tatsächliche Anstrengung erzählt. Der Weg nach Deutschnofen ist kein langer Marsch, aber ein kräftiger Aufstieg, der gleich zu Beginn deutlich macht, dass die Südalpen ihren eigenen Charakter haben.

Von Bozen nach Deutschnofen beginnt damit nicht einfach eine neue Wanderstrecke. Es beginnt der nächste Abschnitt meiner Alpenüberquerung – Schritt für Schritt von der Stadt hinauf in die Bergwelt und weiter Richtung Verona.

Bei der ersten Rast kamen wir mit einem älteren Wanderehepaar ins Gespräch. Auf die Frage, woher wir kämen, erzählte mein Begleiter vom Aufstieg aus Bozen. Die beiden hörten zu und meinten sinngemäß, dass man diesen Weg auch einfacher haben könne. Darauf erklärte er, er habe unbedingt zu Fuß gehen wollen – und zeigte dabei auf mich.

Für mich war das keineswegs eine lustige Bemerkung. Im Gegenteil: Sie bestätigte eher den Eindruck, den ich von ihm bereits gewonnen hatte. Er hatte den Aufstieg aus freien Stücken gewählt, aber in diesem Moment klang es plötzlich so, als sei ich derjenige gewesen, der ihn dazu gebracht hatte.

Vielleicht war es genau diese kleine Szene, die mir schon früh zeigte, dass beruflicher Aufstieg und bergsteigerischer Aufstieg zwei völlig verschiedene Dinge sind. Die Karriereleiter kann man mit Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen erklimmen. Einen Berg hingegen muss man selbst hinaufgehen – Schritt für Schritt und ohne jemanden neben sich dafür verantwortlich zu machen.


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Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.


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