🥾 Expedition Guayaquil - Chimborazo 7: Cumbilli Grande – Las Tres Cruces (über Los Tambos)
✨ Wo die Zeit keine Rolle mehr spielt
Mit der siebten Etappe dringen wir noch tiefer in die Bergwelt Ecuadors ein. Von Cumbillí Grande führt unser Weg über Los Tambos und weitere kleine Ansiedlungen hinauf nach Las Tres Cruces.
Auf der Karte tragen diese Orte große Namen.
Doch was sich dahinter verbirgt, ist etwas ganz anderes.
Los Tambos, San Francisco – Namen, die nach Städten klingen. Tatsächlich sind es kleine Gehöfte, verstreute Häuser, ein paar Tiere und Menschen, die hier oben ihr Leben führen. Die Frauen begegnen uns in traditioneller Kleidung, die uns fast wie aus einer anderen Zeit erscheint.
Und plötzlich verliert unsere eigene Vorstellung von Zeit ihre Bedeutung.
Hier oben scheint die Uhr nicht zu bestimmen, wann ein Tag beginnt oder endet. Die Berge geben den Rhythmus vor. Der Weg steigt, der Atem wird schwerer, die Landschaft wird weiter – und alles um uns herum wirkt gewaltig.
Majestätisch.
Die Hänge, die Täler, der Himmel – alles scheint überproportioniert. Selbst der Mensch verliert in dieser Landschaft seine gewohnten Maßstäbe. Man wird klein. Fast unsichtbar.
Nur der Anstieg erinnert uns daran, dass wir uns bewegen.
Mit jedem Schritt gewinnen wir Höhe. Mit jedem Anstieg kommen wir dem Ziel näher.
Die Strecke ist nur 10,6 Kilometer lang, doch sie führt uns bis auf 1.934 Meter. 578 Höhenmeter liegen vor uns, und die dünner werdende Luft beginnt bereits, den eigenen Rhythmus zu verändern.
Die alte, einspurige Piste ist dabei mehr als nur ein Weg. Sie ist eine Lebensader für die verstreuten Höfe dieser abgelegenen Bergwelt. Autos begegnen uns kaum. Menschen sieht man selten.
Und gerade deshalb wirkt dieser Abschnitt wie eine Reise in eine andere Welt.
Eine Welt, in der die Zeit langsamer zu gehen scheint, in der die Berge alles bestimmen und der Mensch nur ein kleiner Teil einer gewaltigen Landschaft ist.
Vielleicht ist es genau das, was diese Etappe so besonders macht:
Hier oben spielt Zeit keine Rolle.
Hier zählt nur der nächste Schritt.
📋 Tourensteckbrief

🌍 Region: Ecuador – Anden-Vorgebirge
🚩 Start: Cumbillí Grande
🏁 Ziel: Las Tres Cruces
📏 Länge: 10,6 km
⏱️ Gehzeit: 4:10 Std.
⬆️ Höhenmeter: 578 m Aufstieg
⬇️ Höhenmeter: 250 m Abstieg
🏔️ Höchster Punkt: 1.934 m
📍 Tiefster Punkt: 1.472 m
🥾 Schwierigkeit: T2 – schwer
🗺️ Etappe: 7 von 13
🚩 Tourenart: Streckenexpedition von A nach B
🥾 Eigenschaften der Wanderung
🚩 Von A nach B: Streckenexpedition von Cumbillí Grande nach Las Tres Cruces über die abgelegenen Bergsiedlungen und Gehöfte der Region.
🏔️ Bergauf und weiter: Auf nur 10,6 Kilometern führt der Weg 578 Höhenmeter nach oben. Der Anstieg bestimmt den Rhythmus dieser Etappe.
🌄 Gewaltige Landschaft: Mit zunehmender Höhe öffnen sich weite Blicke über Täler, Berghänge und die immer größer wirkende Landschaft.
