🥾 Expedition Guayaquil - Chimborazo 4: Pueblo Nuevo - Juan Montalvo
✨ Wo das Tiefland den Rhythmus bestimmt
Noch immer gehen wir durch das weite Tiefland Ecuadors. Die Anden stehen inzwischen klar am Horizont, doch unser Weg führt weiterhin durch eine flache, tropisch geprägte Landschaft.
Vor uns liegen 29,2 Kilometer.
Fast dreißig Kilometer ohne nennenswerte Steigung. Was zunächst einfach klingt, wird an diesem Tag zu einer Prüfung der Ausdauer. Die offene Landschaft, die Sonne und die langen Naturwege verlangen einen gleichmäßigen Rhythmus und einen langen Atem.
Pueblo Nuevo liegt hinter uns, Juan Montalvo vor uns. Dazwischen breitet sich eine ländliche Kulturlandschaft aus, in der Landwirtschaft und der Alltag der Menschen den Charakter der Region bestimmen.
Es ist keine Etappe der großen Höhenmeter. Es ist eine Etappe des Durchhaltens.
Und vielleicht liegt genau darin ihre besondere Bedeutung. Denn eine Expedition fordert nicht nur dort, wo der Weg steil wird. Manchmal verlangt sie einfach, viele Stunden weiterzugehen, obwohl der Horizont scheinbar unverändert bleibt.
Fast dreißig Kilometer Tiefland – und jeder einzelne bringt uns dem Chimborazo näher.
📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe: Pueblo Nuevo – Juan Montalvo
📍 Start: Pueblo Nuevo
🏁 Ziel: Juan Montalvo
📏 Strecke: 29,2 km
⏱️ Gehzeit: ca. 7:15 Std.
⬆️ Aufstieg: 61 m
⬇️ Abstieg: 14 m
🔺 Höchster Punkt: 35 m
🔻 Tiefster Punkt: 10 m
🥾 Schwierigkeit: T1 – schwer
🌎 Landschaft: Tropisches Küstentiefland Ecuadors
🗺️ Etappen: 4 von 13
🚆 Erreichbarkeit: Streckenexpedition von A nach B
Charakter: Lange und nahezu ebene Ausdaueretappe durch das ländlich geprägte Küstentiefland.
🥾 Eigenschaften der Wanderung
- 🌴 Landschaft: Weites, flaches Küstentiefland mit landwirtschaftlich geprägten Flächen
- ☀️ Klima: Tropisch geprägt, warm und mit intensiver Sonneneinstrahlung
- 🌿 Wegcharakter: Ländliche Wege und längere Naturabschnitte durch die offene Kulturlandschaft
- ⛰️ Höhenprofil: Nahezu eben – nur geringe Höhenunterschiede auf der gesamten Etappe
- 💧 Anforderung: Die fast 30 Kilometer verlangen vor allem Ausdauer und einen gleichmäßigen Rhythmus
- 🧭 Orientierung: Ländliches Wegenetz; die Navigation über den Outdooractive-Track ist empfehlenswert
- 🥾 Charakter: Lange Ausdaueretappe im Tiefland – körperlich weniger durch Steigungen als durch Distanz, Wärme und offene Landschaft geprägt
29,2 Kilometer und kaum Höhenmeter: Diese Etappe fordert nicht den Aufstieg, sondern den langen Atem.
🏞️ Charakter der Wanderung
Diese Etappe ist vor allem eines: ein langer, ausdauernder Weg durch das flache Tiefland.
Von Pueblo Nuevo führt die Route über ländliche Wirtschaftswege und unbefestigte Naturpfade durch eine weitgehend landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Das Land ist hier kein spektakuläres Panorama. Es ist eine Landschaft, die sich nicht aufdrängt, sondern entdeckt werden will.
Wer nur nach großen Ausblicken sucht, könnte diesen Abschnitt schnell als unscheinbar empfinden. Doch wer genauer hinsieht, erkennt seinen eigenen Reiz: die Weite der Ebene, die Strukturen der Landwirtschaft, Wege und Wasserläufe, einzelne Häuser und immer wieder das Leben der Menschen am Weg.
