🥾 Zu Fuß über die Alpen – Etappe 24: Carbonare bis zum Rifugio Lancia
✨ Wo Wege Geschichten erzählen
Durch das Grauen des Ersten Weltkriegs
Die Etappe von Carbonare zum Rifugio Lancia führt durch eine Landschaft, in der der Erste Weltkrieg seine Spuren hinterlassen hat. Ruinen, ehemalige militärische Anlagen und Wege durch die Berge erinnern daran, dass diese Höhen einmal Frontgebiet waren.
Beim Wandern kommt unweigerlich die Frage auf, wie junge Menschen hier leben mussten: in einfachen Unterkünften, unter ständiger Bedrohung und mit dem Feind in den Bergen gegenüber. Das ist eine Vorstellung, die mich auf dieser Etappe begleitet hat.
Auch die Jahreszeit prägte den Weg. Auf vielen der vorangegangenen Etappen hatte es geregnet. Nun kam die Sonne hervor und wärmte die Landschaft. Ich war spät in der Wandersaison unterwegs – so spät, dass viele Einrichtungen bereits schlossen und sich auf den Winter vorbereiteten. Umso schöner war dieser sonnige Abschnitt des Weges.
Wer spät zu einer solchen Tour aufbricht, muss die Planung vor Ort genau abstimmen. Ich war auf verlässliche Auskünfte der Tourist-Information und darauf angewiesen, dass die Hüttenreservierungen genau passten. So konnte ich als einer der letzten Wanderer der Saison noch einkehren und übernachten.
📋 Tourensteckbrief
🥾 Etappe: Carbonare – Rifugio Lancia
📍 Start: Carbonare
🏁 Ziel: Rifugio Lancia, 1.802 m
📏 Strecke: 27,6 km
⏱️ Gehzeit: 10:11 h
⬆️ Aufstieg: 1.843 hm
⬇️ Abstieg: 1.098 hm
⛰️ Höchster Punkt: 1.934 m, oberhalb der Sella delle Pozze
📉 Tiefster Punkt: 1.077 m, an der SP 138
⚠️ Schwierigkeit: schwer
🥾 Charakter: lange, konditionell fordernde Etappe
🛏️ Übernachtung: Rifugio Lancia
Die Routendaten entsprechen der Outdooractive-Tour zur Etappe. Bitte prüfe vor der Wanderung dort die aktuellen Angaben und Bedingungen.
🥾 Eigenschaften der Wanderung
🥾 Lange, konditionsfordernde Etappe
↗️ Streckenwanderung von Carbonare zum Rifugio Lancia
🥾 Etappentour der Alpenüberquerung Bozen–Verona
🌄 Aussichtsreiche Wege über Höhen und Almflächen
🏛️ Historische Orte und Spuren des Ersten Weltkriegs
🌲 Wechsel aus Wald, Wegen und offener Berglandschaft
🍽️ Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
🛏️ Übernachtung am Rifugio Lancia
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Von Carbonare führt der Weg zum Torrente Astico und über eine Steinbrücke auf die andere Seite des Bachs. In Serpentinen geht es zum Albergo Ex Forte Cherle und weiter zu den Ruinen von Forte Cherle und des ehemaligen österreichischen Militärhospitals.
Über Almwiesen und den Passo Coe führt die Route anschließend zum Monte Maggio. Der Weg setzt sich über den Coston dei Laghi und den Monte Borcoletto bis zum Passo della Borcola fort. Von dort geht es wieder hinauf über die Sella delle Pozze und die Malga Pozze zum Rifugio Lancia.
Der Tag verbindet lange Wegstrecken mit einem eindrücklichen Wechsel zwischen offenen Hochflächen, Wald und historisch geprägten Orten.
🏞️ Charakter der Wanderung
Diese Etappe verlangt vor allem Ausdauer. Die Strecke ist lang, und auch wenn der Weg laut Outdooractive technisch nicht im Vordergrund steht, summieren sich die Anstiege und Abstiege über den Tag.
Zugleich verändert sich die Wahrnehmung der Landschaft durch ihre Geschichte. Die Berge sind nicht nur Kulisse. An Orten wie Forte Cherle und am Monte Maggio wird sichtbar, dass diese Gegend im Ersten Weltkrieg umkämpft war.
Ich konnte nicht einfach an den Spuren vorbeigehen, ohne mir vorzustellen, was es bedeutet haben muss, hier als junger Soldat zu leben: in einfachen Unterkünften, in einer rauen Bergwelt und in ständiger Bedrohung. Das bleibt eine Vorstellung von außen – aber sie verändert den Blick auf den Weg.