🏡 Abgelegene Siedlungen: Los Tambos und San Francisco liegen am Weg – keine großen Dörfer, sondern kleine Gehöfte, verstreute Häuser und Menschen, die hier in großer Abgeschiedenheit leben.
🌿 Bergwelt: Die Landschaft wird mit zunehmender Höhe rauer und ursprünglicher. Die Vegetation begleitet den Weg, doch immer stärker bestimmt die offene Berglandschaft das Bild.
🧭 Abgeschiedenheit: Autos und Menschen werden selten. Die Strecke führt zunehmend durch eine Welt, in der man auf sich selbst und die eigene Vorbereitung angewiesen ist.
💪 Kondition: Die relativ kurze Distanz täuscht über die Anforderungen hinweg. Die Höhenmeter, die Steigungen und die zunehmende Höhe verlangen einen kontrollierten Rhythmus.
🌟 Besonderheit: Eine Etappe, auf der nicht die Entfernung den Eindruck bestimmt, sondern die gewaltige Landschaft und das Gefühl, selbst darin beinahe zu verschwinden.
10,6 Kilometer durch eine Welt, in der der Mensch klein wird und nur der nächste Anstieg zeigt, dass man seinem Ziel näherkommt.
🏞️ Charakter der Wanderung
Die siebte Etappe ist kurz – aber sie hat eine ganz eigene Dimension.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich das Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft. Der Weg wird zum schmalen Band in einer gewaltigen Bergwelt, die immer mehr Raum einnimmt. Täler liegen tief unter uns, Hänge ziehen sich scheinbar endlos nach oben und der Horizont öffnet sich in immer neue Dimensionen.
Hier oben gelten andere Maßstäbe.
Die Landschaft wirkt majestätisch, beinahe überproportioniert. Was aus der Ferne groß erscheint, wird beim Wandern noch gewaltiger. Und je länger wir unterwegs sind, desto kleiner werden wir selbst in diesem Raum.
Auch die Zeit verliert ihre Bedeutung. Es gibt nichts, was zur Eile zwingt. Kein Lärm, kaum Verkehr, keine Ablenkung. Nur der Weg, der nächste Anstieg und der eigene Atem bestimmen den Rhythmus.
Die 578 Höhenmeter auf nur 10,6 Kilometern machen deutlich, dass diese Etappe körperlich fordernd bleibt. Doch ihre eigentliche Wirkung entsteht nicht allein durch die Steigung. Sie entsteht durch das Gefühl, immer weiter in eine Welt vorzudringen, deren Dimensionen unsere eigenen Maßstäbe sprengen.
Hier oben verschwindet der Mensch fast in der Landschaft. Nur der nächste Anstieg zeigt, dass wir unserem Ziel näherkommen.
Es ist eine Erfahrung aus einer anderen Welt.
🌿 Die Etappe auf einen Blick
Die siebte Etappe führt auf 10,6 Kilometern von Cumbillí Grande nach Las Tres Cruces und damit weiter hinauf in eine Bergwelt, die sich unseren gewohnten Maßstäben zunehmend entzieht.
Die Landschaft wird immer gewaltiger. Tiefe Täler, weit ausgreifende Hänge und die Höhe von 1.934 Metern lassen den Menschen beinahe verschwinden. Dazwischen liegen kleine Ansiedlungen und einsame Wege, die diese abgelegene Welt mit dem Rest des Landes verbinden.
Besonders eindrucksvoll ist dabei der Gegensatz zwischen der Kürze der Strecke und ihrer Wirkung. Nur wenige Kilometer trennen uns vom Ziel – und doch scheint sich vor uns eine ganze Welt aufzutun.
Eine kurze Etappe, ein großer Landschaftsraum – und das Gefühl, in dieser gewaltigen Bergwelt selbst ganz klein zu werden.
