🥾 Zu Fuß über die Alpen Meran Bozen 17: Meraner Hütte – Bozen

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Der letzte Morgen in den Bergen

Die Meraner Hütte liegt hinter uns, vor uns liegt die letzte Etappe unserer Alpenüberquerung. Noch einmal geht es hinauf in die Bergwelt, zum Kreuzjoch und über die weiten Lärchenwiesen des Salten. Danach verändert sich der Charakter des Weges Schritt für Schritt. Aus alpiner Landschaft wird Kulturlandschaft, aus Bergpfaden werden Wege durch Wälder, Wiesen und Weinberge – und irgendwann liegt Bozen vor uns.

Doch bevor wir aufbrechen, gehört noch ein Stück Hüttenleben zu dieser Geschichte.

Ein Hüttenaufenthalt wird von jedem Menschen anders empfunden. Wer gesellig ist, findet hier eine offene Plattform für Begegnungen. Man kommt zum Essen oder auf ein Getränk in die große Wirtsstube. Oft braucht es nicht mehr als einen freien Platz und die Frage: "Wo kommt ihr denn her?"

Oder man fragt selbst, ob man sich dazusetzen darf. Ein Gespräch beginnt fast von alleine. Ein "Sie" gibt es in der Bergwelt nicht. Hier ist man per Du.

Auch beim Essen hat sich die Hüttenwelt verändert. Vor zwanzig oder dreißig Jahren war die Auswahl vielerorts noch überschaubar. Zwei Gerichte, vielleicht noch etwas Einfaches dazu – Kässpätzle, Kaiserschmarren, Tiroler Gröstl oder Knödel. Heute sind die Speisekarten deutlich umfangreicher. Die traditionellen Gerichte sind geblieben, doch daneben findet sich vieles, was es früher auf einer Berghütte kaum gab.

Vielleicht ist gerade das der Reiz: Die Hütten haben sich verändert, aber ihre wichtigste Funktion ist geblieben. Sie sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen, essen, trinken, erzählen und für einen Augenblick dieselbe Bergwelt teilen.

Dann geht es hinaus. Noch einmal den Rucksack aufnehmen, die Bergschuhe schnüren und den Weg unter die Füße nehmen.

Die letzte Etappe beginnt. Unser Ziel ist Bozen – und diesmal endet die Alpenüberquerung nicht an einer Bergstation, sondern mitten in der Stadt.


📋 Tourensteckbrief

🥾 Etappe Meraner Hütte – Bozen
📍 Start Meraner Hütte, 1.960 m
🏁 Ziel Bahnhof Bozen, 260 m
📏 Strecke 27,9 km
⏱️ Gehzeit [aktuelle OA-Gehzeit einsetzen]
⬆️ Aufstieg 264 hm
⬇️ Abstieg 1.947 hm
⛰️ Höchster Punkt Kreuzjoch, 2.085 m
📉 Tiefster Punkt 260 m – Bozen
🥾 Schwierigkeit T2 – schwer
🛏️ Übernachtung Hotel Regina, Bozen 


🥾 Eigenschaften der Wanderung

🚆 Mit Bahn und Bus erreichbar – Die Etappe beginnt an der Meraner Hütte. Der Ausgangspunkt der Gesamtstrecke ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; der weitere Weg wird vollständig zu Fuß zurückgelegt.

↗️ Von A nach B – Eine klassische Punkt-zu-Punkt-Etappe von der Meraner Hütte bis nach Bozen.

🥾 Etappentour – Die 17. und letzte Etappe des Abschnitts Meran – Bozen und der Abschluss der Alpenüberquerung bis Bozen.

⛰️ Noch einmal über 2.000 Meter – Mit dem Kreuzjoch auf 2.085 m wartet gleich zu Beginn noch einmal ein hochalpiner Höhepunkt.

⬇️ Langer Abstieg – Dem geringen Aufstieg von 264 hm stehen 1.947 hm Abstieg gegenüber. Der Weg verlangt deshalb vor allem Ausdauer und belastbare Knie und Gelenke.

🌄 Aussichtsreich – Vom Kreuzjoch und über den Salten öffnen sich weite Blicke über die Südtiroler Bergwelt und später über das Bozner Becken.

🌲 Lärchenwiesen und Wälder – Der Weg führt durch die charakteristische Landschaft des Salten mit seinen lichten Lärchenbeständen, Wiesen und Almen.

🍇 Kulturlandschaft – Mit Jenesien verändert sich die Landschaft. Wälder und Bergwiesen gehen zunehmend in Wiesen, Siedlungen und Weinbau über.

🏙️ Ziel in Bozen – Die Etappe endet nicht an einer Bergstation. Wer die vollständige Variante geht, läuft bis zum Bahnhof und damit auf eigenen Füßen aus der Bergwelt in die Stadt.

💡 Besonderheit – Nach der langen Alpenüberquerung bildet diese Etappe einen besonderen Abschluss: Noch einmal führt der Weg auf 2.085 m hinauf, bevor er fast 2.000 Höhenmeter hinunter bis nach Bozen führt. 


🌿 Die Etappe auf einen Blick

Die letzte Etappe beginnt an der Meraner Hütte auf 1.960 m und führt zunächst noch einmal hinauf in die Hochlagen. Über das Kreuzjöchl erreichen wir das Kreuzjoch auf 2.085 m – den höchsten Punkt dieser Etappe.