Gerade diese scheinbare Ereignislosigkeit macht den Charakter der Etappe aus. Man muss langsamer schauen, auf Kleinigkeiten achten und sich auf die Landschaft einlassen. Dann beginnt auch das flache Tiefland zu erzählen.
Fast dreißig Kilometer verlangen dabei ihren eigenen Rhythmus. Die Strecke fordert weniger durch Steigung als durch ihre Länge, die Wärme und die offene Landschaft.
Diese Landschaft will nicht beeindrucken. Man muss ihr die Zeit geben, ihren Reiz zu zeigen.
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Die vierte Etappe führt auf fast 30 Kilometern von Pueblo Nuevo nach Juan Montalvo. Ein bewusst gewählter langer Abschnitt, der vor allem Ausdauer und einen guten eigenen Rhythmus verlangt.
Dabei zeigt sich das Küstentiefland in seiner ganzen Weite: ruhige Wirtschaftswege, flache Wasserläufe, landwirtschaftlich genutzte Flächen und ländliche Siedlungen abseits der großen Touristenströme.
Auf den ersten Blick mag diese Landschaft unspektakulär wirken. Doch wer sich Zeit nimmt und genauer hinsieht, entdeckt ihren eigenen Reiz. Das Leben am Weg, die Weite der Ebene und die landwirtschaftliche Prägung erzählen von einer Region, die nicht mit großen Sehenswürdigkeiten beeindrucken muss.
Die eigentliche Herausforderung liegt an diesem Tag in der Distanz. Fast dreißig Kilometer unter der tropischen Sonne verlangen einen klugen Umgang mit den eigenen Kräften, ausreichend Flüssigkeit und vor allem Durchhaltevermögen.
Wer hier seinen Rhythmus findet, erlebt eine Landschaft, deren Schönheit nicht auf den ersten Blick kommt – sondern mit jedem Kilometer.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Orientierung auf der vierten Etappe von Pueblo Nuevo nach Juan Montalvo
Die interaktive Karte zeigt den Verlauf unserer vierten Etappe von Pueblo Nuevo nach Juan Montalvo über 29,2 Kilometer durch das flache Küstentiefland Ecuadors.
Von Pueblo Nuevo führt die Route weiter durch die ländlich geprägte Landschaft. Wirtschaftswege und Naturabschnitte bestimmen den Weg, während die Strecke nahezu eben bleibt.
Mit fast 30 Kilometern liegt diesmal vor allem die Distanz im Mittelpunkt. Die Karte macht dabei sichtbar, wie weit sich die Etappe durch die offene Landschaft zieht.
Pueblo Nuevo → ländliche Wege und Naturabschnitte → Juan Montalvo
Für die genaue Streckenführung und Navigation steht der vollständige Outdooractive-Track zur Verfügung.
🥾 Einordnung des Weges
🌟 Etappe 4: Pueblo Nuevo – Juan Montalvo
🌴 Tropisches Tiefland und Flusslandschaften der Küstenregion
Die Strecke zeigt eine Seite Ecuadors, die leicht übersehen wird. Keine spektakulären Gipfel bestimmen hier das Bild, sondern Weite, Landwirtschaft, Wasserläufe und das alltägliche Leben der Menschen.
Gerade darin liegt der besondere Charakter dieser Etappe. Sie verlangt Ausdauer auf langen, nahezu flachen Wegen und den Blick für eine Landschaft, deren Reiz sich nicht sofort erschließt.
Noch sind wir im Tiefland. Doch die Expedition zieht weiter – und mit jedem Kilometer rückt die Bergwelt näher.
🧗♂️ Expedition Guayaquil bis Chimborazo – Vom Pazifik zum fernsten Punkt der Erde
Eine faszinierende Expedition von der Pazifikküste durch das Tiefland bis hinauf zu den eisigen Höhen des Chimborazo in 13 anspruchsvollen Etappen.
➡️ Link zur Gesamtetappe🧗♂️ Der Weg in Etappen
Die Expedition lässt sich in 13 Etappen unterteilen:
Der Startpunkt führt von der pulsierenden Küstenmetropole Guayaquil hinaus in das fruchtbare Tiefland Richtung Milagro.
➡️ Link zur Etappe 1
Weiter durch die landwirtschaftlich geprägte Region vorbei an Plantagen bis nach Simón Bolívar.