🗺️ Karte und Tourenverlauf
Die interaktive Karte zeigt den Verlauf unserer siebten Etappe von Cumbillí Grande nach Las Tres Cruces. Auf 10,6 Kilometern führt der Weg weiter hinauf in die abgelegene Bergwelt Ecuadors.
🥾 Der Weg führt durch
🏡 Cumbillí Grande – Ausgangspunkt der Etappe
🌿 ansteigende Berglandschaft – der Weg gewinnt kontinuierlich an Höhe
🏔️ weite Hänge und Bergrücken – mit zunehmender Höhe öffnen sich immer neue Ausblicke
🏘️ Los Tambos und San Francisco – kleine Ansiedlungen und Gehöfte am Weg
🏁 Las Tres Cruces – Ziel der siebten Etappe
Von Cumbillí Grande aus beginnt der weitere Aufstieg. Die Landschaft öffnet sich zunehmend, während die Route über Los Tambos und San Francisco weiter in Richtung Las Tres Cruces führt.
Cumbillí Grande → Los Tambos → San Francisco → Las Tres Cruces
Die Karte dient der Orientierung und zeigt den geplanten Verlauf mit den entscheidenden Punkten dieser siebten Etappe.
🥾 Einordnung des Weges
🌟 Etappe 7: Cumbillí Grande – Las Tres Cruces
Diese Route ist eine intensive Berg-Etappe innerhalb unserer eigenständig konzipierten Expeditionsdurchquerung von Guayaquil zum Chimborazo.
Auf 10,6 Kilometern gewinnt der Weg 578 Höhenmeter und führt uns immer weiter hinauf in eine abgelegene Bergwelt. Dabei verändert sich nicht nur die Landschaft. Auch das eigene Verhältnis zu Raum und Entfernung beginnt sich zu verändern.
🌄 Eine Bergwelt gewaltiger Dimensionen
Tiefe Täler, weit ausgreifende Hänge und die zunehmende Höhe lassen den Menschen klein erscheinen. Die wenigen Siedlungen am Weg wirken wie Inseln in einer Landschaft, die von der Natur und nicht vom Menschen bestimmt wird.
Die siebte Etappe ist deshalb weniger ein Übergang als ein intensives Eintauchen in eine Welt, die weit entfernt von den bekannten Wanderwegen liegt.
Je höher wir steigen, desto kleiner werden wir – und desto gewaltiger erscheint die Welt um uns herum.
🧗♂️ Expedition Guayaquil bis Chimborazo – Vom Pazifik zum fernsten Punkt der Erde
Eine faszinierende Expedition von der Pazifikküste durch das Tiefland bis hinauf zu den eisigen Höhen des Chimborazo in 13 anspruchsvollen Etappen.
➡️ Link zur Gesamtetappe🧗♂️ Der Weg in Etappen
Die Expedition lässt sich in 13 Etappen unterteilen:
Der Startpunkt führt von der pulsierenden Küstenmetropole Guayaquil hinaus in das fruchtbare Tiefland Richtung Milagro.
➡️ Link zur Etappe 1
Weiter durch die landwirtschaftlich geprägte Region vorbei an Plantagen bis nach Simón Bolívar.
➡️ Link zur Etappe 2
Der Weg führt stetig voran durch das abwechslungsreiche Gelände bis nach Pueblo Nuevo.
➡️ Link zur Etappe 3
Weiterer Routenverlauf durch das ländliche Ecuador bis in die Ortschaft Juan Montalvo.
➡️ Link zur Etappe 4
Der Weg führt von Juan Montalvo über den Fluss nach Caluma und bietet erste landschaftliche Übergänge.
➡️ Link zur Etappe 5
Über das Recinto El Hemisferio geht es hinauf in Richtung Cumbillí Grande mit neuen Höhenprofilen.
➡️ Link zur Etappe 6
Vorbei an Los Tambos führt dieser Abschnitt anspruchsvoll weiter nach Las Tres Cruces.