Von dort verändert sich der Charakter des Weges. Über das Auenjoch und den Möltner Kaser geht es auf den weitläufigen Höhen des Salten weiter. Lärchenwiesen, offene Hänge und weite Ausblicke bestimmen diesen Abschnitt.

Mit dem Abstieg nach Jenesien verlassen wir allmählich die alpine Bergwelt. Wälder und Bergwiesen gehen in die Kulturlandschaft Südtirols über. Schließlich führt der Weg durch die Hänge oberhalb von Bozen, vorbei an Weinbergen und durch die wärmer werdende Landschaft des Bozner Beckens.

27,9 Kilometer liegen vor uns, bei nur 264 Höhenmetern Aufstieg, aber 1.947 Höhenmetern Abstieg. Das macht die Etappe nicht zu einem Spaziergang. Besonders der lange Abstieg verlangt Ausdauer und belastet Knie und Gelenke.

Und dann kommt der besondere Moment: Bozen ist erreicht.

Nicht mit der Seilbahn, nicht mit dem Bus und nicht mit einem Taxi. Nach all den Kilometern der Alpenüberquerung gehen wir auf eigenen Füßen bis zum Bahnhof und damit hinein in die Stadt.

Die Berge liegen hinter uns. Der Weg endet dort, wo eine Alpenüberquerung vielleicht am schönsten enden kann: mitten im Leben.


🏞️ Charakter der Wanderung

Diese letzte Etappe hat ihren eigenen Rhythmus. Noch einmal führt der Weg hinauf in die Höhe, über das Kreuzjoch und durch die weiten Lärchenwiesen des Salten. Doch je näher wir Jenesien kommen, desto mehr verändert sich die Landschaft. Aus der alpinen Bergwelt wird Kulturlandschaft, aus Bergpfaden werden Wege durch Wiesen und Wälder. Tief unter uns liegt Bozen.

Der Abschnitt von Meran 2000 nach Jenesien ist auch als E5-Etappe bekannt. Rund 22 Kilometer führt der klassische Weg über die Höhen des Tschögglbergs und den Salten. Technisch bleibt er überwiegend moderat, doch die Länge und vor allem der Abstieg verlangen Ausdauer. Über das Kreuzjoch, das Auener Jöchl und den Möltner Kaser geht es hinüber zu den weiten Lärchenwiesen des Salten und schließlich nach Jenesien.

Für uns war Jenesien jedoch nicht das Ziel.

Dort wartet die Seilbahn, die einen schnell und bequem hinunter nach Bozen bringt. Nach einem langen Wandertag ist das durchaus verlockend. Man kann die letzten Höhenmeter abgeben, die Beine entlasten und wenige Minuten später mitten in Bozen stehen.

Aber genau das wollten wir nicht.

Wir waren zu Fuß über die Alpen gegangen – von Bregenz über die Hochgebirge bis hierher. Deshalb sollte auch der letzte Abschnitt zu diesem Weg gehören. Nicht nur bis Jenesien, sondern bis nach Bozen.

Und damit verlängert sich der klassische E5-Weg noch einmal. Die letzten Kilometer führen durch die Hänge oberhalb der Stadt, durch Weinberge und die zunehmend wärmere Landschaft des Bozner Beckens. Die alpine Welt bleibt langsam zurück, während Bozen immer näher kommt.

Vielleicht liegt gerade darin der besondere Reiz dieses letzten Stückes. Mit der Seilbahn ist man in wenigen Minuten aus der Höhe zurück in der Stadt. Zu Fuß dagegen verändert sich die Landschaft Schritt für Schritt. Die Berge werden kleiner, die Wege wärmer, die Weinberge rücken näher. Aus einem fernen Ziel wird eine Stadt, die man schließlich tatsächlich betritt.

Natürlich hat die Seilbahn ihren Sinn. Nach einer langen Etappe kann sie eine vernünftige Möglichkeit sein, wenn die Kräfte nachlassen oder der lange Abstieg für die Gelenke zu viel wird.

Für unsere Alpenüberquerung aber war die Entscheidung längst gefallen.

Wir wollten auch die letzten Kilometer selbst gehen. Nach Hunderten von Kilometern sollte die Reise nicht an einer Bergstation enden. Sie sollte dort enden, wo der Bergweg in die Stadt übergeht.

Noch einmal hieß es also: Rucksack auf, weitergehen und den Weg unter die Füße nehmen.

Bozen war nicht nur das Ziel dieser Etappe. Es war der Punkt, an dem die gesamte Alpenüberquerung auf eigenen Füßen zu Ende ging.


🗺️ Karte und Tourenverlauf

🗺️ Die Route auf der Karte

Die Karte zeigt den vollständigen Verlauf der letzten Etappe von der Meraner Hütte über das Kreuzjoch, den Möltner Kaser und Jenesien bis zum Bahnhof Bozen.

Meraner Hütte → Kreuzjöchl → Kreuzjoch → Auener Jöchl → Möltner Kaser → Möltner Joch → Schemog → Langfern → St. Jakob → Jenesien → St. Anton → Bozen


🥾 Einordnung des Weges

Diese Etappe ist der siebzehnte und letzte Abschnitt der Alpenüberquerung Bregenz – Meran – Bozen. Nach den 16 Etappen von Bregenz über die Alpen bis zur Meraner Hütte liegt nun der letzte Wegabschnitt vor uns: von den Höhen des Tschögglbergs hinunter nach Bozen.