Und dann kam die Sonne. Nach den Regentagen der vorherigen Etappen wärmte sie die Landschaft. Für mich war das ein stiller, schöner Moment auf einer langen Tour.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Von Carbonare führt der Weg zunächst zum Torrente Astico und über eine Steinbrücke zum Albergo Ex Forte Cherle. In der Nähe liegen Forte Cherle und die Ruinen des ehemaligen österreichischen Militärhospitals.
Über Almwiesen geht es weiter zum Passo Coe und zum Monte Maggio. Anschließend führt die Route über den Coston dei Laghi und den Monte Borcoletto hinunter zum Passo della Borcola. Von dort steigt der Weg wieder an und verläuft über die Sella delle Pozze und die Malga Pozze zum Rifugio Lancia.
Carbonare → Torrente Astico → Albergo Ex Forte Cherle → Forte Cherle → Passo Coe → Monte Maggio → Coston dei Laghi → Monte Borcoletto → Passo della Borcola → Sella delle Pozze → Malga Pozze → Rifugio Lancia
🥾 Einordnung des Weges
Etappe 24 ist Teil der Alpenüberquerung "Zu Fuß über die Alpen: Bozen–Verona". Sie führt von der Alpe Cimbra in die Bergwelt rund um den Monte Pasubio und zum Rifugio Lancia.
Nach den Höhen des Vortages beginnt die Route in Carbonare. Unterwegs wechseln sich historische Orte, Almflächen und Bergwege ab. Am Ziel steht das Rifugio Lancia, eine wichtige Unterkunft für den weiteren Weg.
🧭 Der Weg in Etappen
Von Carbonare führt Etappe 24 über Forte Cherle, Passo Coe und Monte Maggio zum Passo della Borcola und weiter zum Rifugio Lancia. Dort setzt sich die Alpenüberquerung auf der nächsten Etappe in Richtung Rifugio Campogrosso fort.🏛️ Spuren des Ersten Weltkriegs
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
⚔️ Durch das Grauen des Ersten Weltkriegs
Forte Cherle und Monte Maggio erinnern daran, dass diese Berge im Ersten Weltkrieg Teil der Front waren. Forte Cherle wurde zu Kriegsbeginn von italienischer Artillerie beschossen. Am Monte Maggio verlief die damalige Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn; dort sind Schützengräben erhalten.
Beim Wandern durch diese Landschaft musste ich daran denken, wie junge Soldaten hier leben mussten: in einfachen Unterkünften, in ständiger Bedrohung und mit dem Feind in den Bergen gegenüber. Ich kann mir ihr Leben nur vorstellen. Doch die sichtbaren Spuren des Krieges machen es schwer, diese Gedanken einfach hinter sich zu lassen.
👉 Historische Informationen zu Forte Cherle
👉 Monte Maggio und seine Kriegsgeschichte
📜 Geschichten, die weiterleben
Die Ruinen von Forte Cherle, das ehemalige Militärhospital und die Schützengräben am Monte Maggio bewahren sichtbare Spuren des Ersten Weltkriegs. Beim Wandern durch diese Landschaft wird Geschichte zu etwas, das unmittelbar vor Augen liegt – und regt dazu an, über das Leben der jungen Soldaten in diesen Bergen nachzudenken.
Auch auf der Literarischen Galerie sammeln wir Sagen, Legenden und Hörspiele aus den Landschaften, durch die unsere Wanderwege führen.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
https://www.die-literarische-galerie.de/sagen-fabeln-marchen/
Wer zwischen Carbonare und dem Rifugio Lancia wandert, begegnet einer Landschaft, deren Wege und Orte von Natur und menschlicher Geschichte erzählen.
🌿 Natur und Landschaft
Die Etappe führt von Carbonare über die Hochflächen der Alpe Cimbra hinauf in die Bergwelt rund um das Rifugio Lancia. Wälder, offene Almflächen, Höhenzüge und Täler wechseln einander ab. Mit dem Torrente Astico begegnet uns zu Beginn auch das Wasser, bevor der Weg über Passo Coe und Monte Maggio weiter in die offene Berglandschaft führt.
💧 Der Torrente Astico
Zu Beginn der Etappe führt der Weg zum Torrente Astico, den wir über eine Steinbrücke überqueren. Das Wasser begleitet den Weg zunächst im Tal, während der Anstieg nach Forte Cherle beginnt.