➡️ Link zur Etappe 2
Der Weg führt stetig voran durch das abwechslungsreiche Gelände bis nach Pueblo Nuevo.
➡️ Link zur Etappe 3
Weiterer Routenverlauf durch das ländliche Ecuador bis in die Ortschaft Juan Montalvo.
➡️ Link zur Etappe 4
Der Weg führt von Juan Montalvo über den Fluss nach Caluma und bietet erste landschaftliche Übergänge.
➡️ Link zur Etappe 5
Über das Recinto El Hemisferio geht es hinauf in Richtung Cumbillí Grande mit neuen Höhenprofilen.
➡️ Link zur Etappe 6
Vorbei an Los Tambos führt dieser Abschnitt anspruchsvoll weiter nach Las Tres Cruces.
➡️ Link zur Etappe 7
Eine wegweisende Etappe durch hochandine Regionen weiter bis nach Tillirungo.
➡️ Link zur Etappe 8
Durch die Comunidad Illapa führt der Weg hinein in die geschichtsträchtige Stadt Guaranda.
➡️ Link zur Etappe 9
Verlassen von Guaranda über Negroyacu und Chalata Bajo bis nach Pachakutik.
➡️ Link zur Etappe 10
Auf der Ruta Aventura Chimborazo nähert sich die Expedition dem Eingangsbereich des Naturreservats.
➡️ Link zur Etappe 11
Der alpine Aufstieg innerhalb des Reservats hinauf zum hochgelegenen Stützpunkt, dem Refugio Carrel.
➡️ Link zur Etappe 12
Die finalste und anspruchsvollste Etappe: Der Gipfelversuch über die Normalroute zum fernsten Punkt der Erde.
➡️ Link zur Etappe 13
🥾 Die Wanderung
Ein Pickup, viele Kinder und ein kleines Missverständnis
Der Weg nach Juan Montalvo zieht sich durch das weite Tiefland. Fast dreißig Kilometer liegen vor uns, und Kilometer für Kilometer wird der Schritt gleichmäßiger.
Dann taucht ein Pickup auf.
Auf der offenen Pritsche sitzen zahlreiche Kinder. Das Fahrzeug hält neben mir, und der Fahrer spricht mich an. Was genau er wissen möchte, bleibt zunächst unklar. Vielleicht will er wissen, wohin ich unterwegs bin. Vielleicht bietet er mir an, ein Stück mitzufahren.
Mein Handy versucht, die Situation zu übersetzen.
Es scheitert.
Manchmal ist moderne Technik eben auch nur so gut wie ihre Verbindung zur Wirklichkeit.
Die Kinder schauen neugierig zu mir herüber. Ich hole ein paar Süßigkeiten aus meinem Rucksack und gebe sie ihnen. Plötzlich braucht es keine Übersetzung mehr. Lächeln funktioniert überall.
Ein kurzer Moment, ein paar freundliche Gesichter – dann fährt der Pickup weiter.
Ich bleibe auf meinem Weg nach Juan Montalvo.
Zu Fuß.
Vielleicht werde ich nie erfahren, was der Fahrer mir eigentlich sagen wollte. Aber genau solche kleinen Begegnungen bleiben von einer Reise zurück. Nicht weil sie spektakulär sind, sondern weil für einen kurzen Augenblick zwei Welten aufeinandertreffen und sich verständigen, obwohl die Worte fehlen.
Und so geht es weiter durch das Tiefland.
Manchmal braucht es kein gemeinsames Wort, um sich zu verstehen.
🏰 Historische und Kulturelle Orte entlang des Weges
Stationen zwischen Pueblo Nuevo und Juan Montalvo
Der Weg führt durch eine Region, deren Geschichte eng mit Landwirtschaft, ländlichem Leben und den Wegen verbunden ist, auf denen Menschen und Waren durch das Tiefland gelangten.
🌴 Pueblo Nuevo – das ländliche Startzentrum
Von Pueblo Nuevo aus führt die Route hinein in die Weite der Agrarlandschaft. Der Ort selbst steht dabei weniger für einzelne große Sehenswürdigkeiten als für jene ländliche Lebenswelt, die diese Etappe über viele Kilometer prägt.
