Der Merkur – Die Stimme zwischen den Wegen

Prolog: Bevor der Berg einen Namen trug, war er bereits ein Ort der Entscheidung.
Die Römer nannten ihn nach Mercurius, dem Hüter der Wege zwischen den Welten. Doch sie gaben ihm keinen Namen – sie erkannten ihn nur wieder.
Denn lange vor ihnen wusste man:
Nicht jeder Weg führt nach Hause.
Und nicht jede Seele findet ihren Ort.
So errichteten sie kein Heiligtum aus Stein, sondern ein Versprechen.
Ein Wächter sollte dort stehen, wo der letzte Zweifel beginnt.
Kein Richter.
Kein Retter.
Nur ein Zeuge.
Einer, der nicht fragt.
Einer, der nicht urteilt.
Einer, der zeigt.
Und so begann die Zeit des Hüters.
Doch mit den Jahren… vergaß man, warum er dort stand.
Und noch später