Der Start liegt noch hoch oben auf 1.960 Metern an der Meraner Hütte. Doch bevor der lange Abstieg beginnt, wartet noch einmal ein letzter Höhepunkt. Über das Kreuzjöchl erreichen wir das Kreuzjoch auf 2.085 Metern. Danach verändert sich der Charakter der Landschaft zunehmend.

Über den Möltner Kaser, das Möltner Joch und die weiten Lärchenwiesen des Salten führt der Weg nach Jenesien. Hier wird aus der alpinen Berglandschaft langsam eine Kulturlandschaft. Wiesen und Wälder werden von Siedlungen, Wegen und schließlich von Weinbergen abgelöst.

Auch der Charakter der Alpenüberquerung verändert sich damit ein letztes Mal. Die großen hochalpinen Übergänge liegen hinter uns. Statt schroffer Felsen und vergletscherter Bergwelt erleben wir nun die südliche Seite Südtirols mit ihren offenen Höhen, warmen Hängen und dem Blick auf das Bozner Becken.

Mit 27,9 Kilometern ist diese letzte Etappe lang. Den lediglich 264 Höhenmetern Aufstieg stehen 1.947 Höhenmeter Abstieg gegenüber. Die Herausforderung liegt deshalb weniger im Hinaufgehen als im langen Abstieg, der nach den vielen Tagen unterwegs noch einmal Ausdauer und Kraft verlangt.

In Jenesien besteht die Möglichkeit, die letzten Höhenmeter mit der Seilbahn nach Bozen zurückzulegen. Für unsere Alpenüberquerung war das jedoch keine Option.

Wir wollten den Weg vollständig gehen.

Denn eine Alpenüberquerung endet für uns nicht dort, wo eine Seilbahn beginnt. Nach dem Start in Bregenz sollte auch der letzte Abschnitt aus eigener Kraft zurückgelegt werden – bis zum Bahnhof Bozen.

Damit schließt sich ein Weg, der uns über viele hundert Kilometer von den Ufern des Bodensees durch die Alpen bis in die Südtiroler Landeshauptstadt geführt hat.

Bregenz – Meran – Bozen. Von Anfang bis Ende zu Fuß.


🧗‍♂️ Der Weg in Etappen

Mit der Meraner Hütte beginnt der letzte große Abschnitt unserer Alpenüberquerung. Was auf Etappe 16 noch als langer Aufstieg von Meran hinauf nach Meran 2000 begann, wird auf Etappe 17 zum großen Abstieg nach Bozen.

🥾 Etappe 16: Meran – Meraner Hütte

Von Meran ging es zunächst durch die Stadt und anschließend stetig bergauf in Richtung Meran 2000. 15,9 Kilometer und 1.719 Höhenmeter Aufstieg lagen hinter uns, als wir die Meraner Hütte auf 1.960 Metern erreichten.

Der Weg hatte uns aus dem warmen Meraner Becken hinauf in die Bergwelt geführt. Die Waidmannalm auf 1.989 Metern markierte den höchsten Punkt dieser Etappe.

👉 Zu Fuß über die Alpen Meran Bozen 16

🥾 Etappe 17: Meraner Hütte – Bozen

Nun dreht sich die Richtung. Zunächst geht es noch einmal hinauf zum Kreuzjoch auf 2.085 Meter, anschließend fast nur noch bergab.

Über das Auener Jöchl, den Möltner Kaser und das Möltner Joch erreichen wir die weiten Lärchenwiesen des Salten. Über Jenesien führt der Weg schließlich hinunter in Richtung Bozen.

Dabei verändert sich die Landschaft ein letztes Mal. Aus der alpinen Bergwelt werden Wälder und Wiesen, später Weinberge und warme Hänge. Bozen rückt immer näher.

👉 Zu Fuß über die Alpen Meran Bozen 17

Der entscheidende Unterschied zu vielen Varianten dieser Strecke liegt am Ende: Von Jenesien könnte die Seilbahn die letzten Höhenmeter übernehmen. Wir gehen weiter.

Bis zum Bahnhof Bozen. Zu Fuß.

Damit endet die Alpenüberquerung dort, wo sie für uns enden sollte: nicht an einer Bergstation, sondern mitten in der Stadt.


🧗‍♂️ Die Etappe

🥾 Der letzte Weg nach Bozen

An der Meraner Hütte auf 1.960 Metern beginnt der letzte Wandertag unserer Alpenüberquerung. Noch einmal führt der Weg hinauf, bevor er sich endgültig nach Süden und hinunter in Richtung Bozen wendet.

Zunächst folgen wir Weg Nr. 14 und dem E5 zum Kreuzjöchl und weiter zum Kreuzjoch auf 2.085 Metern. Damit liegt gleich zu Beginn noch einmal der höchste Punkt dieser letzten Etappe vor uns. Der Blick reicht weit über die Höhen des Tschögglbergs, während hinter uns die Berge liegen, die uns auf unserem langen Weg von Bregenz bis hierher begleitet haben.