➡️ Link zur Etappe 7
Eine wegweisende Etappe durch hochandine Regionen weiter bis nach Tillirungo.
➡️ Link zur Etappe 8
Durch die Comunidad Illapa führt der Weg hinein in die geschichtsträchtige Stadt Guaranda.
➡️ Link zur Etappe 9
Verlassen von Guaranda über Negroyacu und Chalata Bajo bis nach Pachakutik.
➡️ Link zur Etappe 10
Auf der Ruta Aventura Chimborazo nähert sich die Expedition dem Eingangsbereich des Naturreservats.
➡️ Link zur Etappe 11
Der alpine Aufstieg innerhalb des Reservats hinauf zum hochgelegenen Stützpunkt, dem Refugio Carrel.
➡️ Link zur Etappe 12
Die finalste und anspruchsvollste Etappe: Der Gipfelversuch über die Normalroute zum fernsten Punkt der Erde.
➡️ Link zur Etappe 13
🥾 Die Wanderung
Das Erleben der siebten Etappe von Cumbillí Grande nach Las Tres Cruces
Die siebte Etappe beginnt dort, wo meine Expedition inzwischen angekommen ist: weit entfernt von der Welt, die ich kenne.
Zum zweiten Mal schlafe ich im Zelt. Neben einer einfachen Hütte, mitten in dieser gewaltigen Bergwelt und in unmittelbarer Gesellschaft der Tiere.
Und trotzdem fehlt es mir an nichts.
Im Gegenteil.
Die Menschen, die hier leben, begegnen mir freundlich und selbstverständlich. Sie bringen mir Essen und Wasser. Sie teilen mit mir sogar ihren Strom, den sie über Photovoltaik gewinnen. Für mich, der inzwischen weiß, wie kostbar ein geladener Akku geworden ist, ist das keine Kleinigkeit.
Es sind Begegnungen, die bleiben.
Dann beginnt die Nacht.
Die Wärme des Tages verschwindet langsam aus der Landschaft. Die Dunkelheit legt sich über die Berge, und die Kälte kommt nicht plötzlich. Sie schleicht sich heran – langsam und leise, auf sanften Pfoten.
Zuerst spüre ich sie kaum.
Dann wird sie stärker.
Der Schlafsack wird zum Schutzraum, das Zelt zu meiner kleinen Welt mitten in einer Landschaft, die nachts noch gewaltiger wirkt als am Tag. Neben mir die Tiere, über mir der dunkle Himmel – und irgendwo draußen die Berge.
Am nächsten Morgen gehe ich weiter.
Der Weg führt über Los Tambos und San Francisco in Richtung Las Tres Cruces. Die Namen klingen groß, doch die Welt, durch die ich gehe, ist klein und einfach. Ein paar Häuser, Tiere, Menschen – und dazwischen diese unermessliche Landschaft.
Mit jedem Anstieg wird sie gewaltiger.
Täler liegen tief unter mir, die Hänge scheinen kein Ende zu nehmen. Alles wirkt überproportioniert. Und irgendwann entsteht ein eigenartiges Gefühl: Nicht die Landschaft wird kleiner, sondern ich selbst.
Ich verschwinde beinahe darin.
Die 10,6 Kilometer sind überschaubar. Die 578 Höhenmeter machen den Weg trotzdem zu einer konzentrierten Bergetappe. Doch die eigentliche Erfahrung lässt sich nicht in Kilometern oder Höhenmetern messen.
Es ist das Gefühl, in eine andere Welt eingetaucht zu sein.
Eine Welt, in der Zeit keine große Rolle spielt. In der Menschen mit dem Wenigen auskommen, das ihnen zur Verfügung steht, und trotzdem bereit sind, einem Fremden Essen, Wasser und ihren Strom zu geben.
Und vielleicht liegt genau darin eine der schönsten Erfahrungen dieser Expedition.