🏡 Juan Montalvo – ein Name mit literarischem Klang
Am Ende der langen Etappe erreichen wir Juan Montalvo. Der Ort trägt den Namen des bedeutenden ecuadorianischen Schriftstellers Juan Montalvo Fiallos.
Damit bekommt das Etappenziel für unsere Literarische Galerie eine besondere Bedeutung. Montalvo gehörte zu den prägendsten Intellektuellen Ecuadors des 19. Jahrhunderts. Seine Schriften waren von politischem Denken, Kritik und einem ausgeprägten Sinn für Freiheit geprägt.
So endet diese lange Wanderung nicht einfach an einem beliebigen Ortsnamen.
Nach fast dreißig Kilometern erreichen wir einen Ort, dessen Name selbst eine literarische Geschichte trägt.
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
🌿 Wo das Land selbst erzählt
Zwischen Pueblo Nuevo und Juan Montalvo begegnen uns vor allem Geschichten des alltäglichen Lebens: die Arbeit auf den Feldern, die Wege zwischen den Siedlungen und die Menschen, denen man unterwegs begegnet.
Eine konkrete, historisch belegte Sage, die sich eindeutig dieser Etappe zuordnen lässt, ist nicht überliefert. Deshalb soll hier keine Geschichte entstehen, die nur gut klingt, aber nicht zur Region gehört.
Vielleicht passt gerade das zu diesem Abschnitt unserer Expedition. Nicht jeder Weg braucht eine alte Legende. Manchmal sind es die kleinen Begegnungen am Weg, die selbst zu einer Geschichte werden.
Der Pickup mit den Kindern, die wenigen Worte, die keine Übersetzung gefunden haben, und ein paar Süßigkeiten, die plötzlich mehr sagen als jede Sprache – auch daraus entstehen Erinnerungen.
Geschichten müssen nicht immer Jahrhunderte alt sein. Manche beginnen genau dort, wo ein Weg auf einen Menschen trifft.
📜 Geschichten, die weiterleben:
Diese Sagen sind nur ein Teil des reichen Erzählgutes der Region. Manche Geschichten haben einen historischen Kern, andere sind über Jahrhunderte gewachsen und wieder andere leben vor allem von der Fantasie ihrer Erzähler. Auch auf der Literarischen Galerie haben wir Sagen, Legenden und Hörspiele aus den Landschaften gesammelt, durch die unsere Wanderwege führen.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🌿 Natur und Landschaft
🌴 Zwischen ursprünglicher Natur und riesigen Plantagen
Das Tiefland Ecuadors zeigt auf dieser Etappe zwei Gesichter.
Dort, wo die ursprüngliche tropische Vegetation noch Raum besitzt, wirkt die Landschaft wild, dicht und voller Leben. Grünes wächst nicht in geordneten Grenzen. Pflanzen, Bäume und Wasserläufe bilden ein natürliches Geflecht, das sich seinen eigenen Raum sucht.
Doch daneben beginnt eine andere Welt.
Riesige Plantagen und landwirtschaftlich genutzte Flächen prägen weite Teile des Landes. Die Natur wird geordnet, vermessen und bewirtschaftet. Kilometerweit begleiten uns Felder und Anbauflächen, unterbrochen von Wegen, Wasserläufen und einzelnen Siedlungen.
Dieser Gegensatz ist auf der Etappe immer wieder spürbar: Hier die Kraft der ursprünglichen tropischen Landschaft, dort die gewaltigen Flächen einer Landwirtschaft, die das Gesicht des Tieflands verändert hat.
Und trotzdem bleibt die Natur präsent. Zwischen den bewirtschafteten Flächen finden sich immer wieder grüne Rückzugsräume, Bäume und dicht bewachsene Bereiche. Das Land wirkt nicht statisch, sondern wie ein ständiges Wechselspiel zwischen Natur und Nutzung.
Je länger wir unterwegs sind, desto deutlicher wird: Diese Landschaft lebt nicht nur von ihrer Schönheit. Sie ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Teil der Geschichte der Menschen, die hier leben.
Darüber bleibt am Horizont die Silhouette der Anden.
Noch weit entfernt.
Aber unübersehbar.
