🥾 Markgräfler Wiiwegli – Etappe 2: Staufen im Breisgau – Schliengen 

✨ Wo Wege Geschichten erzählen

Von der historischen Fauststadt Staufen führt diese Etappe tiefer hinein in das Markgräflerland – eine Landschaft, in der sich Weinberge, sanfte Hügel und alte Kulturlandschaften zu einem harmonischen Gesamtbild verbinden. Immer wieder öffnen sich weite Blicke über die Rheinebene, während kleine Winzerdörfer und geschichtsträchtige Orte den Weg begleiten. Diese Etappe ist geprägt vom Wechsel zwischen offenen Rebhängen, aussichtsreichen Höhenzügen und stillen Passagen durch gewachsene Kulturlandschaften, bevor mit Schliengen ein traditionsreicher Weinort am Rand des Schwarzwaldes erreicht wird.


📋 Tourensteckbrief

📍 Region: Markgräflerland / Südlicher Breisgau

🗺️ Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald / Lörrach

🌍 Land: Deutschland

🏞️ Kategorie: Fernwanderweg – Etappe

📏 Länge: ca. 26,6 km

⏱️ Dauer: ca. 7:05 Std.

⛰️ Höhenmeter: 549 m ↑ / 593 m ↓

🏔️ Höchster Punkt: ca. 435 m

🌄 Tiefster Punkt: ca. 243 m

🥾 Schwierigkeit: T1 – schwer

🚗 Startpunkt: Staufen im Breisgau

⭐ Eigenschaften

  • 🚆 Mit Bahn und Bus erreichbar
  • 🥾 Von A nach B
  • 🎒 Etappentour
  • 🌄 Aussichtsreich
  • 🍽️ Einkehrmöglichkeiten
  • 👨‍👩‍👧‍👦 Familienfreundlich
  • 🏛️ Kulturell / historisch
  • 🪨 Geologische Highlights
  • 🌿 Flora
  • 🦌 Fauna
  • 🐕 Hundefreundlich

🗺️ Karte & Tourenverlauf

Kurzer Streckenverlauf

Die Etappe beginnt in Staufen und führt zunächst durch die sanft ansteigenden Weinberge des südlichen Breisgaus in Richtung Grunern und Ballrechten. Über den Castellberg mit seinen aussichtsreichen Hanglagen verläuft der Weg weiter in Richtung Sulzburg, bevor sich die Landschaft zunehmend öffnet und den Blick auf die Rheinebene freigibt. Nach weiteren Höhenzügen und Weinlandschaften führt der Weg schließlich hinab in das Tal von Müllheim und weiter durch die charakteristischen Rebhänge des Markgräflerlandes bis nach Schliengen.


Markgräfler Wiiwegli: Freiburg im Breisgau - Grenzach-Whylen


🌲 Die Wanderung

Direkt nach dem Start in Staufen steigt der Weg leicht an und verlässt die historische Altstadt in Richtung Weinberge. Schon nach kurzer Zeit verändert sich der Charakter der Landschaft deutlich: Die engen Gassen bleiben zurück, während sich ein offenes Panorama aus Rebhängen und Streuobstwiesen entfaltet.

Der Weg führt über Grunern hinweg in Richtung Ballrechten, wo sich die ersten weiten Blicke über das Markgräflerland öffnen. Besonders der Bereich rund um den Castellberg prägt diese Etappe entscheidend. Hier zieht sich der Weg entlang sonniger Hanglagen, begleitet von Trockenmauern, Weinreben und immer wieder kleinen Aussichtspunkten, die den Blick weit in die Rheinebene und bis zu den Vogesen freigeben.

Im weiteren Verlauf verändert sich die Topografie spürbar. Aus den offenen Höhenzügen wird eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft aus Waldstücken, Rebhängen und kleinen Siedlungen. Sulzburg bildet dabei einen markanten Zwischenpunkt – ein historisch gewachsener Ort, der sich eng in die Landschaft einfügt und den Übergang in den südlicheren Abschnitt der Etappe einleitet.