Vom Kreuzjoch geht es über das Auener Jöchl auf den Wegen 23 und 4 weiter zum Möltner Kaser und hinüber zum Möltner Joch. Die großen hochalpinen Übergänge liegen nun hinter uns. Die Landschaft wird weiter und offener, die Lärchenwiesen des Salten bestimmen zunehmend das Bild.

Über Schemog führen die Wege 17a und 17b weiter. Anschließend folgen wir dem Rundweg Langfern und Weg Nr. 1 zur Langferner Hütte und weiter nach St. Jakob. Über den Gasthof Edelweiß erreichen wir schließlich die Via Alpina und folgen ihr auf Weg 1 in Richtung Jenesien.

Hier könnte die Alpenüberquerung bereits auf eine bequeme Weise zu Ende gehen. Die Seilbahn von Jenesien nach Bozen steht bereit und würde die letzten Höhenmeter in wenigen Minuten überwinden.

Doch unser Weg war von Anfang an anders gedacht.

Von Bregenz bis hierher waren wir zu Fuß gegangen – und so sollte es auch bleiben.

Von Jenesien führt die Strecke deshalb weiter über die Wege 30 und 3a, vorbei am Landgasthof zum Hirschen und anschließend über Weg Nr. 2 zur Talstation der Seilbahn Jenesien. Von dort geht es über die Brücke St. Anton zurück auf den E5.

Die letzten Kilometer gehören nun nicht mehr der alpinen Bergwelt. Der Weg führt hinunter in die wärmere Landschaft des Bozner Beckens. Weinberge, Siedlungen und schließlich die Stadt bestimmen das Bild. Der Bergweg wird zum Stadtweg.

Wir folgen dem E5 weiter bis zum Bahnhof Bozen.

Damit ist die letzte Etappe geschafft: 27,9 Kilometer, von der Meraner Hütte hinunter nach Bozen – ohne Seilbahn und vollständig zu Fuß.

Und genau dort, am Bahnhof von Bozen, endet nicht nur diese Etappe.

Hier endet unsere Alpenüberquerung. Bregenz – Meran – Bozen. Von Anfang bis Ende auf eigenen Füßen.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

Wo die Höhen des Tschögglbergs langsam in die wärmeren Landschaften rund um Bozen übergehen, wandert man durch eine Gegend, in der sich Natur, Geschichte und Überlieferung auf besondere Weise miteinander verbinden. Die letzte Etappe unserer Alpenüberquerung führt nicht mehr durch die schroffe Welt der großen Hochgebirge. Doch auch hier haben die Berge ihre Geschichten hinterlassen.

🗿 Die geheimnisvollen Stoanernen Mandln

Nicht weit von den Höhenwegen des Tschögglbergs liegt einer der sagenumwobensten Orte Südtirols: die Stoanernen Mandln. Auf einer freien Hochfläche stehen zahlreiche aus Steinplatten aufgeschichtete Figuren. Manche wirken wie kleine Menschen, andere wie Wächter, die seit langer Zeit über das Land blicken.

Um diesen ungewöhnlichen Ort ranken sich alte Geschichten von Hexen und nächtlichen Zusammenkünften. Besonders bekannt sind Überlieferungen über Hexentänze und Teufelsfeiern. Tatsächlich finden sich dazu historische Spuren: Aus dem Jahr 1540 sind Aussagen aus einem Hexenprozess überliefert, in denen die Stoanernen Mandln mit solchen Vorstellungen verbunden werden.

Was davon Sage, Volksglaube und historische Aussage ist, lässt sich nicht einfach miteinander gleichsetzen. Gerade diese Mischung macht den Ort jedoch so geheimnisvoll.

Noch älter sind die Spuren menschlicher Anwesenheit. Bei den Stoanernen Mandln wurden prähistorische Funde und Felsgravuren entdeckt. Die Steine erzählen damit eine Geschichte, die weit vor den Hexensagen beginnt.

Vielleicht muss nicht jede Geschichte vollständig erklärt werden. Manche Orte dürfen ein Geheimnis behalten.

🌲 Der Salten – eine Landschaft voller Überlieferungen

Unser Weg führt über die weiten Lärchenwiesen des Salten in Richtung Jenesien. Diese offene Landschaft wirkt auf den ersten Blick friedlich und beinahe sanft. Doch gerade hier zeigt sich, wie eng Landschaft und Erzähltradition miteinander verbunden sind.

Auf dem Salten gibt es einen eigenen Sagenweg, der Geschichten aus Jenesien und seiner Umgebung aufgreift. Die alten Überlieferungen gehören damit nicht zu einer längst vergangenen Welt, sondern sind Bestandteil einer Landschaft, die noch heute durchwandert und erlebt werden kann.

Nach den langen Tagen in den Hochalpen verändert sich hier auch unser eigener Blick auf den Weg. Die Felsen werden weniger, die Wiesen weiter, die Lärchen stehen verstreut in der Landschaft. Und trotzdem bleibt das Gefühl, durch einen alten Kulturraum zu gehen.

🏘️ Jenesien – zwischen Berg und Stadt

Mit Jenesien erreichen wir einen Ort, an dem sich der Charakter der Reise noch einmal verändert. Hinter uns liegen die alpinen Höhen des Tschögglbergs, vor uns liegt Bozen.

Hier begegnen sich zwei Landschaften: oben die offene Bergwelt mit ihren Wiesen und Lärchen, unten das warme Bozner Becken mit seinen Siedlungen, Weinbergen und der Stadt.