🌲 Wälder und Almflächen der Alpe Cimbra
Rund um Forte Cherle und auf dem Weg zum Passo Coe wechseln sich Wald und offene Almflächen ab. Die Landschaft wirkt weit und ruhig. Zwischen den bewaldeten Abschnitten öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die Höhen der Alpe Cimbra.
🌄 Passo Coe und Monte Maggio
Am Passo Coe erreicht die Route eine offene Hochfläche. Über den Monte Maggio und den Coston dei Laghi führt der Weg weiter über aussichtsreiche Höhenzüge. Bei guter Sicht reicht der Blick weit über die umliegende Berglandschaft.
🏔️ Vom Passo della Borcola zum Rifugio Lancia
Am Passo della Borcola liegt mit 1.249 Metern ein tieferer Abschnitt der Etappe. Von dort steigt der Weg wieder an. Über die Sella delle Pozze und die Malga Pozze führt er zum Rifugio Lancia auf 1.802 Metern. Mit zunehmender Höhe verändert sich die Landschaft erneut: Der Weg verlässt die tieferen Wald- und Talbereiche und führt zurück in die offene Bergwelt.
🌿 Eine Etappe im Wechsel
Auf dem Weg von Carbonare zum Rifugio Lancia erleben wir keinen gleichförmigen Landschaftsraum. Wasser, Wald, Almflächen und offene Höhen wechseln einander ab. Gerade dieser Wechsel prägt den Charakter der Etappe und begleitet den langen Weg durch die Alpe Cimbra bis zum Rifugio Lancia.
🏰 Historische Orte entlang des Weges
Forte Cherle und das ehemalige Militärhospital
Forte Cherle liegt auf der Hochebene von Folgaria. Das österreichisch-ungarische Werk wurde auf 1.445 Metern errichtet und zu Kriegsbeginn von italienischer Artillerie beschossen. In der Nähe liegen außerdem die Ruinen des ehemaligen Militärhospitals von Val Fredda. Die offiziellen Informationen der Region nennen beide Orte als Zeugnisse des Kriegsgeschehens. (Fort Cherle – Visit Trentino)
Beim Wandern durch diese Gegend begegnet man solchen Orten nicht wie einem abstrakten Kapitel im Geschichtsbuch. Sie liegen mitten in der Landschaft, durch die der Weg führt. Das macht es schwer, nicht an die Menschen zu denken, die hier unter anderen Bedingungen leben mussten.
Monte Maggio
Auch der Monte Maggio war ein umkämpfter Ort. Der Höhenzug lag an der damaligen Grenze zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn. Auf dem Berg sind wiederhergestellte Schützengräben erhalten; die heutige Route berührt damit eine Landschaft, deren Geschichte im Gelände sichtbar geblieben ist. (Monte Maggio – Trentino Grande Guerra)
📸 Die schönsten Momente der Etappe
☀️ Die Sonne nach den Regentagen
Auf vielen vorherigen Etappen hatte es geregnet. Nun brach die Sonne hervor und erwärmte die Umgebung. Dieser Wechsel machte den Tag für mich besonders.
🏛️ Die stillen Zeugnisse des Krieges
Die Ruinen bei Forte Cherle und die Spuren am Monte Maggio lassen die Geschichte dieser Berge nah erscheinen.
🌄 Der Weg über die Höhen
Zwischen Passo Coe, Monte Maggio und Passo della Borcola öffnet sich die Landschaft immer wieder. Der Weg führt durch eine Gegend, in der Natur und Erinnerung eng beieinanderliegen.
🛖 Ankommen am Rifugio Lancia
Nach einem langen Wandertag war das Rifugio Lancia nicht nur das Etappenziel, sondern auch die zugesagte Einkehr und Unterkunft – möglich, weil ich die Informationen und Reservierungen vor Ort rechtzeitig abgestimmt hatte.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
Entlang der Etappe bestehen mehrere Einkehrmöglichkeiten. Dazu zählen laut Outdooractive unter anderem das Albergo Ex Forte Cherle, ein Restaurant am Passo Coe und eine Einkehr am Passo della Borcola.
🛏️ Übernachtung am Etappenziel
Rifugio Vincenzo Lancia
Laut Outdooractive liegt die Hütte auf 1.802 Metern. Eine Reservierung sollte vorab direkt mit dem Rifugio abgestimmt werden.