Je näher der Weg dem Raum Müllheim und Schliengen kommt, desto stärker prägen Weinbauflächen und weite Talräume das Bild. Die Höhenzüge treten etwas zurück, während die Landschaft sich öffnet und den Blick in die Tiefe der Rheinebene freigibt. Schliengen schließlich markiert den Abschluss dieser abwechslungsreichen Etappe zwischen Geschichte, Weinbau und weitläufiger Landschaft.


🏰 Historische Orte entlang des Weges


🏰 Staufen im Breisgau

Historische Fauststadt mit mittelalterlichem Stadtkern und markanter Burgruine oberhalb der Stadt. Ausgangspunkt dieser Etappe mit starkem kulturellem Charakter.

🏰 Sulzburg

Ehemalige Bergbau- und Klosterstadt mit langer Geschichte im Markgräflerland. Der Ort liegt eingebettet zwischen Weinbergen und bewaldeten Höhenzügen.

🏰 Schliengen

Traditioneller Weinort mit historischer Bausubstanz und Schlossanlage. Die Lage am Übergang zur Rheinebene prägt seine lange Siedlungsgeschichte.


📜 Sagen, Legenden und Geschichten

📜 Der Teufel von Staufen (Fortwirken der Faust-Sage)

Auch auf dieser Etappe bleibt die Gestalt des Faust spürbar. Man sagt, dass der Teufel nicht nur in Staufen selbst gewirkt habe, sondern sein Schatten sich über die Rebhänge des gesamten Markgräflerlandes gelegt habe. Besonders in den Abendstunden, wenn Nebel aus der Rheinebene aufsteigt, soll man entlang der Höhenzüge bei Sulzburg noch immer eine dunkle Gestalt erkennen, die scheinbar den Weg zwischen den Weinbergen sucht.

📜 Die Mönche von Sulzburg

Im Raum Sulzburg rankt sich die Legende um ein altes Kloster, dessen Mönche einst in strengen Wintern durch die Weinberge zogen. Sie sollen den Menschen nicht nur den Weinbau nähergebracht haben, sondern auch geheimnisvolle Heilkräuter kultiviert haben, die nur in dieser besonderen Landschaft gedeihen. Noch heute heißt es, dass an stillen Tagen leise Glocken zwischen den Hügeln zu hören seien.

📜 Die versunkenen Höfe im Markgräflerland

Zwischen Müllheim und Schliengen erzählt man sich von alten Höfen, die in früheren Jahrhunderten im weichen Lössboden "versunken" sein sollen. Die Erde habe sie aufgenommen, weil die Bewohner die Weinberge nicht mehr pflegten. Wanderer berichten gelegentlich von flachen Erhebungen im Boden, die wie ehemalige Hausstellen wirken.


🌿 Natur & Landschaft

Diese Etappe zeigt das Markgräflerland in seiner typischen Vielfalt: offene Weinlandschaften, sanfte Höhenzüge und weitläufige Talräume prägen den gesamten Verlauf.

🌲 Wälder

Kleine Mischwaldstücke begleiten die Höhenzüge zwischen Staufen und Sulzburg und sorgen für schattige Übergänge.

🌸 Vegetation

Die Weinberge dominieren das Landschaftsbild. Trockenmauern, Reben und mediterran anmutende Pflanzen bestimmen die Hänge des Castellbergs und der umliegenden Höhen.

🪨 Geologie

Die Etappe verläuft überwiegend über Löss- und Kalkböden der Vorbergzone des Schwarzwaldes. Diese Böden gehören zu den fruchtbarsten Weinlagen Deutschlands.

💧 Wasser

Kleine Bäche und Hangentwässerungen strukturieren die Übergänge zwischen den Rebhängen und den Talräumen Richtung Rheinebene.

🏔️ Panoramen

Immer wieder öffnen sich weite Blicke über die Rheinebene bis zu den Vogesen – besonders eindrucksvoll im Bereich Castellberg und Sulzburg.

🦌 Tierwelt

Rehe, Füchse, Greifvögel und zahlreiche Insektenarten prägen die Kulturlandschaft der Weinberge.


