🥾 Expedition Guayaquil - Chimborazo 10: Guaranda – Pachakutik (über Negroyacu & Chalata Bajo)
✨ Wo die Andenstadt in die eisigen Höhen aufsteigt
Die zehnte Etappe beginnt in Guaranda – und damit zunächst mitten im Leben. Straßen, Häuser, Menschen und der Verkehr der Andenstadt bestimmen das Bild. Doch schon bald verändert sich die Umgebung. Mein Weg führt hinaus aus der Stadt, vorbei an ländlichen Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, bevor die Landschaft wieder zunehmend von der Weite und Einsamkeit der Hochanden geprägt wird.
Auf 16,7 Kilometern führt mich die Strecke von Guaranda über Negroyacu und Chalata Bajo hinauf nach Pachakutik. Dabei liegen 857 Höhenmeter im Aufstieg vor mir. Der höchste Punkt erreicht 3.306 Meter.
Es ist ein bemerkenswerter Wechsel der Welten. Am Morgen bin ich noch in einer lebendigen Stadt unterwegs. Wenige Stunden später wird die Landschaft weiter, die Besiedlung dünner und die Stille kehrt zurück. Felder und Wege führen immer weiter hinauf, bis die Hochanden wieder den Raum bestimmen.
Dabei bleibt die Landschaft nicht nur Kulisse. Sie ist Lebensraum. Landwirtschaft, kleine Gemeinschaften und die Wege zwischen den Siedlungen gehören ebenso zu diesem Abschnitt wie die großen offenen Landschaftsräume der Anden.
Die 5:40 Stunden Gehzeit von Outdooractive geben den planerischen Rahmen vor. Die tatsächliche Herausforderung liegt für mich jedoch in der Kombination aus Distanz, Höhenmetern und der zunehmenden Höhe.
Mit 3.306 Metern erreiche ich erneut eine Höhe, in der jeder Anstieg bewusster gegangen werden muss. Der Körper kennt inzwischen die Höhe besser als zu Beginn der Expedition – aber jeder Berg verlangt seinen eigenen Rhythmus.
Und dann geschieht etwas, womit ich nicht gerechnet habe.
Mitten in dieser abgelegenen Bergwelt begegne ich erstmals seit Beginn meiner Expedition anderen Europäern: zwei Italienern und einer Frau aus Südtirol. Sie spricht Deutsch.
Nach Tagen in einer fremden Sprache ist es ein beinahe berauschendes Gefühl, plötzlich wieder die eigene Muttersprache zu hören. Für einige Kilometer gehen wir gemeinsam.
Auch sie sind nicht auf der Suche nach dem bekannten und viel besuchten Zugang zum Chimborazo. Sie kommen aus Riobamba und wollen einen abgelegeneren Weg nehmen – dorthin, wo die großen Geschichten des Berges noch nicht von den Erzählungen der vielen Besucher überlagert werden.
In diesem Augenblick wird mir klar, dass wir dasselbe suchen.
Die Einsamkeit.
Die zehnte Etappe wird dadurch für mich zu einem besonderen Abschnitt der Expedition: Sie beginnt in der Stadt und führt zurück in die Wildnis – und mitten in dieser Wildnis finde ich für einige Kilometer ein unerwartetes Stück Heimat.
📋 Tourensteckbrief
🌍 Region: Ecuador – Kanton Guaranda / Anden-Hochgebirge

🚩 Start: Guaranda
🏁 Ziel: Pachakutik
📏 Länge: 16,7 km
⏱️ Dauer: 5:40 Std.
⛰️ Höhenmeter: 857 m Aufstieg / 229 m Abstieg
🏔️ Höchster Punkt: 3.306 m
📍 Tiefster Punkt: 2.676 m
🥾 Schwierigkeit: T2 – schwer
(durch spürbare Höhenmeter, Länge und alpines T2-Gelände)
🗺️ Etappe: 10 von 13
🚆 Erreichbarkeit: Streckenexpedition von A nach B, mit Bahn und Bus erreichbar
🥾 Eigenschaften der Wanderung
🚄 Mit Bahn und Bus erreichbar: Guaranda ist an den regionalen öffentlichen Verkehr angebunden und bildet einen gut erreichbaren Ausgangspunkt der Etappe.
🚩 Von A nach B: Eine klassische Streckenwanderung von Guaranda über Negroyacu und Chalata Bajo hinauf nach Pachakutik.
🏔️ Etappentour: Die zehnte Etappe meiner großen Expedition von Guayaquil zum Chimborazo – vom Tiefland des Pazifiks bis in die Hochanden.
