Das goldene Echo vom Schartenberg

Ein Abend aus Licht und Poesie
Um 17:30 Uhr schloss sich der Kreis für eine kleine, feine Gemeinschaft von sieben Gleichgesinnten. Unser Ziel: ein verwunschener, fast zeitloser Sommerabend auf den Spuren der alten Schwarzwald-Sagen, geführt von einsamen Pfaden hinauf zum Schartenberg.
Das Wetter hätte malerischer nicht sein können – ein strahlend blauer Himmel begleitete uns auf schmalen, von moosbewachsenen Steinen gesäumten Wegen, die tief hinein in die Natur führten. Auf unserer gemütlichen, rund 10 Kilometer langen Route ließen wir uns bewusst alle Zeit der Welt, um die Stille und die mystische Atmosphäre des Waldes auf uns wirken zu lassen.
Zwischen uralten Bäumen öffnete sich schließlich der Weg zur Panoramahütte Eisental, die uns mit einem atemberaubenden, freien Blick über das weite Rheintal belohnte. Hier, inmitten dieser romantisch-verklärten Kulisse, machten wir Rast für eine genussvolle Auszeit: Bei erfrischendem Sekt, feinem Wein und einem gemeinsamen Vesper lauschten wir zwei atmosphärischen Hörspielen, deren Klänge wunderbar mit dem Abendwind verschmolzen.
Den krönenden Höhepunkt bildete der Augenblick, als die Sonne in einem berauschenden, goldenen Farbenspiel über dem Tal versank und die Weinberge in ein warmes, fast unwirkliches Licht tauchte. Als es schließlich Zeit für den Rückweg wurde, lag ein leises Bedauern in der Luft – niemand wollte diesen magischen gemeinsamen Weg verlassen, der uns für ein paar Stunden aus dem Alltag entrückt hatte.
