🥾 Zu Fuß über die Alpen Bozen Verona 20: Hornalm – Segonzano

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Vom Naturpark Trudner Horn hinab ins Cembratal

Die Berge werden niedriger, doch der Weg verliert nichts von seiner Vielfalt.

Von der Hornalm führt die Etappe zunächst noch einmal hinauf, bevor sich der Weg über lange Strecken nach Süden senkt. Wälder, Moore und Bergseen bestimmen den ersten Teil der Wanderung. Mit dem Lago Santo wird ein stiller See erreicht, um dessen Entstehung sich eine alte Sage rankt.

Hinter Gfrill verändert sich die Landschaft. Der Naturpark Trudner Horn bleibt zurück, das Cembratal rückt näher. Über Faver und Capriana führt der Weg durch eine Kulturlandschaft, in der Weinbau seit Jahrhunderten das Landschaftsbild prägt.

Am Avisio erreicht die Etappe mit 476 Metern ihren tiefsten Punkt. Danach geht es wieder leicht bergauf. Die Ruine des Castello di Segonzano begleitet den letzten Abschnitt und erinnert daran, dass diese Wege einst nicht nur Wanderwege, sondern auch Verbindungen zwischen Tälern und Handelsräumen waren.

So verbindet die Etappe die stillen Wälder des Trudner Horns mit den Weinbergen des Cembratals – eine Wanderung zwischen Natur, Geschichte und südlichem Landschaftsgefühl.


📋 Tourensteckbrief

  • 🥾 Etappe: Hornalm – Segonzano

  • 📏 Strecke: 28,3 km

  • ⏱️ Dauer: 9:10 h

  • ⬆️ Aufstieg: 557 hm

  • ⬇️ Abstieg: 1.607 hm

  • ⛰️ Höchster Punkt: 1.728 m

  • 🌊 Tiefster Punkt: 476 m

  • 🥾 Schwierigkeit: T2 – schwer

  • 🏔️ Charakter: lange Bergwanderung mit überwiegend absteigendem Verlauf

  • 🚌 Erreichbarkeit: mit Bahn und Bus erreichbar

  • 🔄 Streckenart: Von A nach B / Etappentour

  • 🌄 Besonderheiten: aussichtsreich, kulturell und historisch, geologische Highlights, Flora und Fauna

  • 🍽️ Einkehr: Gfrill, Lago Santo, Faver, Capriana und weitere Möglichkeiten entlang der Strecke


🥾 Eigenschaften der Wanderung

  • 🏔️ Lange Etappe – 28,3 km mit 557 Höhenmetern Aufstieg und 1.607 Höhenmetern Abstieg

  • ⬇️ Überwiegend bergab – nach dem kurzen Gegenanstieg zu Beginn führt die Route über weite Strecken abwärts

  • 🌲 Naturpark Trudner Horn – Waldlandschaften, Moore und der ursprüngliche Weißensee prägen den ersten Abschnitt

  • 🧭 Orientierungsanspruch – zwischen Gfrill und Lago Santo zahlreiche Weggabelungen und teilweise anspruchsvolle Wegfindung

  • 🌊 Bergseen – der Lago Santo auf 1.195 m ist ein besonderer Landschafts- und Rastpunkt

  • 🍇 Cembratal und Weinberge – über Faver und Capriana führt der Weg durch die Weinlandschaft des Cembratals

  • 🏰 Kulturell und historisch interessant – Lago Santo, Castello di Segonzano und die historischen Wege des Tales

  • 🥾 E5-Etappe – die Route folgt über weite Strecken dem Europäischen Fernwanderweg E5

  • 🍽️ Einkehrmöglichkeiten – unter anderem in Gfrill, am Potzmauer, am Lago Santo, in Faver und Capriana

  • 🚌 ÖPNV-Anbindung – Start und Ziel sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Die Hornalm ist der Ausgangspunkt der langen Etappe nach Segonzano. Nach einem letzten Anstieg wird der höchste Punkt bei 1.728 Metern erreicht. Danach beginnt der lange Abstieg.

Über den Weißensee und durch den Naturpark Trudner Horn geht es nach Gfrill. Von dort führt der Weg durch ausgedehnte Wälder zum Potzmauer-Pass und weiter zum Lago Santo.