🍽️ Einkehrmöglichkeit: In Guaranda bestehen Versorgungs- und Einkehrmöglichkeiten. Mit zunehmender Entfernung von der Stadt wird die Versorgung deutlich eingeschränkter.
🏛️ Kulturell / historisch: Die Etappe verbindet das kulturell und historisch geprägte Guaranda mit ländlichen Gemeinschaften und dem traditionellen Leben der Anden.
🌄 Aussichtsreich: Mit zunehmender Höhe öffnen sich weite Blicke über das Becken von Guaranda und die umgebenden Berglandschaften.
🌿 Flora & Fauna: Der Weg führt aus dem besiedelten Talraum zunehmend in die offene Hochlandlandschaft der zentralen Anden.
🪨 Geologische Highlights: Bergflanken, offene Hänge und die durch Erosion geprägten Formen der Anden begleiten den Aufstieg nach Pachakutik.
🧭 Geheimtipp: Ein stiller und ungewöhnlicher Zugang zu den Hochanden, der mich aus dem Leben Guarandas Schritt für Schritt zurück in die Weite und Einsamkeit der Bergwelt führt.
🏞️ Charakter der Wanderung
Diese Etappe lebt vom Wechsel der Welten. Ich starte in Guaranda noch mitten im Leben der Andenstadt. Straßen, Häuser und Menschen begleiten mich zunächst, doch mit jedem Höhenmeter verändert sich das Bild. Über Negroyacu und Chalata Bajo führt mich mein Weg weiter hinauf in eine zunehmend offene und stille Landschaft.
Dabei gehe ich häufig nicht auf der Straße. Immer wieder führen mich schmale Pfade abseits der Fahrwege durch die Landschaft – Wege, die in keiner Karte verzeichnet sind. Die Straße bleibt dabei meist in Sichtweite und gibt eine gewisse Orientierung, während ich auf diesen kleinen, ursprünglichen Verbindungen durch das Hochland unterwegs bin.
Der Aufstieg ist stetig und verlangt Kraft. Rund 850 Höhenmeter liegen vor mir, bevor ich Pachakutik auf 3.306 Metern erreiche. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in technischen Schwierigkeiten als in der Kombination aus Anstieg, Distanz und zunehmender Höhe.
Besonders faszinierend ist für mich der Übergang vom bewohnten Talraum in die Weite der Hochanden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen, kleine Gemeinschaften und offene Hänge prägen das Landschaftsbild. Gleichzeitig wird die Besiedlung spürbar dünner und die Stille nimmt wieder ihren Raum ein.
So wird die zehnte Etappe für mich zu einem besonderen Übergang: Die Straße bleibt in Sichtweite, aber mein Weg führt daneben – auf Pfaden, die keine Karte kennt und die mir die Anden von ihrer ursprünglichen Seite zeigen.
🌿 Die Etappe auf einen Blick
16,7 Kilometer führen mich von Guaranda nach Pachakutik. Dabei bewältige ich 857 Höhenmeter und erreiche mit 3.306 Metern den höchsten Punkt der Etappe.
Der Weg verbindet Stadt, ländliche Siedlungen und die offene Hochlandlandschaft. Für mich ist es ein anspruchsvoller Aufstieg, der mit zunehmender Höhe seinen ganz eigenen Rhythmus entwickelt.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Die interaktive Karte zeigt den Verlauf unserer zehnten Etappe von Guaranda nach Pachakutik über 16,7 Kilometer durch die hochalpine Bergwelt Ecuadors.
Die Route verbindet urbane Ausläufer mit steilen Naturpfaden und T2-Passagen im Hochgebirge.
Der Weg führt durch:
🏙️ Guaranda – Ausgangspunkt der Etappe
🌾 Negroyacu und Chalata Bajo – ländliche Siedlungs- und Landwirtschaftsräume
🥾 Pfade abseits der Straße – teilweise nicht kartierte Wege durch die Landschaft
🏔️ Pachakutik – Ziel der Etappe auf 3.306 Metern
Die Karte dient der Orientierung. Gerade bei den kleinen Pfaden abseits der Straße ist sie jedoch nicht immer ein vollständiges Abbild des tatsächlich begangenen Weges.
🥾 Einordnung des Weges
🌟 Etappe 10: Guaranda – Pachakutik
Die zehnte Etappe ist ein wichtiger Übergang innerhalb meiner Expedition von Guayaquil zum Chimborazo. Auf 16,7 Kilometern und mit 857 Höhenmetern führt sie mich aus dem städtischen Raum von Guaranda immer weiter hinauf in die ländlichen und hochgelegenen Landschaften der Anden.