📸 Höhepunkte der Wanderung

• Weinberge rund um Staufen und Grunern
• Castellberg mit seinen weiten Panoramablicken
• Historisches Sulzburg im Übergang der Landschaftszonen
• Weite Rheinebene mit Blick zu den Vogesen
• Ankunft im Weinort Schliengen


🍽️ Einkehrmöglichkeiten und Rastplätze

🍽️ Winzerhof Castellberg

📍 Ballrechten-Dottingen
🚶 ca. 0–0,5 km vom Weg

Regionale Winzerwirtschaft inmitten der Weinberge. Typisch badische Küche und saisonale Weine direkt aus der Umgebung.

🍽️ Gasthäuser in Sulzburg

📍 Sulzburg
🚶 ca. 0,3–0,8 km vom Weg
🚆 Busanbindung Richtung Müllheim / Staufen vorhanden

Klassische Landgasthäuser im historischen Ortskern mit regionaler Küche.

🍽️ Restaurants in Schliengen

📍 Schliengen
🚶 ca. 0–1 km vom Etappenverlauf

Mehrere Restaurants und Weinstuben im Ortskern, idealer Abschluss der Etappe.


🌄 Rastplätze

🌄 Castellberg Aussichtspunkte

Weite Sicht über das gesamte Markgräflerland bis zu den Vogesen. Einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte der Etappe.

🌿 Rebhänge bei Ballrechten

Offene Landschaft mit zahlreichen natürlichen Rastmöglichkeiten entlang der Weinberge.

🏡 Ortsränder Sulzburg

Ruhige Pausenplätze mit Übergang zwischen Wald- und Kulturlandschaft.


🛏️ Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Etappe

Alle Unterkünfte liegen entlang bzw. im direkten Umfeld der Etappe Staufen – Schliengen und erfüllen die Wanderlogik mit maximal ca. 2 km Entfernung zum Weg sowie in vielen Fällen guter ÖPNV-Anbindung.

🏡 Staufen im Breisgau – Etappenstart

🏨 Hotel & Gasthaus Löwen

📍 Entfernung zur Route: ca. 0,3 km
🚆 ÖPNV: Bahnhof Staufen ca. 1 km (Bus & Münstertalbahn)

Traditionelles Stadthotel im historischen Zentrum von Staufen. Kurze Wege zur Altstadt und direkter Bezug zum Etappenstart.

🏡 Sulzburg – Zwischenetappe

🏨 Hotel Restaurant Zur Sonne

📍 Entfernung zur Route: ca. 0,4 km
🚆 ÖPNV: Busverbindung Richtung Staufen und Müllheim (Haltestelle im Ort)

Historisches Gasthaus im Ortskern von Sulzburg mit regionaler Küche und Wandererfreundlichkeit. Idealer Zwischenstopp im mittleren Abschnitt der Etappe.

🏡 Hotel Bären Sulzburg

📍 Entfernung zur Route: ca. 0,5 km
🚆 ÖPNV: Busanschluss Sulzburg Stadtmitte

Klassisches Landhotel mit ruhiger Lage und guter Erreichbarkeit direkt im Verlauf der Etappe.

🏡 Müllheim / Niederweiler – erweiterter Etappenbereich

🏨 Hotel Garni Markgräfler Hof

📍 Entfernung zur Route: ca. 1,5–2 km
🚆 ÖPNV: Bahnhof Müllheim ca. 2 km (Bahnanschluss Freiburg – Basel)

Zentral gelegenes Hotel in Müllheim mit sehr guter Anbindung an den Fernverkehr. Geeignet für flexible Etappenplanung.

🏡 Landhotel Alte Post Niederweiler

📍 Entfernung zur Route: ca. 1–1,5 km
🚆 ÖPNV: Busverbindung Müllheim / Badenweiler

Ruhig gelegenes Landhotel im Weinbaugebiet mit typischer Markgräfler Küche und Wandererfreundlichkeit.

🏡 Schliengen – Etappenziel

🏨 Landhotel Graf

📍 Entfernung zur Route: ca. 0,5 km
🚆 ÖPNV: Bahnhof Schliengen ca. 1 km (Bahnlinie Freiburg – Basel)

Familiengeführtes Landhotel in ruhiger Lage am Ortsrand mit direktem Bezug zum Etappenziel.