Mit Fadana, Faver und Capriana wird anschließend das Cembratal erreicht. Weinberge bestimmen zunehmend das Landschaftsbild. Am Avisio liegt mit 476 Metern der tiefste Punkt der Etappe.

Über den weiteren Weg nach Segonzano begleiten Wald, Weinberge und historische Spuren den Wanderer. Die Ruine des Castello di Segonzano bildet dabei einen besonderen Blickfang.


🏞️ Charakter der Wanderung

Diese Etappe ist eine Wanderung der Gegensätze.

Am Anfang dominieren Wald, Hochflächen und Feuchtgebiete des Naturparks Trudner Horn. Danach folgt mit dem Lago Santo ein stiller Bergsee, bevor der Weg immer weiter in tiefere Lagen führt.

Mit dem Cembratal verändert sich auch der Charakter der Landschaft. Die Wälder treten zurück, Weinberge und Siedlungen bestimmen zunehmend das Bild. Gleichzeitig wird der historische Einfluss der alten Verkehrswege sichtbar.

Trotz des überwiegenden Abstiegs ist die Etappe keineswegs eine leichte Talwanderung. Die Länge und der große Höhenverlust verlangen eine gute Kondition und vor allem belastbare Beine für den langen Abstieg.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

Die Etappe führt von der Hornalm zunächst durch den Naturpark Trudner Horn und über Gfrill und den Potzmauer-Pass zum Lago Santo. Anschließend geht es über Fadana und Faver durch das Cembratal, über den Avisio und vorbei am Castello di Segonzano bis zum Etappenziel in Segonzano.

Hornalm/Malga Corno → E5 → Weißensee → Naturpark Trudner Horn → Gfrill/Cauria 1.328 m → Potzmauer-Pass/Passo Posmar 1.352 m → Lago Santo 1.195 m → Albergo Lago Santo 1.208 m → Fadana → Faver 673 m → Capriana → Avisio-Brücke 476 m → Castello di Segonzano 566 m → Segonzano

Der aktuelle Tourenverlauf folgt über weite Strecken dem E5. Besonders zwischen Gfrill und dem Lago Santo ist die Orientierung anhand von Karte und GPS wichtig.


🥾 Einordnung des Weges

Etappe 20 führt die Alpenüberquerung "Zu Fuß über die Alpen Bozen – Verona" weiter nach Süden.

Nach den Höhen des Naturparks Trudner Horn beginnt sich die Landschaft deutlich zu verändern. Die Route verliert mehr als 1.600 Höhenmeter und führt aus den Bergwäldern hinunter in das Cembratal.

Dabei verbindet die Etappe mehrere unterschiedliche Landschaftsräume: den Naturpark Trudner Horn, die Moor- und Waldlandschaften um den Weißensee, den Lago Santo und schließlich die Weinberge des Cembratals.

Mit dem Übergang über den Avisio wird zugleich der tiefste Punkt der Etappe erreicht. Von dort führt der Weg wieder hinauf nach Segonzano. Die Ruine des Castello di Segonzano macht dabei deutlich, dass diese Landschaft seit Jahrhunderten von Verkehrswegen, Handel und kulturellem Austausch geprägt ist.


🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

Die Etappe bildet einen langen Übergang von der Hornalm über den Naturpark Trudner Horn und das Cembratal nach Segonzano.

Nach dem kurzen Gegenanstieg zu Beginn folgt ein langer Abstieg über Gfrill und den Lago Santo nach Faver und Capriana. Am Avisio wird der tiefste Punkt erreicht. Über die Weinberge und vorbei am Castello di Segonzano geht es anschließend zum Etappenziel.


🧭 Die Wanderung

Von der Hornalm führt der Weg zunächst noch einmal hinauf. Der kurze Gegenanstieg macht deutlich, dass eine Etappe mit 1.607 Höhenmetern Abstieg keineswegs vom ersten Schritt an nur bergab führt.

Dann beginnt der lange Weg durch die Wälder des Naturparks Trudner Horn. Der Weißensee und seine Moorlandschaft liegen am Weg, bevor Gfrill erreicht wird. Hier verändert sich auch die Anforderung an die Orientierung.