Dabei erlebe ich den Wechsel der Landschaft besonders unmittelbar: von Straßen und Siedlungen über landwirtschaftlich geprägte Bereiche bis hin zu offenen Hochlandflächen und kleinen Pfaden abseits der Straße.
➡️ Gesamtstrecke der Expedition Guayaquil – Chimborazo auf Outdooractive
🧗♂️ Expedition Guayaquil bis Chimborazo – Vom Pazifik zum fernsten Punkt der Erde
Eine faszinierende Expedition von der Pazifikküste durch das Tiefland bis hinauf zu den eisigen Höhen des Chimborazo in 13 anspruchsvollen Etappen.
➡️ Link zur Gesamtetappe🧗♂️ Der Weg in Etappen
Die Expedition lässt sich in 13 Etappen unterteilen:
Der Startpunkt führt von der pulsierenden Küstenmetropole Guayaquil hinaus in das fruchtbare Tiefland Richtung Milagro.
➡️ Link zur Etappe 1
Weiter durch die landwirtschaftlich geprägte Region vorbei an Plantagen bis nach Simón Bolívar.
➡️ Link zur Etappe 2
Der Weg führt stetig voran durch das abwechslungsreiche Gelände bis nach Pueblo Nuevo.
➡️ Link zur Etappe 3
Weiterer Routenverlauf durch das ländliche Ecuador bis in die Ortschaft Juan Montalvo.
➡️ Link zur Etappe 4
Der Weg führt von Juan Montalvo über den Fluss nach Caluma und bietet erste landschaftliche Übergänge.
➡️ Link zur Etappe 5
Über das Recinto El Hemisferio geht es hinauf in Richtung Cumbillí Grande mit neuen Höhenprofilen.
➡️ Link zur Etappe 6
Vorbei an Los Tambos führt dieser Abschnitt anspruchsvoll weiter nach Las Tres Cruces.
➡️ Link zur Etappe 7
Eine wegweisende Etappe durch hochandine Regionen weiter bis nach Tillirungo.
➡️ Link zur Etappe 8
Durch die Comunidad Illapa führt der Weg hinein in die geschichtsträchtige Stadt Guaranda.
➡️ Link zur Etappe 9
Verlassen von Guaranda über Negroyacu und Chalata Bajo bis nach Pachakutik.
➡️ Link zur Etappe 10
Auf der Ruta Aventura Chimborazo nähert sich die Expedition dem Eingangsbereich des Naturreservats.
➡️ Link zur Etappe 11
Der alpine Aufstieg innerhalb des Reservats hinauf zum hochgelegenen Stützpunkt, dem Refugio Carrel.
➡️ Link zur Etappe 12
Die finalste und anspruchsvollste Etappe: Der Gipfelversuch über die Normalroute zum fernsten Punkt der Erde.
➡️ Link zur Etappe 13
🥾 Die Wanderung
Das Erleben der zehnten Etappe von Guaranda nach Pachakutik
Eine Expedition dieser Art lebt von der Härte des kontinuierlichen Aufstiegs. Wenn sich die Lunge an die dünnere Luft gewöhnt und der Blick über die mächtigen Ketten schweift, verwandelt sich der Marsch in eine hochalpine Prüfung.
Von Guaranda bis Pachakutik führt der Weg durch eine Welt, in der die stete Steigung und die Höhe den Takt vorgeben.
Besonders gefordert ist hier die Rhythmisierung der Schritte an den langen Anstiegen, bei denen sich der Körper im T2-Gelände voll auf das Terrain einstellen muss.
Nach fast sechs Stunden und über 850 Höhenmetern endet dieser intensive Tag in Pachakutik. Was bleibt, ist der Stolz, die 3.300-Meter-Marke souverän genommen zu haben.
🏰 Historische und Kulturelle Orte entlang des Weges
Stationen zwischen Guaranda und Pachakutik
Die zehnte Etappe führt durch einen Landschaftsraum, in dem sich die Geschichte der Anden nicht nur in historischen Gebäuden, sondern vor allem im Leben der heutigen Gemeinschaften zeigt.
🏛️ Guaranda – das historische Zentrum
Guaranda ist der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt der Provinz Bolívar. Die Stadt liegt an einer historischen Verbindung zwischen Küste und Sierra und besitzt ein bedeutendes historisches Zentrum. Von hier aus verlasse ich den städtischen Raum und steige in die ländlichen Gebiete der Umgebung auf.