Zwischen Plantagen und ursprünglicher Vegetation führt unser Weg weiter – aus dem tropischen Tiefland langsam hinauf in die Welt der Berge.
📸 Die schönsten Momente der vierten Etappe
Besondere Eindrücke auf dem Weg nach Juan Montalvo
Fast 30 Kilometer im flachen Tiefland bei Wärme verlangen einen eisernen Willen und einen gleichmäßigen Rhythmus. Doch am Ende bleiben die magischen Augenblicke haften, die jede Anstrengung aufwiegen.
🌄 Der frühe Aufbruch in Pueblo Nuevo
Das Verlassen des Ortes in den kühleren Morgenstunden, um die große Distanz anzugehen.
🌴 Das Wandern auf den schier endlosen Naturwegen
Der stete Marsch durch das dichte Grün der umliegenden Plantagen und offenen Agrarflächen. Kilometer um Kilometer verändert sich kaum etwas – und gerade darin liegt die besondere Erfahrung dieser Etappe.
🛻 Ein Pickup voller Kinder
Plötzlich hält ein Pickup am Weg. Auf der offenen Ladefläche sitzen zahlreiche Kinder. Der Fahrer spricht mich an, doch was er eigentlich sagen möchte, bleibt ein kleines Rätsel – mein Handy findet keine passende Übersetzung.
Dafür braucht es manchmal keine Worte.
Ich gebe den Kindern ein paar Süßigkeiten. Sie lachen, winken mir zu und der Pickup fährt weiter.
Ein kurzer Augenblick, kaum länger als ein paar Sekunden – und doch bleibt er in Erinnerung.
Ein Lächeln, ein Winken und ein paar Süßigkeiten überwinden manchmal jede Sprachbarriere.
🏡 Das erlösende Ankommen in Juan Montalvo
Der Moment, nach über sieben Stunden auf den Beinen das Etappenziel zu erreichen.
Nach fast 30 Kilometern fühlt sich Juan Montalvo nicht einfach wie ein Ort auf der Karte an. Es fühlt sich an wie das Ende eines langen Tages – und wie ein kleiner Sieg über die eigene Müdigkeit.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
Logistik und Versorgung auf Etappe 4
Eine Expedition durch das Tiefland Ecuadors erfordert auf dieser Langstrecke eine vorausschauende Planung, insbesondere bezüglich der Wasserversorgung und der Sonneneinstrahlung. Die Versorgung erfolgt über lokale Tiendas und Versorgungsstationen in den Dörfern am Wegesrand sowie im Etappenziel.
Alle Details zu Rast, Einkehr und Unterkunft sind direkt bei der Outdooractive-Etappe hinterlegt:
💡 Wissenswertes zur Etappe 4
Hintergrundwissen und Anforderungen auf dem Weg nach Juan Montalvo
Fast 30 Kilometer durch das flache Tiefland klingen zunächst weniger anspruchsvoll als eine Bergroute. Doch gerade lange, nahezu ebene Etappen stellen ihre eigenen Anforderungen. Wärme, Distanz und die ständige Bewegung verlangen eine gute Einteilung der Kräfte.
🔋 Strom wird unterwegs zur wichtigen Ressource
Auf einer Expedition ist ein voller Akku keine Nebensache.
Handy und GPS sind wichtige Begleiter, wenn man sich durch weitläufige Landschaften bewegt und den eigenen Weg zuverlässig verfolgen möchte. Doch jede Navigation, jedes Foto und jede Kommunikation verbrauchen Energie.
Deshalb wird das Laden der Geräte zu einem Teil der täglichen Organisation. Wo immer sich eine Möglichkeit bietet, werden Akkus nachgeladen und Powerbanks gefüllt.
Denn wenn der Strom ausgeht, wird aus einem kleinen technischen Problem schnell eine echte Herausforderung.
🧭 Technik hilft – aber sie ersetzt nicht die Aufmerksamkeit
Die Outdooractive-Daten geben Orientierung und helfen dabei, den eingeschlagenen Weg zu kontrollieren. Trotzdem sollte man sich nicht ausschließlich auf das Handy verlassen.
Eine Expedition bedeutet auch, die Umgebung wahrzunehmen, Abzweigungen bewusst zu erkennen und sich ein Gefühl für den eigenen Weg zu bewahren.