Mein Begleiter hatte von Anfang an sein Komoot-Gerät laufen. Es war ständig präsent und – vor allem – ständig voll hörbar. Zunächst wunderte er sich nur darüber, dass ich nicht immer so lief, wie es ihm sein Gerät anzeigte. Später wurde daraus eine Diskussion.

Er war der Meinung, ich würde die falschen Wege nehmen. Für ihn war die digitale Route auf dem Display der Maßstab. Was er zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht verstand, war die Situation, in der wir diese Alpenüberquerung gingen.

Der Weg, der heute auf den Karten und in den Routenplanungen nachvollziehbar ist, war damals nicht zwangsläufig begehbar. Die Folgen des Sturmtiefs Vaia hatten Wege und Steige beschädigt, umgestürzte Bäume versperrten Passagen und manche Verbindungen waren schlicht nicht mehr vorhanden. Eine Route konnte auf dem Gerät korrekt aussehen und trotzdem vor Ort nicht mehr gangbar sein.

Ich hatte mich deshalb auf die Informationen verlassen, die wir bei der Vorbereitung aus dem Tourismusbüro in Bozen erhalten hatten. Wir mussten vor Ort entscheiden und gegebenenfalls ausweichen. Das war keine Frage davon, welchen Weg ich bevorzugte, sondern davon, welchen Weg man tatsächlich gehen konnte.

Irgendwann wurde mir die ständige akustische Begleitung durch sein Gerät zu viel. Ich bat ihn deshalb, entweder Komoot abzustellen oder einfach hinterherzulaufen.

Damit war eigentlich alles gesagt.

Der Weg führte weiter durch die ausgedehnten Wälder in Richtung Potzmauer-Pass. Gerade hier zeigte sich, wie wenig ein digital eingezeichneter Weg über die tatsächliche Begehbarkeit aussagen kann. Orientierung bedeutete nicht nur, eine Linie auf dem Display zu verfolgen, sondern Gelände, Informationen und die Situation vor Ort miteinander in Einklang zu bringen.

Am Lago Santo wurde die Landschaft wieder ruhiger. Der See liegt auf 1.195 Metern inmitten des Waldes. Um seine Entstehung rankt sich eine alte Sage, die bis heute mit diesem Ort verbunden ist.

Von dort verlor der Weg weiter an Höhe. Über Fadana ging es nach Faver und anschließend durch die Weinberge des Cembratals in Richtung Capriana. Mit zunehmender Tiefe veränderte sich auch die Landschaft: Die Bergwälder traten zurück, Weinberge und Siedlungen bestimmten immer stärker das Bild.

Am Avisio wurde mit 476 Metern der tiefste Punkt der Etappe erreicht. Danach begann der letzte Anstieg nach Segonzano. Über dem Tal lag die Ruine des Castello di Segonzano – ein historischer Ort, der bereits Albrecht Dürer auf seiner ersten Reise nach Venedig beeindruckte.

Die Etappe war damit nicht nur ein langer Abstieg aus den Bergen. Sie war auch ein Beispiel dafür, dass eine Alpenüberquerung manchmal weit mehr verlangt als Kondition und Ausdauer: Man muss vor Ort entscheiden können, wenn die Wirklichkeit nicht mit der Karte übereinstimmt.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

🌊 Die Sage vom Lago Santo

Der Lago Santo ist nicht nur ein stiller Bergsee, sondern auch ein Ort einer alten Überlieferung.

Der Sage nach befand sich dort, wo heute das Wasser liegt, einst ein Grundstück. Die Erben gerieten darüber in einen erbitterten Streit. Einer von ihnen soll schließlich aus Verzweiflung gewünscht haben, dass an dieser Stelle ein See entstehen möge.

Daraufhin begann das Wasser zu steigen. Die Bewohner von Cembra fürchteten, dass die Fluten immer weiter steigen würden. Schließlich pilgerte man zu dem Ort. Der Pfarrer warf einen Ring der Madonna in das Wasser – und der Sage nach kam der Anstieg zum Stillstand.

Der Lago Santo trägt seinen Namen damit nicht nur wegen seiner Landschaft, sondern auch wegen einer Geschichte, die seit Generationen weitererzählt wird.