🏡 Negroyacu und Chalata Bajo – lebendige Andengemeinschaften
Mit zunehmender Höhe wird die städtische Umgebung durch kleine Siedlungen und landwirtschaftlich geprägte Gemeinschaften abgelöst. Besonders Chalata Bajo steht dabei für das lebendige Leben im ländlichen Hochland: Gemeinschaft, Landwirtschaft und die Verbindung zwischen den einzelnen Siedlungen bestimmen hier den Alltag.
🏔️ Pachakutik – Leben im Hochland
Pachakutik bildet den Zielpunkt meiner zehnten Etappe. Hier endet der Weg nicht an einem historischen Bauwerk, sondern in einer ländlich geprägten Hochlandgemeinschaft. Gerade dieser Gegensatz macht die Etappe für mich interessant: Geschichte und Kultur begegnen mir nicht als Museum, sondern als Teil des täglichen Lebens.
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
Erzähltraditionen rund um Guaranda
Die Region um Guaranda besitzt eine vielfältige indigene und mestizische Erzähltradition. Über Generationen wurden Wissen, Bräuche und Geschichten innerhalb der Gemeinschaften weitergegeben. Auf dieser Etappe begegnen mir diese Traditionen jedoch eher in der lebendigen Kultur der Menschen als in einer eindeutig belegten Sage, die unmittelbar einem einzelnen Wegabschnitt zugeordnet werden kann.
🌄 Geschichten der Anden
Gerade die ländlichen Gemeinschaften zwischen Guaranda und Pachakutik zeigen, dass Geschichten und kulturelle Traditionen nicht nur in Büchern bewahrt werden. Sie gehören zum Alltag und zur Identität der Menschen, die in dieser Berglandschaft leben.
📜 Geschichten, die weiterleben
Auch wenn ich dieser Etappe keine einzelne Sage sicher zuordnen möchte, gehört sie zu einer Region mit einem reichen kulturellen und mündlich überlieferten Erbe.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🌿 Natur und Landschaft
Die ökologische Vielfalt in den Höhenlagen
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft. Aus dem Umfeld von Guaranda führt mich der Weg durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und offene Hänge immer weiter hinauf.
🌬️ Sonne und kalter Wind
Obwohl die Sonne scheint, sind die frühen Morgenstunden empfindlich kalt. Der Wind strömt über die Hänge und macht die zunehmende Höhe deutlich spürbar. Licht und Kälte liegen dabei unmittelbar nebeneinander – eine besondere Atmosphäre dieser Andenlandschaft.
🏔️ Die Weite der Anden
Je höher ich komme, desto weiter wird der Blick. Siedlungen und Straßen treten zurück, während die offenen Landschaftsräume der Anden den Eindruck bestimmen. Für mich liegt gerade in diesem Wechsel die besondere Schönheit der zehnten Etappe.
📸 Die schönsten Momente der zehnten Etappe
Besondere Augenblicke auf dem Weg nach Pachakutik
🇩🇪 Ein Stück Heimat in den Anden
Mitten in der abgelegenen Bergwelt begegne ich erstmals seit Beginn meiner Expedition anderen Europäern: zwei Italienern und einer Frau aus Südtirol. Sie spricht Deutsch.
Nach so vielen Tagen in einer fremden Sprache ist es ein beinahe berauschendes Gefühl, plötzlich wieder meine Muttersprache zu hören. Für einige Kilometer gehen wir gemeinsam. Jeder von uns ist auf seine Weise unterwegs – und doch verbindet uns derselbe Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit abseits der bekannten Wege.
Dieser kurze gemeinsame Abschnitt wird für mich zu einem ganz besonderen Moment der Expedition: Ein Stück Heimat begegnet mir dort, wo ich es am wenigsten erwartet habe.
☀️ Der ausgebliebene Regen
Auch das Wetter schenkt mir an diesem Tag einen besonderen Moment. Regen war angekündigt, doch er bleibt aus. Statt nasser Wege und grauer Wolken begleitet mich die Sonne durch die Etappe.
Gerade auf einer Expedition weiß ich solche Tage zu schätzen. Das Wetter lässt sich nicht planen – man kann sich nur darauf vorbereiten und das gute Fenster nutzen, wenn es sich öffnet.
🏔️ Ankommen auf 3.306 Metern
Nach fast sechs Stunden erreiche ich Pachakutik. Der lange Aufstieg liegt hinter mir, und mit 3.306 Metern habe ich einen weiteren wichtigen Höhenpunkt meiner Expedition erreicht.