Je höher ich komme, desto weniger besitze ich – und desto mehr erfahre ich.
Am Ende erreiche ich Las Tres Cruces.
Nicht nur ein Etappenziel.
Sondern einen weiteren Schritt hinein in eine Welt, die mir immer fremder und zugleich immer vertrauter wird.
🏰 Historische und Kulturelle Orte entlang des Weges
Stationen zwischen Cumbillí Grande und Las Tres Cruces
Auf dieser Etappe gibt es keine großen historischen Bauwerke und keine Sehenswürdigkeiten, die sich wie Stationen einer klassischen Kulturreise aneinanderreihen.
Die Geschichte dieser Bergwelt zeigt sich anders.
Sie liegt in den kleinen Siedlungen, den einfachen Gehöften und in der Lebensweise der Menschen, die hier oben unter Bedingungen leben, die für einen Besucher aus Europa kaum vorstellbar sind.
🏡 Cumbillí Grande
Cumbillí Grande ist Ausgangspunkt dieser Etappe und zugleich ein weiterer Schritt hinein in die abgelegene Bergwelt. Von hier führt der Weg weiter nach oben und entfernt sich zunehmend von den größeren Siedlungen und der vertrauten Infrastruktur.
🌿 Los Tambos und San Francisco
Die Namen klingen nach größeren Orten. Tatsächlich begegnen mir hier vor allem kleine Gehöfte, wenige Häuser und Tiere.
Gerade diese einfachen Siedlungen vermitteln einen Eindruck davon, wie Menschen in dieser abgelegenen Bergregion leben. Die traditionelle Kleidung der Frauen, die einfachen Häuser und der unmittelbare Umgang mit den Tieren wirken auf mich wie ein Blick in eine Welt, die weit entfernt von meinem Alltag liegt.
Und doch sind es gerade diese Menschen, die mir mit großer Selbstverständlichkeit Essen, Wasser und sogar ihren Solarstrom anbieten.
🏔️ Las Tres Cruces
Las Tres Cruces markiert das Ziel dieser Etappe. Kein großer Ort empfängt mich dort, sondern die stille Bergwelt, durch die ich den ganzen Tag unterwegs war.
Hier erzählt nicht ein historisches Bauwerk die Geschichte dieser Region. Die Menschen, ihre Lebensweise und die Landschaft selbst sind das eigentliche kulturelle Zeugnis.
📜 Sagen, Legenden und Geschichten
🌙 Eine Welt zwischen Wirklichkeit und Überlieferung
Je weiter ich in die Berge vordringe, desto stärker entsteht der Eindruck, dass diese Landschaft ihre eigenen Geschichten bewahrt.
Ich begegne keinen großen Sagenorten und keiner überlieferten Geschichte, die sich eindeutig dieser Etappe zwischen Cumbillí Grande und Las Tres Cruces zuordnen lässt. Deshalb möchte ich hier keine Legende erzählen, nur weil sie gut in diese geheimnisvolle Bergwelt passen würde.
Was mir stattdessen begegnet, ist eine Wirklichkeit, die selbst beinahe märchenhaft wirkt.
Die abgelegenen Gehöfte, die Menschen in ihrer traditionellen Kleidung, die Tiere vor den Häusern und die gewaltige Landschaft vermitteln das Gefühl, weit in eine andere Zeit vorgedrungen zu sein. Dazu kommt die selbstverständliche Hilfsbereitschaft der Menschen, die einem Fremden Essen, Wasser und sogar ihren Solarstrom anbieten.
Vielleicht sind es gerade solche Erlebnisse, die auf einer Reise zu eigenen Geschichten werden.
Nicht überliefert aus einer fernen Vergangenheit, sondern selbst erlebt.
📜 Geschichten, die weiterleben
Manche Geschichten werden von Generation zu Generation erzählt. Andere entstehen genau in dem Augenblick, in dem ein Mensch einen fremden Ort betritt und etwas erlebt, das er nie vergessen wird.