🏰 Castello di Segonzano – Burg über dem Avisio

Am Ende der Etappe begegnet der Wanderer den Resten des Castello di Segonzano.

Die mittelalterliche Burg wurde auf einem Felsvorsprung über dem Cembratal errichtet und hatte die Aufgabe, die Verkehrswege durch das Tal und den Übergang über den Avisio zu überwachen.

Die Burg war besonders im 14. und 15. Jahrhundert von Bedeutung. Später wurde sie während der Auseinandersetzungen zwischen österreichischen und französischen Truppen beschädigt und schließlich aufgegeben.

Eine besondere Verbindung besitzt das Castello zu Albrecht Dürer. Auf seiner ersten Reise nach Venedig kam der deutsche Künstler 1494 durch das Cembratal. Die Burg beeindruckte ihn so sehr, dass sie in zwei seiner Aquarelle Eingang fand.

📜 Geschichten, die weiterleben

Diese Sagen sind nur ein Teil des reichen Erzählgutes Südtirols und des angrenzenden Trentino. Manche Geschichten sind eng mit Landschaften, Seen und alten Verkehrswegen verbunden, andere haben einen historischen Kern und wieder andere leben vor allem von der Fantasie ihrer Erzähler.

Auch auf der Literarischen Galerie haben wir Sagen, Legenden und Geschichten aus den Landschaften gesammelt, durch die unsere Wanderwege führen.

➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🌲 Der Naturpark Trudner Horn

Der Naturpark Trudner Horn gehört zu den artenreichsten Naturparks Südtirols. Unterschiedliche Höhenlagen und Klimaräume schaffen eine ungewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen.

Auf der Etappe wechseln Wälder, offene Flächen und Feuchtgebiete. Besonders die Moore sind charakteristisch für die porphyrreichen Höhen des Naturparks.

💧 Weißensee und Moore

Der Weißensee liegt in einer Landschaft, die stark von der Eiszeit geprägt wurde. Nach dem Rückzug der Gletscher blieben wasserundurchlässige Moränenflächen zurück. In den Mulden konnten sich Moore und Feuchtgebiete entwickeln.

Damit wird aus dem ehemaligen Seegebiet ein Lebensraum, der heute eine besondere ökologische Bedeutung besitzt.

🌲 Wald und Feuchtgebiete

Der Naturpark vereint unterschiedliche Waldgesellschaften. In den höheren Lagen prägen Fichtenwälder das Bild, während in tieferen und wärmeren Bereichen auch Misch- und Föhrenwälder vorkommen. Moore und Feuchtwiesen ergänzen diese Lebensräume.

🍇 Das Cembratal

Je weiter der Weg nach Süden führt, desto stärker verändert sich die Landschaft. In Faver und den umliegenden Orten prägen terrassierte Weinberge die Hänge des Cembratals. Faver gilt als typischer Ort des Tales; Weinbau und die Herstellung von Grappa gehören dort traditionell zur Kulturlandschaft.

🪨 Porphyr und Landschaft

Auch geologisch ist die Etappe abwechslungsreich. Im Naturpark Trudner Horn treffen ältere Porphyrformationen auf jüngere Kalk- und Dolomitgesteine. Die unterschiedliche Gesteinswelt beeinflusst Wasserhaushalt, Boden und damit auch die Vegetation.


📸 Die schönsten Momente der Wanderung

🌲 Der erste Blick in den Naturpark

Nach dem letzten Anstieg von der Hornalm beginnt der lange Weg durch die Wälder des Trudner Horns.

💧 Der Weißensee

Eine stille Landschaft aus Wasser, Moor und Wald – ein besonderer Kontrast zu den offenen Bergflächen der vorherigen Etappe.

🌄 Der Blick von Gfrill

Von Gfrill öffnet sich der Blick über das Etschtal und die südtiroler Berglandschaft.

🌊 Der Lago Santo

Der See liegt ruhig inmitten des Waldes und verbindet Landschaft und Überlieferung auf besondere Weise.

🍇 Die Weinberge des Cembratals

Nach den langen Waldpassagen verändert sich die Landschaft. Terrassierte Weinberge begleiten den Weg nach Faver und Capriana.