GPS kann zeigen, wo man ist. Den Weg aufmerksam zu gehen, bleibt unsere eigene Aufgabe.
☀️ Kräfte einteilen
Bei fast 30 Kilometern durch das warme Tiefland zählt nicht das schnelle Loslaufen, sondern der gleichmäßige Rhythmus. Ausreichend trinken, Sonnenschutz und ein bewusster Umgang mit den eigenen Kräften gehören deshalb genauso zur Etappe wie die technische Navigation.
Wer weit gehen will, muss nicht nur wissen, wohin – sondern auch dafür sorgen, dass Handy und GPS bis dorthin durchhalten.
⚠️ Hinweise zur Tour
☀️ Eine lange Etappe im tropischen Tiefland
Mit 29,2 Kilometern ist diese Etappe trotz des nahezu flachen Geländes körperlich fordernd. Die Wärme und die lange Gehzeit sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
💧 Flüssigkeit und Sonnenschutz
Ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind für diese Strecke besonders wichtig. Die Kräfte sollten von Beginn an so eingeteilt werden, dass auch die letzten Kilometer noch sicher bewältigt werden können.
🧭 Orientierung und Technik
Die Route führt über ländliche Wege und weitläufige Naturabschnitte. Der Outdooractive-Track sollte deshalb bereits vor dem Start auf das Smartphone geladen werden. Ein ausreichend geladener Akku und eine Powerbank gehören zur sicheren Vorbereitung.
Die Etappe ist flach – aber keineswegs leicht. Wer fast 30 Kilometer durch das warme Tiefland geht, braucht Ausdauer, Vorbereitung und einen guten eigenen Rhythmus.
🎒 Ausrüstung
Die passende Ausrüstung für das lange Naturland
Leichte, gut eingetragene Trekking- oder Wanderschuhe, atmungsaktive Funktionskleidung, Regenschutz, Kopfbedeckung, hochwirksame Sonnencreme, ein gut gefülltes Erste-Hilfe-Set für Blasen sowie der große Trekkingrucksack für die Gesamtexpedition.
Alle Details zur Ausrüstung für Etappe 4 sind direkt hier hinterlegt:
🔗 Verbindung
Anbindung und Etappenübergang
Pueblo Nuevo und Juan Montalvo sind über lokale Straßen- und Busverbindungen erreichbar.
Konkrete Routenverknüpfungen zur vorherigen und nächsten Etappe finden sich direkt in den Tourendaten:
⭐ Mein Eindruck
Persönliche Gedanken zur vierten Etappe
Die vierte Etappe war für mich der erste wirkliche Härtetest der Ausdauer.
Fast dreißig Kilometer durch das flache Tiefland. Kein großer Anstieg, kein Gipfel, der den Weg in Abschnitte teilt. Stattdessen Naturwege, Plantagen, offene Agrarflächen und Kilometer um Kilometer derselbe gleichmäßige Schritt.
Es ist eine besondere Erfahrung, wenn der Körper müde wird, obwohl die Landschaft kaum Höhenmeter verlangt. Die Beine werden schwerer, die Wärme fordert ihren Tribut – und plötzlich wird der eigene Rhythmus zum wichtigsten Begleiter.
Doch gerade solche langen, scheinbar unspektakulären Etappen bleiben in Erinnerung.
Da ist der Pickup mit den Kindern, die neugierigen Blicke, ein paar Süßigkeiten, ihr Lächeln und ihr Winken. Ein kurzer Moment, der mehr erzählt als manches lange Gespräch.
Und da ist weiterhin dieser Blick zum Horizont. Die Anden sind noch weit entfernt, aber sie begleiten uns. Jeder Kilometer durch das Tiefland bringt uns ihnen näher.
Diese Etappe hat mir gezeigt, dass eine Expedition nicht nur aus großen Bergen und spektakulären Momenten besteht. Manchmal besteht sie einfach darin, weiterzugehen, wenn der Weg lang wird und der Körper nach einer Pause verlangt.
Fast dreißig Kilometer liegen hinter uns. Der Körper kennt nun die Belastung – und der Geist weiß, dass noch viel vor uns liegt.
⭐ Wanderwelten
Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.
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