Auch meine Geschichte dieser Berge beginnt nicht mit einer Sage, sondern mit den Menschen, denen ich dort begegnet bin.
Mehr Sagen, Legenden und Geschichten aus den Landschaften unserer Wanderwelten gibt es in der Literarischen Galerie.
➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie
🌿 Natur und Landschaft
🏔️ Wo die Landschaft den Menschen klein werden lässt
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft. Aus den grünen Hängen des Vorgebirges wird eine immer offenere Bergwelt, in der die Dimensionen kaum noch mit vertrauten Maßstäben zu erfassen sind.
Die Hänge ziehen sich weit in die Höhe, Täler liegen tief unter dem Weg und der Blick verliert sich in den Bergen. Alles wirkt größer, weiter und gewaltiger.
🌬️ Wind, Weite und Höhe
Auf fast 2.000 Metern verändert sich auch das Klima spürbar. Die Luft wird kühler, der Wind kann kräftiger werden und das Wetter wirkt unmittelbarer.
Am Tag zeigt sich die Landschaft in ihrer ganzen Weite. In der Nacht dagegen macht sich die Kälte bemerkbar und erinnert daran, wie weit entfernt diese Bergwelt von den warmen Regionen liegt, durch die meine Expedition noch wenige Tage zuvor führte.
🌿 Eine Landschaft voller Leben
Trotz der raueren Bedingungen ist die Bergwelt keineswegs leer. Tiere gehören zum Alltag dieser abgelegenen Siedlungen. Zwischen den Gehöften grasen Tiere, während sich die Landschaft weit darüber hinaus in Hänge, Täler und Bergrücken verliert.
Besonders eindrucksvoll ist dabei der Gegensatz zwischen dem einfachen Leben der Menschen und der gewaltigen Natur, die sie umgibt.
Hier bestimmt nicht der Mensch die Größe der Landschaft. Die Landschaft bestimmt die Größe des Menschen.
Und vielleicht ist genau das die stärkste Erfahrung dieser Etappe.
📸 Die schönsten Momente der siebten Etappe
Besondere Eindrücke auf dem Weg nach Las Tres Cruces
Die 10,6 Kilometer und fast 600 Höhenmeter sind körperlich fordernd. Doch es sind nicht die Zahlen, die mir von dieser Etappe geblieben sind. Es sind die Menschen, die Landschaft und die kleinen Momente, die aus einem langen Bergtag eine Geschichte machen.
⛺ Die zweite Nacht im Zelt
Zum zweiten Mal schlafe ich während der Expedition im Zelt. Neben einer einfachen Hütte, umgeben von Tieren und mitten in dieser gewaltigen Bergwelt.
Es ist kein komfortabler Übernachtungsplatz – und gerade deshalb fühlt sich dieser Abend so besonders an.
☀️ Menschen, die teilen
Die Menschen hier oben besitzen nicht viel. Trotzdem bringen sie mir Essen und Wasser und teilen sogar ihren Strom aus Photovoltaik mit mir.
Ein wenig Strom für mein Handy – für mich in diesem Moment ein Geschenk von unschätzbarem Wert.
Je weniger die Menschen besitzen, desto größer erscheint ihre Bereitschaft zu teilen.
🐴 Tiere neben dem Zelt
Die Tiere gehören hier selbstverständlich zum Leben. Sie stehen in unmittelbarer Nähe der Hütte und erinnern mich daran, dass ich mich in einer Welt befinde, in der Mensch und Tier noch viel unmittelbarer miteinander leben.
🌙 Wenn die Kälte kommt
Nach Sonnenuntergang verändert sich alles.
Die Wärme des Tages verschwindet und die Kälte kommt langsam, beinahe unbemerkt. Sie schleicht sich heran – auf sanften Pfoten.