🏰 Castello di Segonzano

Die Ruine über dem Avisio bildet einen eindrucksvollen historischen Abschluss der Etappe.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

Bei einer 28,3 Kilometer langen Etappe mit 1.607 Höhenmetern Abstieg sind geeignete Rast- und Einkehrmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil der Tourenplanung.

🌿 Rastplätze und Rastmöglichkeiten

  • 🌲 Gfrill/Cauria – Möglichkeit für eine Rast im Bereich des Ortes

  • 🌊 Lago Santo – ruhiger Rastpunkt am See auf 1.195 m

  • 🍷 Faver – Rast- und Versorgungsmöglichkeiten im Ort

  • 🍇 Capriana – weitere Möglichkeit für eine Pause vor dem Abstieg zum Avisio

  • 🏰 Bereich Castello di Segonzano – interessanter Rast- und Aussichtspunkt vor dem Etappenziel

🍽️ Einkehrmöglichkeiten

  • Fichtenhof – Gfrill, Cauria

  • Rifugio Potzmauer, Masi Alti, 38092 Grumes

  • Albergo Rifugio Lago Santo, Località Lago Santo 1, 38034 Cembra

  • Faver und Capriana – weitere Einkehrmöglichkeiten im Ort

🛏️ Übernachtung am Etappenziel

Hotel alle Piramidi

Frazione Scancio 24
38047 Segonzano TN, Italien
Tel. +39 0461 686106

Das Hotel liegt in Segonzano und eignet sich als Unterkunft am Etappenziel.


💡 Wissenswertes zur Wanderung

🧭 Orientierung

Der Abschnitt zwischen Gfrill und Lago Santo verlangt besondere Aufmerksamkeit. Viele Waldwege und Weggabelungen können die Orientierung erschweren. Karte oder GPS sollten deshalb während dieses Abschnitts griffbereit sein.

🪨 Geologie

Der Naturpark Trudner Horn zeigt auf engem Raum einen markanten Wechsel verschiedener Gesteinsformationen. Besonders die Grenze zwischen Quarzporphyr und den darüberliegenden Sediment- und Dolomitgesteinen prägt die Landschaft.

🏰 Dürer und Segonzano

Albrecht Dürer kam 1494 auf seiner ersten Reise nach Venedig durch das Cembratal. Die Ruine des Castello di Segonzano hielt er in zwei Aquarellen fest.

🛤️ Alte Verkehrswege

Der Raum zwischen dem Etschtal und dem Fleimstal war bereits historisch von Verkehrswegen geprägt. Durch den Naturpark führten alte Handels- und Säumerwege; die Verbindung über den Trudner Sattel besaß dabei besondere Bedeutung.


⚠️ Hinweise zur Tour

Die 28,3 Kilometer lange Etappe erfordert eine sehr gute Kondition.

Besonders belastend sind die 1.607 Höhenmeter im Abstieg. Lange Abstiegsstrecken können bei Nässe und auf steinigen Wegen rutschig sein.

Zwischen Gfrill und Lago Santo ist das Orientierungsvermögen besonders wichtig. Bei schlechter Sicht oder unsicherer Wetterlage sollte die Route nur mit zuverlässiger Navigation begangen werden.

Der Lago Santo und die Waldwege können bei Regen deutlich schwieriger werden.

Notruf Italien: 112


🎒 Ausrüstung

🥾 Ausrüstung für die Tagestour

  • feste, gut profilierte Wanderschuhe für lange Abstiege

  • Wanderstöcke zur Entlastung bei den 1.607 Höhenmetern Abstieg

  • ausreichend Trinkwasser

  • Verpflegung für eine lange Etappe

  • Regen- und Wetterschutz

  • warme Zusatzschicht für die höheren Abschnitte

  • Karte und/oder GPS-Navigation

  • Mobiltelefon mit geladenem Akku

  • Erste-Hilfe-Set

🎒 Ausrüstung für die Mehrtagestour

Für die Alpenüberquerung gehört neben der persönlichen Mehrtagestour-Ausrüstung insbesondere Folgendes ins Gepäck:

  • 🎒 Rucksack – ausreichend groß für die persönliche Ausrüstung der Mehrtagestour
  • 🥾 Wanderschuhe – eingelaufen und für lange Bergwanderungen geeignet
  • 🧦 Wechselbekleidung – Funktionswäsche, Wandersocken und zusätzliche Kleidung
  • 🧥 Wetterschutz – Regenjacke und Regenschutz für den Rucksack
  • 🧤 Wärmeschutz – warme Zusatzbekleidung für wechselnde Temperaturen in den Höhenlagen
  • 🧢 Sonnenschutz – Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz
  • 💧 Trinksystem – ausreichend Trinkflaschen oder Trinkblase
  • 🗺️ Navigation – Smartphone/GPS mit den benötigten Tourdaten sowie Kartenmaterial als zusätzliche Orientierung
  • 🔋 Stromversorgung – Ladegerät und Powerbank
  • 🩹 Erste-Hilfe-Ausrüstung – persönliche Medikamente und kleines Erste-Hilfe-Set
  • 🔦 Stirnlampe – für unerwartete Verzögerungen oder frühe Starts
  • 🧴 Hygieneartikel – persönliche Wasch- und Hygieneausstattung
  • 🪪 Dokumente und Zahlungsmittel – Ausweis, Krankenversicherungskarte und Zahlungsmittel
  • 🛏️ Persönliche Übernachtungsausrüstung – entsprechend den gebuchten Unterkünften

🧳 Gepäcktransport

Ein organisierter Gepäcktransport ist für diese Etappe nicht Bestandteil der Route.

Wer die Alpenüberquerung mit Gepäcktransport plant, muss den Transport zwischen den Unterkünften individuell und rechtzeitig organisieren. Eine Übernahme des Gepäcks am Etappenziel sollte vorab mit der jeweiligen Unterkunft abgesprochen werden.


🔗 Verbindung

🚌 Anreise zur Hornalm

Die Hornalm liegt oberhalb von Truden im Naturpark. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss mit dem aktuellen Fahrplan und den saisonalen Verbindungen abgestimmt werden.

🚗 Anreise mit dem Pkw

Wer mit dem Pkw anreist, sollte die Parkmöglichkeiten und die Rückfahrt bereits vor Beginn der Etappe klären. Da es sich um eine Streckenwanderung handelt, stehen Start und Ziel nicht am gleichen Ort.

🚌 Rückreise von Segonzano

Von Segonzano bestehen Verbindungen in die umliegenden Orte des Cembratals. Für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt der Alpenüberquerung sollte der aktuelle Fahrplan vor der Wanderung geprüft werden.


⭐ Mein Eindruck

Etappe 20 ist eine Etappe des Übergangs. Sie beginnt noch in der Bergwelt des Trudner Horns und endet bereits deutlich weiter unten in der Kulturlandschaft des Cembratals.

Besonders eindrucksvoll ist dabei der Wechsel der Landschaft: vom Wald über den stillen Lago Santo bis zu den Weinbergen rund um Faver und Capriana.

Der große Höhenverlust darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese 28,3 Kilometer eine ernsthafte körperliche Herausforderung darstellen. Gerade lange Abstiege verlangen Konzentration und Kraft.

Am Ende steht mit Segonzano ein Ort, an dem Natur und Geschichte noch einmal unmittelbar zusammentreffen. Die Weinberge, der Avisio und die Ruine des Castello erzählen von einer Landschaft, die seit Jahrhunderten von Menschen durchquert, bewirtschaftet und gestaltet wird.

So führt der Weg weiter nach Süden – weg von den hohen Bergen und immer tiefer hinein in die Landschaft, in der sich alpines Wandern und italienisches Lebensgefühl zunehmend miteinander verbinden.


⭐ Wanderwelten

Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.


👉 Weitere Wanderwelten:


👉 Kontakt

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Interesse an einer Zusammenarbeit? Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Zum Kontaktformular

✨ Literaturwelten & Hörfassungen

Tauche ein in die poetischen Klang- und Gedankenwelten von Gerd Groß — zwischen Literatur, Musik, Atmosphäre und philosophischer Reflexion.

👉 Hörfassungen, Musikwelten und weitere lyrische Werke auf