🏨 Gasthaus Sonne Schliengen

📍 Entfernung zur Route: ca. 0,3 km
🚆 ÖPNV: Bahnhof Schliengen ca. 1 km

Traditionelles Gasthaus im Ortskern mit Restaurantbetrieb und einfacher, zentraler Lage für Wanderer.


🧭 Hinweis für Wanderer

👉 Alle genannten Unterkünfte liegen innerhalb der definierten Wanderlogik:

  • maximal ca. 2 km vom Etappenverlauf entfernt
  • oder direkt im Etappenort
  • oder mit guter Bus-/Bahnanbindung

👉 Besonders im Raum Müllheim – Schliengen besteht eine sehr gute ÖPNV-Anbindung entlang der Rheintalbahn, wodurch flexible Etappenplanung möglich ist.


💡 Wissenswertes

Der Castellberg gilt als eine der hochwertigsten Weinlagen im Markgräflerland. Die Kombination aus Klima, Boden und Hanglage schafft ideale Bedingungen für Burgunderrebsorten.

Sulzburg wiederum besitzt eine lange Bergbaugeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht und die Entwicklung der Region stark geprägt hat.

Die gesamte Etappe verläuft durch eine der ältesten Kulturlandschaften Badens, in der Weinbau seit über 1000 Jahren dokumentiert ist.


🎒 Ausrüstung

🥾 T1–T3 Wanderungen

🥾 Gut eingelaufene Wanderschuhe mit griffiger Sohle
🎒 Tagesrucksack
💧 Ausreichend Trinkwasser und Proviant
🧥 Wetterangepasste Wanderkleidung im Zwiebelprinzip
🌧️ Regenjacke
👕 Wechselkleidung für den Abend (bei Mehrtagestouren)
🧴 Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)

Optional:
🦯 Wanderstöcke nach persönlicher Vorliebe
📱 Handy mit geladenem Akku
🩹 Erste-Hilfe-Set
🗺️ Wanderkarte oder GPS-Navigation

Hinweis:
Bei einer mehrtägigen Fernwanderung empfiehlt sich – sofern gebucht – ein Gepäcktransport zwischen den Etappenunterkünften. Dadurch kann die Etappe mit leichtem Tagesrucksack genossen werden.


🚆 Anfahrt Öffentliche Verkehrsmittel

Startpunkt: Staufen im Breisgau

Sehr gute Anbindung über die Münstertalbahn Richtung Bad Krozingen und Freiburg. Von dort Anschluss an den Fernverkehr (ICE/IC/RE).

Zielpunkt: Schliengen

Bahnhof Schliengen an der Rheintalbahn (Freiburg – Basel). Sehr gute regionale und überregionale Verbindungen.


🚗 Anfahrt PKW

Start: Staufen im Breisgau

Über die B3 (Bad Krozingen) gut erreichbar. Zufahrt über Freiburg oder Müllheim möglich.

Ziel: Schliengen

Über die B3 und L137 aus Richtung Müllheim oder Bad Bellingen erreichbar.

🅿️ Parken

Startpunkt (Staufen)

Parkhäuser und öffentliche Parkplätze am Rand der Altstadt sowie im Bereich Bahnhof / Gewerbegebiet.

Ziel (Schliengen)

Parkmöglichkeiten im Ortskern sowie am Bahnhof Schliengen vorhanden.


⭐ Mein Eindruck

Diese zweite Etappe ist der eigentliche Kern des Markgräfler Wiiwegli in seiner klassischen Form: Weinberge, Höhenzüge und historische Orte verdichten sich zu einem sehr abwechslungsreichen Landschaftsbild.

Besonders der Übergang vom Castellberg über Sulzburg bis in die offenen Räume Richtung Müllheim zeigt, wie stark diese Region vom Weinbau geprägt ist – nicht als Kulisse, sondern als gewachsene Kulturlandschaft.

Im Vergleich zur ersten Etappe wirkt diese Strecke weniger "einführend" und deutlich vielfältiger im Geländeprofil. Kleine Anstiege, offene Panoramen und dichte Reblandschaften wechseln sich ständig ab. Genau dadurch entsteht ein sehr lebendiger Wanderrhythmus.

Schliengen als Ziel bringt die Etappe zur Ruhe – eingebettet zwischen Reben und der weiten Rheinebene.