Vielleicht ist gerade dieser Übergang eine der schönsten Geschichten dieser letzten Etappe.

Wir verlassen die Berge nicht plötzlich.

Wir gehen ihnen langsam davon.

Mit jedem Schritt wird die Landschaft wärmer und dichter besiedelt. Der Weg verliert seinen alpinen Charakter und führt schließlich dorthin, wo die Alpenüberquerung für uns ihren letzten Abschnitt erreicht: nach Bozen.

🏛️ Bozen – wo der Bergweg zur Stadt wird

Am Ende steht keine einsame Passhöhe und keine Bergstation.

Wir erreichen Bozen zu Fuß.

Nach den Höhen des Tschögglbergs, nach den Lärchenwiesen und dem langen Abstieg verändert sich die Umgebung nun vollständig. Aus dem Wanderweg wird ein Weg durch die Stadt. Die Berge bleiben im Hintergrund, während die historischen Straßen und Lauben von Bozen näher kommen.

Vielleicht ist das der passende Abschluss einer Alpenüberquerung.

Ein Weg, der am Bodensee begonnen hat und durch die großen Berglandschaften der Alpen führte, endet nicht irgendwo oben in der Höhe. Er endet dort, wo die Berge und das menschliche Leben unmittelbar aufeinandertreffen.

Bregenz – Meran – Bozen.

Der Weg ist zu Ende.

Die Geschichten bleiben.

📜 Geschichten, die weiterleben

Diese Etappe zeigt noch einmal, was unsere Wege miteinander verbindet: Landschaft ist niemals nur Landschaft. Hinter den Bergen, Wegen und Orten stehen Erinnerungen, Überlieferungen und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Manche lassen sich historisch belegen. Andere gehören in die Welt der Sage. Und wieder andere entstehen erst, wenn wir selbst einen Weg gehen und ihn mit unseren eigenen Erfahrungen verbinden.

In der Literarischen Galerie sammeln wir Sagen, Legenden und Geschichten aus den Landschaften, durch die unsere Wege führen.

Wer tiefer eintauchen möchte, findet dort weitere Geschichten aus einer Welt zwischen Fels, Wald, Wasser und Weinbergen.

➡️ Sagen, Legenden und Geschichten – Die Literarische Galerie


🌿 Natur und Landschaft

🌲 Zwischen Lärchenwiesen und weitem Himmel

Die letzte Etappe beginnt noch einmal hoch oben in der Bergwelt. Rund um die Meraner Hütte bestimmen offene Höhen, Lärchen und weite Wiesen das Landschaftsbild. Der Blick schweift über die umliegenden Berge, während der Weg zunächst noch einmal zum Kreuzjoch hinaufführt.

Doch diese Höhe fühlt sich anders an als die großen Hochgebirgspässe der vergangenen Etappen. Die Landschaft ist weiter, ruhiger und weniger von Fels geprägt. Die Lärchen stehen einzeln oder in lockeren Gruppen auf den Wiesen und geben dem Tschögglberg seinen besonderen Charakter.

🏔️ Vom Kreuzjoch zum Salten

Mit dem Kreuzjoch auf 2.085 Metern erreicht die Etappe ihren höchsten Punkt. Danach beginnt der lange Weg nach Süden.

Über das Auener Jöchl, den Möltner Kaser und das Möltner Joch verändert sich die Landschaft Schritt für Schritt. Die offenen Flächen des Tschögglbergs gehen in die weiten Lärchenwiesen des Salten über.

Gerade dieser Übergang macht den besonderen Reiz der Etappe aus. Es gibt keinen abrupten Wechsel. Die alpine Landschaft wird allmählich sanfter, die Wege werden breiter und zwischen den Wiesen zeigen sich immer häufiger Spuren menschlicher Nutzung.

🌿 Der Salten – eine Kulturlandschaft

Der Salten ist mehr als eine schöne Berglandschaft. Seit Jahrhunderten wird die Hochfläche von Menschen bewirtschaftet. Die weit auseinanderstehenden Lärchen, die Wiesen und Weideflächen sind Teil einer gewachsenen Kulturlandschaft.

Hier zeigt sich Südtirol von einer anderen Seite.

Nach den schroffen Felsen und hohen Pässen der zurückliegenden Etappen wirkt die Landschaft beinahe freundlich. Die großen Höhenunterschiede bleiben jedoch spürbar. Vor uns liegt ein langer Abstieg, und mit jedem Höhenmeter verändert sich auch die Vegetation.

🍇 Hinunter nach Jenesien und Bozen

Über Jenesien führt der Weg weiter in Richtung Bozen. Die Landschaft wird zunehmend wärmer und stärker von menschlicher Nutzung geprägt.

Wiesen und Wald werden von Siedlungen begleitet. Später kommen die südtiroltypischen Weinbauflächen hinzu. Die Vegetation verändert sich, und der Unterschied zu den hochalpinen Landschaften am Beginn unserer Alpenüberquerung wird immer deutlicher.

Wir verlassen die Berge nicht an einer einzigen Stelle – wir verlassen sie Schritt für Schritt.

Am Ende erreicht der Weg das Bozner Becken. Die alpine Welt liegt hinter uns, während die Stadt immer näher kommt.