Das Zelt wird zur kleinen Insel in der Dunkelheit. Draußen die Tiere, darüber der Sternenhimmel und ringsum die Berge.
🏔️ Die gewaltige Landschaft
Am nächsten Tag geht es weiter hinauf. Mit jedem Höhenmeter werden die Täler tiefer und die Berge gewaltiger.
Irgendwann wirkt alles überproportioniert. Die Landschaft wird so groß, dass der eigene Mensch darin beinahe verschwindet.
Hier oben fühle ich mich nicht klein, weil ich schwach bin – sondern weil die Welt um mich herum so unendlich groß ist.
🌄 Las Tres Cruces
Dann ist Las Tres Cruces erreicht.
Kein spektakulärer Empfang, kein großer Moment der Zivilisation. Nur die Gewissheit, wieder einige hundert Höhenmeter hinter mir gelassen zu haben.
Und das Gefühl, eine weitere Grenze überschritten zu haben.
Eine Etappe aus einer anderen Welt.
🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung
Logistik und Versorgung auf Etappe 7
Eine Expedition in diesen Höhenlagen erfordert eine exzellente Verpflegung, warme Kleidung für die Windpausen und eine saubere Wassereinteilung. Die Versorgung erfolgt autark über die mitgebrachte Ausrüstung sowie an den jeweiligen Stützpunkten.
Alle Details zu Rast, Einkehr und Unterkunft sind direkt bei der Outdooractive-Etappe hinterlegt:
💡 Wissenswertes zur Etappe 7
🏔️ Höhenanpassung beginnt mit kleinen Schritten
Die vergleichsweise kurze Strecke dieser Etappe hat einen wichtigen Grund: Der Körper braucht Zeit, um sich an die zunehmende Höhe anzupassen.
Als grobe Orientierung kann man für eine grundlegende Höhenanpassung etwa zwei Wochen einplanen. Dabei steigt man nicht einfach möglichst schnell nach oben, sondern gibt dem Körper die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen.
Ich selbst hatte bereits Bergerfahrung aus den Alpen und war dort auch auf Höhen von über 3.000 Metern unterwegs. Das ist eine wertvolle Vorbereitung – aber zwischen 3.000 und den 6.200 Metern des Chimborazo liegen Welten.
🫁 Der Körper braucht Zeit
Mit zunehmender Höhe verändert sich die Sauerstoffversorgung. Deshalb wird die Belastung nicht allein durch die Höhenmeter bestimmt. Entscheidend ist auch, wie viel Zeit der Körper bekommt, sich auf die neue Umgebung einzustellen.
Genau deshalb sind die Etappen in dieser Phase vergleichsweise kurz. Der Weg soll den Körper fordern, aber nicht überfordern.
Man beginnt mit dem kleinen Schritt und springt nicht einfach auf 6.200 Meter.
🎯 Die größte Kunst: ankommen, ohne sich zu überfordern
Für mich liegt darin eine der wichtigsten Regeln einer Höhenexpedition.
Es geht nicht darum, jeden Tag möglichst viel Höhe zu gewinnen. Es geht darum, den Körper so langsam an die Höhe heranzuführen, dass er die nächste Etappe möglichst gut bewältigen kann.
Ankommen, ohne den Körper zu überfordern – das ist vielleicht die größte Kunst, um Höhe zu gewinnen.
Denn der Chimborazo wartet nicht nur mit seiner Höhe.
Er verlangt, dass der Körper bereit ist, diese Höhe auch zu bewältigen.
Wer 6.200 Meter erreichen will, muss lernen, der Höhe Zeit zu geben.
⚠️ Hinweise zur Tour
🏔️ Höhe ernst nehmen
Mit zunehmender Höhe verändert sich die körperliche Belastung. Die Etappe sollte deshalb nicht unter Zeitdruck gegangen werden. Ein gleichmäßiges Tempo und ausreichend Pausen helfen dabei, den Körper nicht unnötig zu belasten.
