Die Sanduhr
Der Sand rinnt stetig, leise, fort,
Kein Halten gibt's, an keinem Ort.
Was gestern war, ist längst vorbei,
Was morgen kommt, ist einerlei.
Genieß den Augenblick, das Jetzt,
Bevor das Schicksal dich zersetzt.
Denn in dem Sand, der ewig fließt,
Auch deine Lebenskraft versüßt.
© Gerd Groß 14.09.2013
Das Epigramm "Die Sanduhr" von Gerd Groß verdichtet das Thema Zeit auf eindringliche Weise. Der stetig rieselnde Sand steht als Sinnbild für die Vergänglichkeit des Lebens und die Unaufhaltsamkeit des Moments. In klarer, reduzierter Sprache erinnert das Gedicht daran, den Augenblick bewusst zu erleben, bevor er unwiederbringlich vergeht. Die Sanduhr wird so zum Spiegel menschlicher Existenz zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