🌄 Ein letzter Blick zurück

Vielleicht ist gerade dieser allmähliche Wandel das Besondere dieser letzten Etappe.

Wir beginnen den Tag noch auf knapp 2.000 Metern Höhe und beenden ihn unten in Bozen. Dazwischen liegen Lärchenwiesen, Wälder, offene Höhen, Kulturlandschaft und schließlich die warmen Hänge rund um das Bozner Becken.

Damit erzählt auch die Natur den Verlauf unserer gesamten Alpenüberquerung:

Von den Bergen zur Stadt.
Von der Höhe in die Wärme.
Von Bregenz bis Bozen – Schritt für Schritt.


🌿 Natur und Landschaft

Die letzte Landschaft unserer Alpenüberquerung öffnet sich noch einmal in ihrer ganzen Vielfalt. Sie führt uns aus der kühlen, klaren Bergwelt der Meraner Hütte über die weiten Höhen des Tschögglbergs und des Salten Schritt für Schritt hinunter in die wärmere Kulturlandschaft rund um Bozen.

Es ist kein bloßer Abstieg. Auf dieser letzten Etappe verändert sich die Landschaft ständig – von den offenen Höhen über Lärchenwiesen und Wälder bis zu den Siedlungen und Weinbergen oberhalb von Bozen.

🏔️ Die alpinen Höhen des Tschögglbergs

An der Meraner Hütte beginnt der Tag noch in der Bergwelt. Der Weg führt zunächst zum Kreuzjoch auf 2.085 Metern und erreicht damit noch einmal eine beachtliche Höhe.

Die Landschaft ist offen und weit. Lärchen und Bergwiesen prägen die Hänge, während der Blick über die umliegenden Berge reicht. Der Wind ist noch kühl, die Höhe deutlich spürbar.

Doch mit dem Kreuzjoch beginnt zugleich der Abschied von den großen alpinen Höhen.

🌲 Lärchenwiesen und der Salten

Über das Auener Jöchl, den Möltner Kaser und das Möltner Joch verändert sich der Charakter der Landschaft. Die Wege führen durch die typischen offenen Lärchenwiesen des Tschögglbergs und schließlich über den Salten.

Die weit auseinanderstehenden Lärchen geben dieser Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter. Zwischen den Bäumen öffnen sich immer wieder große Wiesenflächen und weite Blicke.

Nach den Felslandschaften und hochalpinen Übergängen der vergangenen Etappen wirkt diese Umgebung beinahe sanft.

Doch der Weg bleibt lang.

🌿 Zwischen Berglandschaft und Kulturlandschaft

Je näher wir Jenesien kommen, desto stärker wird der Einfluss des Menschen sichtbar. Wiesen, Wälder und bewirtschaftete Flächen wechseln sich ab. Wege und Siedlungen nehmen zu.

Die Landschaft ist nun nicht mehr ausschließlich von den natürlichen Bedingungen des Hochgebirges geprägt. Sie ist eine über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft, in der Landwirtschaft, Wald und Siedlungen miteinander verbunden sind.

Damit verändert sich auch das Gefühl des Wanderns.

Die Berge werden nicht plötzlich kleiner – aber sie treten langsam in den Hintergrund.

🍇 Hinunter in Richtung Bozen

Von Jenesien führt unser Weg weiter hinunter in Richtung Bozen. Mit jedem Höhenmeter wird die Luft wärmer und die Landschaft südlicher.

Die offenen Bergflächen bleiben zurück. Wälder, Wiesen, Siedlungen und schließlich die Weinbauflächen der Hänge oberhalb des Bozner Beckens bestimmen zunehmend das Bild.

Es ist ein Wandel, den man nicht nur sehen, sondern auch körperlich spüren kann.

Nach den kühlen Höhen der vergangenen Tage empfängt uns nun die Wärme des Südens.

🌄 Vom Berg zur Stadt

Das Besondere dieser letzten Etappe liegt gerade in diesem langsamen Übergang.

Wir starten hoch oben an der Meraner Hütte, erreichen noch einmal das Kreuzjoch und wandern anschließend über die weiten Höhen des Tschögglbergs. Über den Salten und Jenesien verlieren wir immer weiter an Höhe, bis schließlich die Stadt Bozen vor uns liegt.

Die Alpenüberquerung endet nicht irgendwo auf einem Gipfel. Sie endet dort, wo die Berglandschaft in die Stadt übergeht.

Und vielleicht ist das der schönste Abschluss: Noch einmal verändert sich die Landschaft mit jedem Schritt, bis aus dem Bergweg ein Weg durch die Stadt wird.

Von den Höhen des Tschögglbergs bis zum Bahnhof Bozen.

Von der alpinen Bergwelt in den Süden – und von Bregenz bis Bozen.


🍽️ Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Übernachtung

Die letzte Etappe beginnt an der Meraner Hütte und führt über die Höhen des Tschögglbergs, den Möltner Kaser und den Salten nach Jenesien. Danach geht es weiter hinunter nach Bozen.

Gerade weil die Etappe mit 27,9 Kilometern lang ist, sollte die Versorgung unterwegs bei der Planung berücksichtigt werden.

🥾 Einkehrmöglichkeiten

Am Start bietet die Meraner Hütte die Möglichkeit, sich vor dem langen Wandertag noch einmal zu stärken.