Da viele Betriebe sich gegen Saisonende auf den Winter vorbereiten, sind Öffnungszeiten und Verfügbarkeit besonders sorgfältig zu prüfen. Meine Erfahrung: Bei einer späten Tour sollte man sich mit den Tourist-Informationen vor Ort kurzschließen und die Hüttenreservierungen genau absprechen. Nur so lässt sich vermeiden, dass man sich auf Angaben verlässt, die nicht mehr aktuell sind.
💡 Wissenswertes zur Wanderung
Forte Cherle war Teil der österreichisch-ungarischen Befestigungsanlagen auf der Hochebene von Folgaria.
In der Nähe des Forts befinden sich die Ruinen des ehemaligen Militärhospitals von Val Fredda.
Der Monte Maggio war während des Ersten Weltkriegs umkämpft; dort sind historische Schützengräben erhalten.
Die Outdooractive-Tour nennt als Gesamtdistanz 27,6 km und als höchsten Punkt 1.934 m oberhalb der Sella delle Pozze.
Einkehr und Übernachtung am Etappenziel sollten besonders zum Saisonende verbindlich angefragt werden.
⚠️ Hinweise zur Tour
Die Etappe ist lang und konditionell fordernd. Plane ausreichend Zeit ein und berücksichtige die 1.843 Höhenmeter im Aufstieg sowie den langen Wandertag.
Öffnungszeiten, Einkehr und Hüttenübernachtung können saisonabhängig sein. Prüfe die Verfügbarkeit direkt bei den Betrieben und stimme Reservierungen rechtzeitig ab. Für diese Tour war auch die Auskunft der Tourist-Information vor Ort wichtig.
Die aktuellen Streckeninformationen und Bedingungen findest du in der Outdooractive-Tour.
🎒 Ausrüstung
🥾 Ausrüstung für die Tagestour
feste Wanderschuhe mit gutem Profil
wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz
ausreichend Wasser und Verpflegung
Wanderkarte oder GPS-Navigation
Erste-Hilfe-Set und geladenes Mobiltelefon
🎒 Für die mehrtägige Alpenüberquerung
Ergänze die Tagesausrüstung um Wechselkleidung, Schlafausrüstung entsprechend der Unterkunft, persönliche Medikamente und die für deine Übernachtungen erforderlichen Dinge. Plane das Gewicht so, dass du die langen Etappen gut bewältigen kannst.
🔗 Verbindung
🚌 Anreise nach Carbonare
Die Anreise nach Carbonare und die Verbindung zum Startpunkt sollten anhand aktueller Fahrpläne geprüft werden. Bei einer Streckenwanderung ist auch die Rückfahrt vom vorherigen Etappenziel in die Planung einzubeziehen.
🚆 Weiterweg ab Rifugio Lancia
Das Rifugio Lancia ist das Etappenziel und der Ausgangspunkt für Etappe 25 in Richtung Rifugio Campogrosso.
⭐ Mein Eindruck
Diese Etappe ist für mich die Geschichte hinter der Geschichte.
Man wandert durch eine schöne Berglandschaft – und zugleich durch das Grauen des Ersten Weltkriegs. Die Ruinen und militärischen Spuren lassen mich darüber nachdenken, wie junge Menschen unter solchen Umständen leben mussten: in einfachen Unterkünften, in einer rauen Umgebung und in der Bedrohung durch den Feind.
Ich kann mir diese Lebensumstände nur vorstellen. Aber schon die Vorstellung, sein junges Leben an einem solchen Ort verbringen zu müssen, begleitet mich auf dem Weg.
Auch die späte Jahreszeit gehörte zu dieser Etappe. Viele Einrichtungen schlossen bereits oder bereiteten sich auf den Winter vor. Wer dann noch unterwegs ist, muss sich auf verlässliche Informationen verlassen können. Ich nahm deshalb Kontakt mit den Tourist-Informationen vor Ort auf und stimmte die Hüttenreservierungen genau ab. So konnte ich noch einkehren und übernachten – als einer der letzten Wanderer, denen das in dieser Saison gelang.
Und dann kam die Sonne.
Nach vielen Regentagen auf den vorherigen Etappen wärmte sie die Umgebung. Es war ein schöner Moment: ein wenig Wärme, Licht auf dem Weg und eine kurze Ruhepause zwischen all den Gedanken an die Geschichte dieser Berge.
Die Etappe blieb für mich dadurch beides zugleich: eine Wanderung durch die Landschaft und eine Begegnung mit dem, was diese Landschaft erlebt hat.
⭐ Wanderwelten
Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.
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