🌬️ Wind und Temperatur
Mit fast 2.000 Metern können Wind und Temperaturen deutlich anders sein als im tiefer gelegenen Ausgangsort. Eine wind- und wetterfeste Kleidungsschicht sollte deshalb jederzeit griffbereit sein.
🥾 Weg und Gelände
Die Route führt über ansteigende Bergwege und teilweise steilere Abschnitte. Festes Schuhwerk, Trittsicherheit und konzentriertes Gehen sind wichtig.
💧 Versorgung
In dieser abgelegenen Bergregion sollte die notwendige Versorgung mit Wasser und Verpflegung bereits vor dem Start sichergestellt sein.
Die Etappe ist kurz – aber die Höhe verlangt Respekt. Wer dem Berg Zeit lässt, gibt auch dem eigenen Körper die beste Chance, sicher weiterzukommen.
🎒 Ausrüstung
Die passende Ausrüstung für das Hochland
Feste Bergschuhe, winddichte Funktionsjacken, wärmende Schichten (Zwiebelprinzip), Mütze, Handschuhe, Sonnenschutz für die Höhensonne und ein funktionelles Erste-Hilfe-Set im Rucksack.
Alle Details zur Ausrüstung für Etappe 7 sind direkt hier hinterlegt:
🔗 Verbindung
Anbindung und Etappenübergang
Cumbillí Grande und Las Tres Cruces sind über historische Bergpfade und Verbindungspisten erreichbar.
Konkrete Routenverknüpfungen zur vorherigen und nächsten Etappe finden sich direkt in den Tourendaten:
⭐ Mein Eindruck
Persönliche Gedanken zur siebten Etappe
Die siebte Etappe hat mir noch einmal deutlich gemacht, dass eine Expedition nicht erst am Berg beginnt.
Sie beginnt lange vorher.
Mit der Planung. Mit der Frage, was der eigene Körper leisten kann. Mit der Entscheidung, welche Belastung man ihm zumuten darf und wann es besser ist, einen Schritt zurückzunehmen. Und vor allem mit der Bereitschaft, jeden Morgen wieder aufzustehen und weiterzugehen – unabhängig davon, wie der vorherige Tag war.
Je höher die Expedition führt, desto wichtiger wird dieses Wissen um sich selbst.
Man kann vieles vorbereiten: die Route, die Ausrüstung, die Etappen, die Übernachtungen. Aber am Ende muss man jeden Tag neu entscheiden, ob der eigene Körper und der eigene Kopf bereit sind für das, was vor einem liegt.
Auch mental beginnt die eigentliche Herausforderung.
Es gibt Tage, an denen alles leicht erscheint. Und es gibt Tage, an denen Wetter, Müdigkeit oder die Höhe den eigenen Willen auf die Probe stellen. Dann geht es nicht mehr darum, besonders schnell oder besonders stark zu sein.
Es geht darum, trotzdem aufzustehen.
Ich hatte auf dieser Expedition Glück mit dem Wetter. Das weiß ich heute noch mehr zu schätzen, weil ich weiß, wie schnell sich die Bedingungen in den Bergen verändern können.
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erfahrungen dieser Etappe:
Der Wille, sich selbst zu überwinden, ist wichtig. Aber ebenso wichtig ist die Fähigkeit zu erkennen, wann der Berg etwas anderes verlangt.
Die Vorbereitung gibt Sicherheit. Die Erfahrung gibt Orientierung. Der Kopf gibt den Willen.
Aber am Ende entscheidet immer auch der Berg.
Eine Expedition gewinnt man nicht dadurch, dass man sich selbst besiegt. Man gewinnt sie dadurch, dass man sich selbst erkennt.
⭐ Wanderwelten
Ein Weg ist mehr als eine Strecke.
Er verbindet Landschaften, Menschen und Geschichten.
👉 Weitere Wanderwelten:
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