Unterwegs führen die Wege unter anderem am Möltner Kaser, am Gasthof Edelweiß und später in Jenesien vorbei. Damit bestehen im Verlauf der Etappe Möglichkeiten zur Einkehr – die jeweiligen Öffnungszeiten sollten jedoch insbesondere außerhalb der Hauptsaison vorher geprüft werden.

Nach dem langen Abstieg bietet Bozen schließlich eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und weiteren Möglichkeiten zur Einkehr.

🌿 Rastplätze

Die offenen Höhen des Tschögglbergs und insbesondere die Lärchenwiesen des Salten bieten zahlreiche Möglichkeiten für eine Rast. Gerade nach dem ersten Anstieg zum Kreuzjoch und auf dem langen Weg Richtung Jenesien lohnt es sich, die Landschaft bewusst auf sich wirken zu lassen.

Mit zunehmender Nähe zu Bozen verändert sich auch die Umgebung der Rastmöglichkeiten. Aus der alpinen Landschaft wird zunehmend besiedeltes Gebiet.

🛏️ Übernachtung

Das Etappenziel ist der Bahnhof Bozen. Für die Übernachtung bietet sich deshalb eine Unterkunft in Bozen an.

Als Etappenunterkunft ist vorgesehen:

Hotel Regina
Rittner Straße 1
39100 Bozen
☎️ +39 0471 972195

Damit endet die Alpenüberquerung dort, wo diese letzte Etappe für uns vorgesehen ist: mitten in Bozen.


💡 Wissenswertes zur Wanderung

Die letzte Etappe ist der große Übergang von der Bergwelt in die Stadt. Noch einmal führt der Weg über 2.000 Meter Höhe, danach beginnt ein langer Abstieg, der uns über den Tschögglberg und den Salten nach Jenesien und schließlich hinunter nach Bozen führt.

🥾 Markierung und Orientierung

Die Route folgt mehreren markierten Wegen und verbindet verschiedene Wanderwege miteinander. Von der Meraner Hütte geht es zunächst über Weg Nr. 14 und den E5 zum Kreuzjoch.

Anschließend führen Wege 23 und 4 über den Möltner Kaser und das Möltner Joch. Über 17a, 17b, den Rundweg Langfern und Weg Nr. 1 geht es weiter über Langfern und St. Jakob nach Jenesien.

Für den letzten Abschnitt folgen Wege 30 und 3a, anschließend Weg Nr. 2 und schließlich wieder der E5 bis zum Bahnhof Bozen.

Bei einer so langen Etappe ist eine gute Orientierung besonders wichtig. Der aktuelle GPS-Track kann dabei eine sinnvolle zusätzliche Hilfe sein.

🌿 Besonderheit der Etappe

Der besondere Charakter liegt im stetigen Wandel der Landschaft.

  • Noch einmal der Höhenpunkt am Kreuzjoch mit 2.085 Metern

  • Die weiten Lärchenwiesen des Tschögglbergs und Salten

  • Der Übergang von der alpinen Berglandschaft zur Kulturlandschaft

  • Der lange Abstieg über Jenesien

  • Und schließlich Bozen als Ziel der gesamten Alpenüberquerung

Dazu kommt eine Entscheidung, die für unsere Tour von besonderer Bedeutung war:

In Jenesien besteht die Möglichkeit, mit der Seilbahn nach Bozen hinunterzufahren. Wir sind weitergegangen.

Nach dem langen Weg von Bregenz über die Alpen sollte auch der letzte Abschnitt aus eigener Kraft zurückgelegt werden.

🏁 Das Ende der Alpenüberquerung

Der Bahnhof Bozen ist deshalb mehr als nur das Ende einer Wanderetappe.

Hier endet ein Weg, der in Bregenz am Bodensee begonnen hat und uns über zahlreiche Berglandschaften bis nach Südtirol geführt hat.

Bregenz – Meran – Bozen. Von Anfang bis Ende zu Fuß.


⚠️ Hinweise zur Tour

🌦️ Wetter und Bedingungen

Die Etappe führt zunächst noch in Höhen um 2.000 Meter. Dort können Wetter und Temperaturen deutlich anders sein als später in Bozen.

Nebel, Regen, Gewitter oder ein Wettersturz können die Orientierung und die Bedingungen auf den Höhenwegen erschweren. Auch im Sommer sollte deshalb eine geeignete Wetterschutzbekleidung im Rucksack sein.

🥾 Länge und Abstieg

Mit 27,9 Kilometern ist dies eine lange Etappe. Den 264 Höhenmetern Aufstieg stehen 1.947 Höhenmeter Abstieg gegenüber.

Die besondere Belastung liegt deshalb im langen Abstieg. Vor allem Knie, Oberschenkel und Füße werden nach den vielen Wandertagen noch einmal stark beansprucht.

Wer merkt, dass die Kräfte nachlassen, sollte die verbleibende Strecke realistisch einschätzen und nicht allein wegen des geplanten Etappenziels ein unnötiges Risiko eingehen.

⚠️ Seilbahn in Jenesien

In Jenesien besteht die Möglichkeit, die letzten Höhenmeter mit der Seilbahn nach Bozen zurückzulegen.

Für unsere Alpenüberquerung haben wir diese Möglichkeit nicht genutzt. Unser Weg sollte bis zum Bahnhof Bozen zu Fuß führen.