Doch der stärkste Moment dieses Tages war für mich nicht die erreichte Höhe. Es war die unerwartete Begegnung mit Menschen, die für einige Kilometer ein Gefühl zurückbrachten, das mir in der Fremde gefehlt hatte: Heimat.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
Logistik und Versorgung auf Etappe 10
Eine Expedition in diesen Höhenlagen erfordert eine exzellente Verpflegung, warme Kleidung für die Windpausen und eine saubere Wassereinteilung. Die Versorgung erfolgt über die städtischen Startpunkte sowie autark an den jeweiligen Stützpunkten.
Alle Details zu Rast, Einkehr und Unterkunft sind direkt bei der Outdooractive-Etappe hinterlegt:
💡 Wissenswertes zur Etappe 10
Hintergrundwissen und Anforderungen auf dem Weg nach Pachakutik
Dieser Abschnitt markiert den spürbaren Eintritt in die finale, konditionell anspruchsvolle Hochgebirgsphase unserer Expeditionsdurchquerung.
🥾 Höhenmeter und T2-Gelände:
Mit knapp 860 Höhenmetern auf anspruchsvollem Untergrund liegt der Fokus voll auf Kraftökonomie und Trittsicherheit.
🧭 Klare Wegführung:
Die Outdooractive-Daten leiten sicher über die Bergsättel und Wege. Ohne GPS fast nicht möglich wegen fehlender Ausschilderung.
⚠️ Hinweise zur Tour
Wetter, Höhe und Wegführung
🌬️ Kälte und Wind: Auch bei Sonnenschein können die Temperaturen am Morgen deutlich niedriger sein. Der kalte Wind auf den offenen Hängen ist nicht zu unterschätzen. Wind- und Wetterschutz gehören deshalb ins Gepäck.
🏔️ Höhe: Mit 3.306 Metern erreicht die Etappe eine Höhe, bei der die körperliche Belastung spürbar zunehmen kann. Ein ruhiges Tempo und eine gute Einteilung der Kräfte sind wichtig.
🥾 Wegführung: Teile der Strecke führen über kleine Pfade abseits der Straße, die nicht immer auf Karten verzeichnet sind. Die Orientierung sollte deshalb aufmerksam erfolgen.
🌦️ Wetterentwicklung: Die Bedingungen können sich in den Anden schnell verändern. Auch wenn die Wettervorhersage günstiges Wetter ankündigt, sollte man auf Regen, Wind und Kälte vorbereitet sein.
🎒 Ausrüstung
Die passende Ausrüstung für das Hochland
Feste Bergschuhe, winddichte Funktionsjacken, wärmende Schichten (Zwiebelprinzip), Mütze, Handschuhe, Sonnenschutz für die Höhensonne, Trekkingstöcke und ein funktionelles Erste-Hilfe-Set im Rucksack.
Alle Details zur Ausrüstung für Etappe 10 sind direkt hier hinterlegt:
🔗 Verbindung
Anbindung und Etappenübergang
Guaranda und Pachakutik sind über historische Bergpfade und Verbindungspisten erreichbar.
Konkrete Routenverknüpfungen zur vorherigen und nächsten Etappe finden sich direkt in den Tourendaten:
⭐ Mein Eindruck
Persönliche Gedanken zur zehnten Etappe
Die zehnte Etappe bleibt mir vor allem wegen ihrer Gegensätze in Erinnerung. Ich verlasse Guaranda und steige immer weiter in eine Landschaft hinauf, die stiller, weiter und ursprünglicher wird.
Dabei gehört für mich auch El Castillo Las Cochas und die Landschaft rund um die Seen von Las Cochas zu diesem besonderen Abschnitt. Zwischen Wasser, Bergen und den offenen Hochlandflächen entsteht ein Landschaftsbild, das die kulturelle und natürliche Vielfalt dieser Region auf besondere Weise verbindet.
Doch der stärkste persönliche Moment dieser Etappe liegt für mich an einem ganz anderen Ort: mitten in den Anden begegne ich erstmals anderen Europäern. Zwei Italiener und eine Frau aus Südtirol sind wie ich auf abgelegenen Wegen unterwegs. Dass die Frau Deutsch spricht und ich nach Tagen plötzlich wieder meine Muttersprache höre, ist ein beinahe berauschendes Gefühl.
Für einige Kilometer gehen wir gemeinsam. Wir kommen aus unterschiedlichen Richtungen, suchen aber dasselbe: die Einsamkeit der Anden.
Vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung an diese Etappe. Nicht die 3.306 Meter, nicht die 857 Höhenmeter und auch nicht die zurückgelegten 16,7 Kilometer. Sondern die Erkenntnis, dass man selbst in einer scheinbar grenzenlosen Fremde manchmal ganz unverhofft ein kleines Stück Heimat findet.
⭐ Wanderwelten
Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.
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