🎒 Ausrüstung

Für diese letzte Etappe braucht es keine spezielle Kletterausrüstung. Entscheidend ist eine Ausrüstung, die für einen langen Wandertag in wechselnden Höhenlagen geeignet ist.

  • 🥾 Festes Schuhwerk: Für die unterschiedlichen Wegoberflächen und den langen Abstieg.

  • 🧥 Wetterschutz: Regen- und Windschutz gehören auch am Ende der Alpenüberquerung in den Rucksack.

  • 🧢 Sonnenschutz: Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz für die offenen Höhen und den später wärmeren Bereich.

  • 💧 Ausreichend Trinkwasser: Der lange Weg verlangt eine verlässliche Wasserversorgung und entsprechende Planung.

  • 🎒 Tagesgepäck: Bei einer Etappentour nur das notwendige Tagesgepäck mitführen.

  • 🩹 Kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung: Insbesondere Blasenpflaster und eine einfache persönliche Notfallausrüstung sind bei einer langen Etappe sinnvoll.

  • 📱 Navigation: Mobiltelefon bzw. GPS-Gerät mit geladenem Track als zusätzliche Orientierungshilfe.

🧳 Gepäcktransfer

Für die letzte Etappe ist kein spezieller Gepäcktransfer erforderlich, wenn das persönliche Gepäck bereits für die Übernachtung in Bozen vorgesehen ist.

Bei einer organisierten Mehrtagestour sollte der Transport des Hauptgepäcks bis zur Unterkunft in Bozen vor Beginn der Tour geklärt sein.


⭐ Mein Eindruck

Diese letzte Etappe habe ich zweimal erlebt. Und gerade deshalb habe ich mir die Frage gestellt, wie man diesen Weg eigentlich gehen möchte.

Denn es gibt durchaus eine Möglichkeit, die gesamte Strecke deutlich einfacher zu gestalten.

Wer nicht unbedingt jeden Höhenmeter zu Fuß zurücklegen möchte, kann bereits in Meran die Seilbahn hinauf nach Meran 2000 nehmen. Damit entfällt der lange Aufstieg von Meran zur Meraner Hütte aus der vorherigen Etappe. Von Meran 2000 geht es anschließend über die Höhen des Tschögglbergs, über das Kreuzjoch, den Möltner Kaser und den Salten bis nach Jenesien.

So lässt sich dieser Abschnitt als eine lange Tageswanderung von Meran 2000 über die Höhen nach Jenesien gestalten.

Und auch dort gibt es noch einmal die bequeme Möglichkeit: Die Seilbahn von Jenesien nach Bozen bringt Wanderer in kurzer Zeit hinunter in die Stadt.

Damit kann man aus dem langen Weg eine deutlich komfortablere Variante machen:

Seilbahn Meran → Meran 2000 – zu Fuß über die Höhen – Seilbahn Jenesien → Bozen.

Das ist ohne Frage eine Möglichkeit, die Strecke zu erleben, ohne die großen Anstiege und den letzten langen Abstieg vollständig zu Fuß bewältigen zu müssen.

Doch was gewinnt man – und was verliert man?

Für mich lag der Sinn unserer Alpenüberquerung nie darin, möglichst einfach von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Wir wollten den Weg erleben. Auch die Anstrengung gehörte dazu.

Der Aufstieg von Meran zur Meraner Hütte war mit seinen 1.719 Höhenmetern kein Spaziergang. Die Beine, der Schweiß und die Müdigkeit gehören ebenso zu meiner Erinnerung wie die Landschaft. Wenn man diesen Abschnitt mit der Seilbahn überspringt, gewinnt man Zeit und Kraft.

Aber man gibt auch etwas ab.

Man erlebt den Berg dann anders.

Und genau dasselbe gilt für die Fahrt von Jenesien nach Bozen. Nach 27,9 Kilometern könnte man die letzten Höhenmeter bequem der Seilbahn überlassen. Das Ziel wäre trotzdem erreicht.

Aber für uns sollte die Alpenüberquerung nicht dort enden, wo die Seilbahn beginnt.

Wir waren in Bregenz gestartet. Wir hatten die Alpen Schritt für Schritt durchquert. Deshalb wollten wir auch die letzten Kilometer selbst gehen.

Vielleicht ist das der eigentliche Unterschied:

Man kann einen Weg zurücklegen – oder man kann ihn bezwingen.

Nicht im Sinne eines Kampfes gegen den Berg. Sondern im Sinne des persönlichen Erlebens. Wenn man jeden Anstieg selbst gegangen ist, jeden Abstieg selbst bewältigt und am Ende mit müden Beinen in Bozen steht, dann gehört einem nicht nur das Ziel.

Dann gehört einem auch der Weg.

Die einfache Variante spart Kraft und Zeit.

Die vollständige Variante schenkt Erfahrung, Erinnerung und das Gefühl, etwas aus eigener Kraft geschafft zu haben.

Und vielleicht muss jeder Wanderer selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Für meine Alpenüberquerung war die Antwort eindeutig:

Von Bregenz bis Bozen – von Anfang bis Ende zu Fuß.

Nicht weil es die einzige Möglichkeit ist.

Sondern weil es unsere Möglichkeit war, diesen Weg zu erleben.


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